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Konzert Review: Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena

Veröffentlicht am Montag 14 Juni 2004 11:30:14 von madrebel
phpnuke.gifLange hatte ich davon geträumt und es mir gewünscht einmal Judas Priest in der Originalbesetzung zu sehen. Als dann im Jahr 2003 die ersten Gerüchte aufkamen, das sich Judas Priest wieder zusammentun würden, geriet die Metalwelt in helle Aufregung.
Irgendwann war es dann soweit und die Nachricht bestätigte sich und die Tourdaten ließen nicht allzu lange auf sich warten.
Und endlich war es soweit. Sie kamen zurück auf Tour.



Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena



Lange hatte ich davon geträumt und es mir gewünscht einmal Judas Priest in der Originalbesetzung zu sehen. Als dann im Jahr 2003 die ersten Gerüchte aufkamen, das sich Judas Priest wieder zusammentun würden, geriet die Metalwelt in helle Aufregung.
Irgendwann war es dann soweit und die Nachricht bestätigte sich und die Tourdaten ließen nicht allzu lange auf sich warten.
Und endlich war es soweit. Sie kamen zurück auf Tour.
Aufgeregt und nervös begab ich mich ohne Karte nach Oberhausen, traf den einen und anderen Fan schon im Zug und endlich kam man an der Halle an, wo schon einiges los war Kurz geschaut ob jemand Tickets verkauft und gleich Glück gehabt. Jemand wollte nur 30€ für sein Ticket, also Geldbörse gezückt und ab dafür.
Kurz danach traf ich einige bekannte, mit denen man schnell die Halle betrat und sich bei Fachsimpeleien, Priestgegröle und einigen Bierchen langsam innerlich auf diesen denkwürdigen Abend einstimmte. Achja, Shirtpreise lagen mal wieder im oberen Drittel. 30€ für ein Shirt, 40€ für ein Allover, 15€ für einen Aufnäher. Seht teuer, wie immer. Das einzige Teil was aber seinen Preis wirklich wert war, war ein Zweiteiler in Form eines schönen Slips und eines hübschen Oberteils für 40€. Fas würde ich gerne mal an der einen oder anderen Person sehen. *g*
Gegen 20.00h betrat man dann auch endlich den Innenraum und haarte der Dinge die da kommen sollten.
Pünktlich um 20.00h betraten, nachdem ein älterer Tourrroadie das Publikum angestachelt hatte mit „Are you ready for some Kick Ass Rock ?“ Das Publikum brüllte “yes“ und es ging direkt ab.
Annihilator begannen einen guten Gig mit einigen recht guten Songs, der zwar nichts besonderes war, aber dennoch nicht unwürdig. Der neue Sänger Dave Padden kam zwar am Anfang vom Gesang her zwar etwas zu modern rüber, aber das legte sich schnell. Der Sound war auch für eine Vorband sehr gut und äußerst druckvoll. Respekt an den Soundmann. Jeff Waters grinste sich einen ab und bedankte sich im Laufe des Gigs noch bei den Priestern für die Chance wieder mit ihnen zu touren und zurück nach Europa zu kommen.
Bei der Setlist beschränkte man sich auf nur 2 bzw. 3 neue Stücke und spielte sonst nur altbekanntes, was auch gut ankam. Trotzdem war der Gig am Ende nicht mehr als Durchschnitt aber akzeptabel. Ob ich die Jungs jemals wieder mit Randy Rampage erleben werde ? Ich glaube nicht. Hier noch die Setlist:

1 All For You
2 The Blackest Day
3 King Of The Kill
4 Never, Neverland
5 Set The World On Fire
6 Burns Like A Buzzsaw Blade
7 Alison Hell

