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CD Review: Knorkator - Es werde nicht

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Veröffentlicht am Freitag 30 September 2011 18:33:39 von madrebel

knorkator_es_werde_nicht.jpg

Knorkator - Es werde nicht

01. Du Nicht
02. Nö
03. Arschgesicht
04. Du Bist Schuld
05. Warum
06. Refräng
07. Ain't Nobody - Knorkator 2011
08. Faster Harder Scooter
09. Kinderlied
10. Bleib Stehn
11. Auf Dem See
12. Geboren
13. Sofort

Tubareckorz

Stumpen - Gesang
Alf Ator - Keyboard, Gesang
Buzz Dee - Gitarre
Rajko Gohlke - Bass
Nick Aragua – Schlagzeug

Als im Jahre 2008 die Berliner Knorkator ihre Auflösung bekannt gaben, hinterließen sie ein großes Loch in der deutschsprachigen Rockszene. Waren ihre bis dato erschienenen Platten, ein wunderbarer Rodeoritt zwischen Anspruch, Niveau, analer Phase und purem Blödsinn.
Irgendwann schienen sich die Jungs aber zu langweilen, denn Lesungen, Bilder malen und Bücher schreiben sind scheinbar nicht alles und so tat man sich Ende 2010 wieder zusammen und teilte das auf ihre unnachahmliche Weise dem Publikum mit.
Die Appetizertour im Frühjahr ließ dann sehr hoffen und diverse Festivalgigs unterstrichen dieses sehr.
Nun ist das neue Album endlich erschienen, welches auf den wunderbaren Namen „Es werde nicht“ getauft wurde. Und die Wartezeit hat sich gelohnt.
Schon der Opener „Du nicht“ ist eine bandtypische Nummer, die mit viel Klamauk, wilden Reimen und einer mitreißenden Melodie zu begeistern weiß. Textlich eine Angebernummer vor dem Herren und wer einen Textpart mit den Worten „Ich erkenne den Todeszeitpunkt einer Wasserleiche am Geschmack.“ garniert, kann nur mit dem Prädikat Genial bewertet werden.
Das darauffolgende „Nö“ ist eine wunderbare Ballade, die aber durch den alles zerstörenden Refrain zu begeistern weiß. Tiefgründig, hintersinnig und vollkommen unerwartet kommt die Abrißbirne zum tragen.
Eines der am meisten eingängigen Stücke ist „Arschgesicht“, welches vom zehnjährigen Filius des Keyboarders und Sängers Alf Ator vorgetragen wird. In einer Mischung aus drolligem Kinderlied und derbem Vokabular weiß der Text völlig zu begeistern.
Auch das nachfolgende „Du bist schuld“ kann mit seinem Wutausbruchscharakter richtig punkten.
Von der letzten Single bekannt dürfte dem einen oder anderen „Warum“ sein und zeigt, dass die Jungs auch sehr tief und hintergründig texten können.
Natürlich darf eine Blödelnummer nicht fehlen und mit „Refräng“ indem es um den Refrain geht, haben die Jungs mal wieder alle Register gezogen.
Gecovert wurde auch fleißig. So wird aus dem 80er Discokracher „Ain´t nobody“ von Chaka Khan eine melancholische Nummer, das von dem Scootertribut bekannte „Faster, Harder, Sccoter“ wurde ebenfalls verwurstet und aus dem ebenfalls bekannten „Warum“ der fantastischen Vier, haben die Jungs eine ebenfalls mitreißende Nummer gestaltet, die sehr tiefgründig ist und nachdenklich macht.
Ebenfalls von der Abschiedssingle bekannt ist „Kinderlied“, wiederum gesungen vom kleinen Sohnemann TimTom, der hier einen sehr schönen und entlarvenden Text zu besten geben darf.
Und mit „Bleib stehn“ und „Auf dem See“ ist der Band wieder einmal mehr etwas textlich meisterliches gelungen. Insbesondere letzterer Song fängt sehr melancholisch an, traurig und poetisch, bevor das ganze mit einem Wort pulverisiert wird.
Und mit „Sofort“ hat man wieder einen bandtypischen Rausschmeißer, wie man ihn kennt und liebt.
Okay, man mag bemängeln, dass 30% der Songs wiederverwertet sind, man mag sich hier und da über die leichte Zähmung mokieren, aber alles in allem sind Knorkator wieder voll da und wissen mit ihrem neuen Werk definitiv zu begeistern.
Auf jeden Fall ist es schön, dass Deutschlands sogenannte „meiste Band der Welt“ wieder da ist und definitiv die deutschsprachige Rockszene von neuem begeistert.
Fazit: Ein tolles Comebackalbum. Zwar mit kleinen Schönheitsfehlern, aber das ist hier definitiv verzeihlich.


 


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