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Zur Meinung von Amazon

CD Review: KINGDOM COME - Independent

Veröffentlicht am Dienstag 14 Januar 2003 10:00:00 von Zombie_Gecko
Lenny Wolf hat bis auf die Drums alles selber gemacht – heraus gekommen ist ein Album mit ein paar Gitarren und viel Elektronik. Einfach macht es der Wolf den Schäfchen damit mit Sicherheit nicht, denn der neue Silberling ist doch stark gewöhnungsbedürftig!












Tracklist:
1. I Can Feel It
2. Mother
3. Tears
4. Didn`t Understand
5. Forever
6. Need A Free Mind
7. America
8. Religion Needs No Winner
9. Darling
10. Do You Dare
11. Easy Talking Hardline
(47:51 min)

2002 Ulftone Music (www.ulftone.com)

Line Up:
Lenny Wolf – All Music (except Drums) and Vocals
Martin Langer – Drumming and Programming

(www.kingdomcome.de , www.lennywolf.com)


Da Lenny Wolf Angst hatte, die im Vorfeld notierten Gastmusiker könnten seine Musikvision nicht richtig umsetzen, machte er alles selber und produzierte das Ganze der Einfachheit auch selber. Lediglich die Drums überließ er jemand anderem. Ehrlich gesagt hatten es Kingdom Come noch nie auf meinen Plattenteller geschafft, aber irgendwo im Hinterkopf lag Kingdom Come unter „Hard Rock / Metal“ in der Ablage. Dem neuen Scheibchen nach zu schließen lag hier
a) entweder ein Denkfehler meinerseits vor
b) oder Lenny Wolf hat einen radikalen Stilwechsel vollzogen.
Denn harte Gitarren spielen vor allem in den ersten Songs eine eher untergeordnete Rolle, dafür wird der Sound von Keyboards dominiert und das Wort „Metal“ ist hier auf alle Fälle unangebracht. Deshalb passt der Plattentitel wie der berühmte Arsch auf den Eimer – Lenny Wolf macht hier seinen Stil, der ihm für dieses Album im Kopf herumschwebte, passt in keine Schublade und lustwandelt am ehesten noch im Grenzbereich Electro-Pop-Rock herum. Welches Potential theoretisch vorhanden wäre, merkt man beim ruhigen „Forever“ oder dem etwas flotteren „Need A Free Mind“, welche mit erfreulich wenig elektronischer Unterstützung auskommen. Auch die restlichen Songs verzichten weitgehend auf übertriebene Keyboardsounds, allerdings klingt das Schlagzeug doch verdächtig elektronisch. Aber auch diese Songs lassen den Hörer sich nicht gegen den Eindruck erwehren, „Independence“ wäre in einem permanenten Drogennebel entstanden. Das mag vielleicht auch an der Produktion liegen, die dermaßen glatt geschmirgelt ist, dass selbst das vom Label als „musikalische Bulldogge“ gepriesene „Easy Talking Hardline“ - noch freundlich umschrieben - ziemlich zahnlos daher kommt. Immer wieder blitzt so ein leichter Anflug davon auf „jetzt kriegt die Scheibe die Kurve“ – was sie aber im Endeffekt nie schafft und ziemlich saft- und kraftlos vor sich hin dümpelt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieses Album größere Begeisterungsstürme hervor ruft…

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