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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit XANDRIA --April 04--

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Veröffentlicht am Sonntag 23 Mai 2004 11:25:18 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifGitarrist und Songschreiber Marco muß lachen weil man seine Band nicht kennt und steht auf Frodo und James Bond. Bei einem kleinen Plausch erzählte er aber noch mehr...





Selbst eine nicht richtig funktionierende ISDN-Anlage konnte den sympathischen Bandgründer nicht davon abhalten, einige Fragen zum zweiten Album „Ravenheart“ zu beantworten.


Zombie: Die erste Frage hat sich praktisch von selber ergeben, denn bis „Ravenheart“ im Briefkasten lag, hat mir der Name Xandria gar nichts gesagt. Was kannst Du uns denn über die bisherige Geschichte erzählen?


Marco: Hahaha...also „Ravenheart“ ist unser zweites Album – unser Debüt („Kill The Sun“) ist ja vor ziemlich genau einem Jahr herausgekommen. Insofern kann es natürlich sein, daß Du noch nicht von uns gehört hast, aber Du hättest zumindest von uns hören können...sagen wir mal so – haha! Vorher hätte man von uns hören können – Du kennst ja diese MP3-Seiten wie MP3.de oder MP3.com, das sind ja nicht diese illegalen Filesharingseiten sondern die wo sich Bands präsentieren können – und das haben wir gemacht nachdem wir unser Demo aufgenommen haben, so 2000/2001 ungefähr, und auf diesen Seiten hatten wir ungeheuer großen Fanzuspruch. Die haben ja interne Charts, wo die Songs drin laufen, und da haben uns die Besucher so oft runtergeladen, daß wir über Wochen und Monate auf Platz 1 waren, und irgendwann wurde unser Label auf uns aufmerksam. Die meinten dann „wenn die im Internet so einen Erfolg haben, dann kaufen ja vielleicht auch ein paar Leute die Platte“...


Zombie: Die Songs schreibst komplett Du wenn ich das richtig sehe!?


Marco: Hm...ja, größtenteils. Die meisten Grundideen und Songs stammen von mir, aber vieles zusammen mit mir schreibt unsere Sängerin, die ja auch für einen Großteil der Texte auf dem neuen Album zuständig ist.


Zombie: Im Info ist die Rede von einer Menge Veränderungen im Vergleich zu „Kill The Sun“. Was würdest Du sagen habt Ihr denn im Sound verändert?


Marco: Tja...also eigentlich hat es sich sogar komplett verändert, aber das sind Dinge, die nimmt man teilweise sofort wahr wenn man es hört und vieles liegt unter der Oberfläche. Zum Beispiel ist die Gitarrenarbeit ganz anders geworden. Die ist rhythmusorientierter und teilweise sogar härter geworden, was man dadurch vielleicht nicht sofort so merkt, weil die Gitarren nicht ganz so laut sind wie auf dem ersten Album. Was wiederum daran liegt, daß wir auf diesem Album so viele verschiedene Elemente untergebracht haben, daß man wenn man das Album abmischt die nicht alle nach vorne schieben kann, weil dann hört man gar nichts mehr. Deswegen sind die Gitarren nicht mehr ganz so laut geworden – was sehr schade ist, denn die sind teilweise sehr geil geworden, die gehen einfach mehr nach vorne als die auf dem letzten Album. Denn bei uns ist definitiv immer eine Metalbasis da gewesen, wir kommen aus dem Metal – die meisten von uns in der Band - und deswegen ist uns auch immer sehr wichtig gewesen, was die Gitarre da tut. Aber da jetzt unheimlich viel orchestrale Elemente da sind oder auch moderne Elemente wie Loops, spacige Sounds...irgendwie hatten wir auf das alles Bock und das sollte auch so in die Musik mit rein kommen. Und das musste sich natürlich alles gegenseitig Raum lassen.
Also es ist sicherlich viel mehr drin in unserer Musik als auf dem ersten Album, es ist teilweise härter geworden, teilweise softer – wir haben Balladen drauf, in denen man keine einzige Gitarre hört – und dann wieder Songs mit ziemlich hartem Riffing drin, die wir auf dem ersten Album so auch nicht hatten. Teilweise ist es bombastischer, teilweise aber auch stiller geworden als auf dem ersten Album – wir haben mehr Extreme ausgelotet. Wir haben uns mehr getraut als auf dem ersten Album, musikalische Träume auszuleben...