Jetzt hieß es warten. Ich wurde immer nervöser und aufgeregter. Die Warterei war grausam, aber wenn man ein Bier ausgegeben bekommt, kann man die Nerven doch etwas beruhigen.
Dann war es soweit, das Hallenlicht erlosch, die Menge jubelte und endlich war es soweit. Die ersten Takte von The Hellion/Electric Eye ertönten und es gab kein halten mehr. Jede einzelne Zeile wurde mitgesungen, jedes Riff wurde mitgegrölt, es war fantastisch. Rob Halford stand vollkommen regungslos im Auge, bekleidet mit einem langen nietenbeschlagenem Ledermantel. Das sah absolut fantastisch aus. Eine Hebebühne beförderte Rob stilvoll auf den eigentlichen Teil der Bühne und er ließ sich feiern.
Nun erklangen die ersten Takte von Metal Gods und Mr. Halford lief singend in einer Art Robotergang über die Bühne. Auch das nachfolgende Heading out to the Highway war ein Göttersong heute vor dem Herrn.
Glenn Tipton und K.K.Downing spielten sich im wahrsten Sinne des Wortes den allerwertesten ab und waren verdammt gut drauf. Eine fantastische Spielfreude legten beide an den Tag und posten wie die Weltmeister. Ian Hill hielt sich dezent im Hintergrund, jedoch war sein Bassspiel sehr gut zu hören. Scott Travis war zwar kaum zu sehen, machte aber einen verdammt guten Job an der Schießbude. Alles kam vollkommen sauber aus den Boxen. Insgesamt war der Sound sehr gut.
Rob Halford zeigte an diesem Abend, wer der wahre Metalgod ist, auch wenn er vor einigen Jahren mal etwas anders über den Metal dachte, aber lassen wir das. Gesanglich war er wirklich auf der Höhe, auch wenn er nicht mehr ganz so hoch kommt wie einst, aber der Mann ist mittlerweile 53. Sehr anzumerken war dies bei Painkiller, wo der gute Herr Halford doch arge Probleme hatte in die hohen Passagen zu kommen. Zeitweise war es eher ein krächzen, auch wenn der Soundmensch versuchte es zu übertünchen.
Bejubelt wurde er trotzdem und ich kann dem Mann das verzeihen. Wir werden alle nicht jünger, oder ? Wie dem auch sei. Die Priester bewiesen heute eindrucksvoll, wie man guten soliden Metal spielt und das Publikum in seinen Bann ziehen kann. Sei es wie bei Hell bent for Leather, wo Rob natürlich mit einer Harley die Bühne befährt, so soll es sein, oder auch bei Mitsingspielchen das Publikum im vollkommen im Griff hat. In jeder Situation bewies Rob Halford seine Entertainerqualitäten und es war fast so, als wäre er nie weggewesen. Aber eben nur fast.
Der Gig war in jedem Falle ein Erlebnis und auch wenn man nur etwas über 100 Minuten spielte und man noch gerne den einen oder anderen Klassiker gehört hätte, es war auch so klasse. Rob Halford kann zwar stimmlich seinem Vorgänger nicht mehr das Wasser reichen, ist jedoch ein viel besserer und stimmungsvollerer Frontmann als der Ripper. Die Besucher des heutigen Abends waren auf jeden Fall durch die Bank begeistert und man kann nur hoffen, daß sie bald zurückkehren. Angeblich ja schon Anfang nächsten Jahres, nachdem die neue Scheibe, an der gerade gearbeitet wird, draußen ist. Seien wir mal gespannt was da auf uns zukommt.
Es bleibt zum Abschluß nur noch eines zu sagen :
THE PRIEST IS BACK !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hier noch die Setlist :
01. Hellion
02. Electric Eye
03. Metal Gods
04. Heading Out to the Highway
05. The Ripper
06. Touch of Evil
07. The Sentinel
08. Turbo Lover
09. Victim of Changes
10. Diamonds and Rust
11. Breaking the Law
12. Beyond the Realms of Death
13. The Green Manalishi (With the Two Pronged Crown)
14. Painkiller
Zugabe:
15. Hell Bent For Leather
16. Living After Midnight
17. United
18. You Got Another Thing Coming


madrebel


Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind 8 Kommentare vorhanden, Sie können sich an der laufenden Diskussion beteiligen.
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Re: Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena
Deine Berichterstattung deckt sich mit meinen Beobachtungen aus Hannover !

Sehr schön geschrieben *g*

SEE YA

Michael a.T.
Re: Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena
Es deckt sich ebenfalls mit dem Bericht aus Berlin, der noch geschrieben hätte werden müssen.
Top Konzert
Re: Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena
Ich war auch da!
Netter Bericht....
Kann nur noch hinzufügen, dass Halford absolut überzeugte- auch stimmlich. Meiner Meinung nach weit besser als der ebenfalls sehr gute Owens.
Seine Stimme ist noch in übermässig grandioser Verfassung..manchmal etwas rauer aber nicht u8nbassender als die 70er und 80 er.
Danke für den Bericht madrebel
THE ONE AND ONLY METAL GOD !!!!
Moin Leute !´

Nachdem ich heute leider meine eigene Tour - sieben der ersten neun Reunion Gigs - bis zum Graspop
unterbrechen muss, bleibt mir nur eins zu sagen - ich bin STOLZ darauf 13 Jahre dem WAHREN Metal God die Treue gehalten zu haben...

Habe gestern in Prag etwas erlebt, was ich seit den 1980ern nicht mehr gesehen habe...
min. 10.000 PRIESTER in der T-Mobile Halle und ALLE flippen völlig aus... Junge... was ein Erlebnis...

Gruß an alle vom JP FC UNITED - demnächst mehr unter www.priest-united.de

UNITED FOREVER !!!!
Higgins
Re: THE ONE AND ONLY METAL GOD !!!!
DU HAST RECHT!!! ROB HALFORD WAR DER METAL GOD, IST DER METAL GOD UND WIRD IMMER DER METAL GOD BLEIBEN!!!

\"ELVIS WAS CALLED THE KING, BUT I AM THE METAL GOD...\" - ZITAT VON ROB HALFORD

KEEP BREAKING THE LAW
Re: Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena
Absolut Korrekt!!

Mein erstes Konzert bei J.P. einfach genial.
Hoffentlich nicht mein letztes.

Gruß Robhal
Re: Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena
PRIEST schneiden heute in Barcelona eine live DVD mit !!!!!!!!
Re: Judas Priest - 13.06.2004 - Oberhausen Arena

Sorry, also ich weiss net. Ich bin extra aus FFM nach Oberhausen und denke mir geil den Metal God endlich wieder mit Priest live sehen und 30 jähriges Bandjubiläum und weistt nicht was und dann dies. Ich fand den Gig jetzt nicht wirklich prickelnd Electric Eye viel zu langsam, Songauswahl wie auf der letzten live mit Ripper, keinerlei Überraschungssongs z.B. Killing Machine oder Delivering the Gods oder Steeler oder was auch immer. Nein, den Kram den man immer hört. Echt schwach. Ja Spielfreude hatten die Herren Guitaristen drauf, aber der Meister selber ?? Ich weiss nicht, ein wenig zu viel Roboter und zu wenig interaktion mit dem Publikum. Und die Spielzeit war auch recht kurz, ich glaube gerademal 90 min. Für 30 Jahre priest und einziges Kozert und überhaupt ein bisschen mau ! Egal, die Jugend hat's gefreut und von daher ist ja alles bestens. Leute lasst Euch nicht verarschen. THE PRIEST IS BACK AND VERY OLD !


Grüsse and still Breaking the law


Said