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Konzert Review: Kreator - Oberhausen Turbinenhalle - 14.03.2009

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Veröffentlicht am Mittwoch 18 März 2009 18:56:38 von madrebel
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Kreator / Oberhausen Turbinenhalle – 14.03.2009

Tourabschluß im Ruhrpott. Zwar beendete3 die unbestrittene Nummer 1 der deutschen Thrashszene ihre sechswöchige Europatour nicht in ihrer Heimatstadt Essen, aber Oberhausen ist ja nicht so weit entfernt. So war die Turbinenhalle recht gut gefüllt und das passend an einem Samstagabend. Besser geht´s nicht.

Den Anfang machten die deutsche Nachwuchstruppe „Emergency Gate“, die laut Zeugenaussagen ganz okay gewesen sein sollen. Da man sich aber im Oberhausener Industrieviertel verlaufen hatte, kann das hier nicht bestätigt werden.

Aber rechtzeitig zu den schweizerischen Paganmetallern von „Eluveitie“ hatte man es endlich geschafft. Und die Jungs schienen verdammt gut anzukommen. Feierte man doch die insgesamt neunköpfige Truppe beinhart ab. Die Truppe schien auch noch mal alles zu geben und nach einer knappen Dreiviertelstunde verließ man dann auch nach einem schweißtreibenden Gig die Bühne.

Das es mit den Metalcorelern von „Caliban“ jetzt um einiges derber ausfallen würde, dürfte klar sein. Und die Jungs wollten ebenfalls, wie ihre Vorgänger alles geben und das taten sie auch. Und das nicht zu knapp. Mit reichlich Moshpits, einer Wall of Death, arschgeilen Songs und sympathischen Ansagen machte man sich heute auch bei etwas kritischeren Besuchern zumindest Lieb Kind. Das man dann noch jeder Band mit einem kurz angespielten Song einen Gruß schickte, war dann wirklich sympathisch.

Nun aber kam es zum langerwarteten Höhepunkt. Die Essener Thrashheroen stiegen fett ein und hielten von der ersten bis zur letzten Sekunde die Turbinenhalle am kochen. Und es stimmte alles, nunja, fast alles. Geile Songs, ein gutgelaunter Mille, eine coole Bühnenshow die immer wieder sehr schöne Videos im Hintergrund präsentierte und dazu eine sehr fitte Band, was nach sechswöchigem Tourstreß durchaus beeindruckend ist.
Das einzige, was negativ auffiel, war der Sound, so hörte man primär nur Bass, Schlagzeug und Gesang. Aber wenn eine Halle jeden guten Sound schluckt, kann auch der beste Mischer nicht mehr helfen. Dennoch tat das dem Spaß keinen Abbruch und die Jungs gaben in etwas mehr als 90 Minuten noch mal so richtig Vollgas.
Besonders die neuen Stücke machen live richtig was her und wirken sehr druckvoll. Und es gab viel Abwechslung. Überraschend viele alte Songs, auch wenn das meiste eben Standart ist und Songs jüngerem Datums gaben sich pausenlos die Klinke in die Hand und ließen kaum Zeit zum verschnaufen. Daran änderten auch die Ansagen nichts, die man zwar in der Form schon sehr oft gehört hat, aber wirklich stören tat das keinen. Denn in diesem Leben wird Mille wohl kein Ansagenkönig mehr werden.

Als dann kurz nach 11 die Lichter angingen, sah man durchgehend zufriedene Gesichter und auch die nachher noch im Merchbereich auftauchende Band schien sehr gut gelaunt zu wirken. Alles in allem ein wirklich guter Konzertabend und ein würdiger Tourabschluß.

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