Zombie: Da könnte man Euch ja jetzt theoretisch unterstellen, daß ihr auf das Within Temptation-Publikum abzielt – um den Vergleich werdet Ihr nicht drum herum kommen – wenn Ihr jetzt die Gitarren jetzt etwas in den Hintergrund mischt. Das klingt stellenweise..sagen wir...nicht wirklich metallastig...


Marco: Ja...die Riffs sind es schon! Meiner Meinung nach definiert sich Metal nicht darüber, wie laut die Gitarren im Mix sind, sondern Metal definiert sich über eine Attitüde, über das was rüber kommt in der Musik, über den Drang, Energie rüber zu bringen – und das haben wir auf dem Album gemacht! Das ist uns immer sehr wichtig gewesen, deswegen find ich so Definitionen – die habe ich schon öfter gehört – wie „Ja, das ist ja eigentlich kein Metal mehr!“ nicht so toll...ich sag dann immer „Hör sie Dir doch mal, eigentlich sind die viel metallischer als auf dem ersten Album!“ hahaha! Wir haben halt nur noch so viel andere Sachen in die Musik gepackt, daß man die Gitarren nicht immer so laut machen konnte, daß sie immer im Vordergrund sind.
Aber Du hast gerade Within Temptation gesagt – ich denke Within Temptation ist eine coole Band, weil die sich trauen superkitschig zu sein – hahaha – und damit auch noch ankommen, allerdings was wir denke ich anders machen ist, daß wir nicht über ein Album in jedem Song diese Mystik und diesen Kitsch ausbreiten. Da haben wir teilweise Spaß dran gefunden – mitten in der Studiozeit waren wir in „Herr der Ringe 3“, und dann kommst Du wieder ins Studio und sagst „geil, jetzt machen wir ein bißchen Soundtrack, wir haben eh schon einen Song wie „Ravenheart“, der schon etwas mystisch ist, da packen wir noch ein bißchen Streicher rein“...da hatten wir einfach Bock drauf und haben uns von Stimmungen tragen lassen. Wenn wir eine Film gesehen hatten wie „Herr der Ringe“, dann waren wir davon begeistert. Und in der Zeit als ich Songs geschrieben habe zu Hause habe ich mir - ich bin alter Bond-Fan – habe ich mir wieder Bond-Filme angeschaut, und der Song „Some Like It Cold“ auf dem Album klingt nicht nach Fantasy-Kitsch wie ihn Within Temptation auf dem ganzen Album hat, sondern wie aus der Sixties-Ecke.


Zombie: Allerdings, der klingt auch massiv nach einem Bond-Song...


Marco: Genau – und ich denke das unterscheidet uns von anderen Bands, die auf einer Welle mitschwimmen wollen oder die...keine Ahnung...die ihren Sound so konzeptionell gestalten. Wir machen einfach worauf wir Bock haben – und wenn wir Bock haben einen Song wie einen Bond-Soundtrack zu machen, dann machen wir das halt. Und ein Song wie „Black Flame“ hat überhaupt keinen orchestralen Bomast, der geht einfach nach vorne. So ein bißchen von Sentenced inspiriert, von denen ich immer ein großer Fan war. Also ich finde man kann uns da kaum über einen Kamm scheren, von wegen „Ihr versucht doch in die und die Richtung zu gehen“.


Zombie: Den Bond-Song habe ich ja zuerst für eine Coverversion gehalten...ich komm nur nicht drauf von welchem!


Marco: Echt? Also ich kenne alle! Aber ich habe mich nicht an einem bestimmten orientiert, sondern mich von der typischen Stimmung eines Bond-Songs inspirieren lassen und es mit dem gekreuzt was Xandria ist – und dann ist das dabei heraus gekommen. Aber das kann natürlich sein, daß der eine oder andere Ankliang drin ist, klar!


Zombie: Was mir auch noch aufgefallen ist – es gibt auf dem Album niemanden der Bass spielt – zumindest laut Infozettel...


Marco: HEHEHE! Zumindest im Line-Up nicht mehr – der Bassist hat uns verlassen während der Produktion, das hat sich sehr spontan ergeben für ihn, der mußte einfach sehen wo er jobmässig bleibt. Der hat zwar sehr an der Band gehangen – der ist auch noch ein sehr guter Freund von uns allen – aber wir sind natürlich nach wie vor eine Undergroundband, auch wenn wir mit dem Debüt vielleicht knapp die Charts gestreift haben, aber von der Musik leben kannst Du erst wenn Du in den Top Ten warst. Aber das ist uns nicht so wichtig, wir machen das weil wir Bock darauf haben, aber wir verdienen halt nicht viel damit, und da muß halt der eine oder andere in der Band sehen das er klar kommt. Er ist auch nicht mehr so jung gewesen und war schon eine Weile mit der Ausbildung fertig und hat ein Jahr lang nur noch irgendwelche Nebenjobs gemacht. Und da hat er sich gesagt „ok, ich kann die Band nicht mehr so unterstützen wie ich das gerne möchte, und deswegen sucht Euch lieber einen neuen, der das kann“. Das ist uns allen sehr schwer gefallen – aber gut...


Zombie: Er hat also auf dem Album den Bass gar nicht mehr eingespielt!? Weil er überhaupt nicht vermerkt ist...


Marco: Doch, teilweise schon! Das ist so – wir wollten die Leute halt nicht verwirren mit einem Namen. Wir haben zwar im Moment keinen neuen Bassisten, aber vielleicht haben wir in einer Woche einen, und wenn der dann ein Jahr lang mit dem Namen des alten Bassisten angesprochen wird, wäre das auch ein bißchen blöd... Und deshalb haben wir den Namen raus gelassen. Wir werden ja in Zukunft mit dem neuen Bassisten weiter machen, und wenn der alte dann noch im Line-Up steht, hätte das die Leute nur verwirrt!


Zombie: Also hast dann Du oder jemand anders den Bass übernommen!?


Marco: Das hat witzigerweise unser Roadie übernommen hahaha! Der ist eigentlich ein sehr geiler Bassist, der aber auch nicht in die Band einsteigen kann, weil er jobmässig unheimlich viel anderes hat.


Zombie: Ok...das war`s dann eigentlich schon. Oder hast Du noch was was Du los werden willst?


Marco: Hm...also der Abwechslungsreichtum ist Dir ja sicherlich aufgefallen, der uns von der einen oder anderen Band unterscheidet, mit der wir verglichen werden!? Auf einen Song wie „Snowwhite“ lege ich gr0ßen Wert, denn gerade an dem merkt man, daß wir den Sound auch machen wollen. Selbst wenn uns eine Plattenfirma gesagt hätte „Ihr müsst zwölf Fantasy-Kitsch-Songs machen!“ hätten wir das trotzdem nicht gemacht, sondern Spaß dran gehabt den Song zu machen.


Zombie: Gut, mir persönlich sind die Gitarren etwas zu leise...


Marco: Gut, letztendlich stimmt das. Ich denke auf Eure Seite werden hauptsächlich Metal-Fans gehen, aber Du kannst auf jeden Fall vermerken, daß wir live auf jeden Fall gitarrenorientierter sind – das haben uns letztes Jahr schon viele gesagt, und das wird auch dieses Mal wieder so sein!


Zombie: A propos live – wie steht`s denn mit Tourplänen?


Marco: Wir spielen auf dem Summer Breeze, aber eine Tournee ist noch nicht geplant, aber die wird dann wohl im Herbst stattfinden...


Zombie: Ok, dann wünsch ich Euch mal viel Erfolg!


Marco: Danke! Bye!

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