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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit WALTARI --März 04--

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Veröffentlicht am Samstag 20 März 2004 13:50:36 von zombie_gecko
phpnuke.gifKärtsy über das neue Album, die Pause und was die Fans bei den Konzerten erwartet. Die Regel ist – es gibt keine Regeln...





So spielt das Leben: da spielen die unberechenbaren Finnen ein Album voll potentieller Hits ein, und zum Interview-Termin muß Basser, Sänger und Keyboarder sich außer Haus anrufen lassen, weil sein Telefon kaputt ist. Das war wohl kaum der Grund dafür, daß der Maniac leicht daneben wirkte, sondern eher andere Substanzen – aber was auch immer, es tat der guten Laune des freundlichen Fronters, der irgendwie wie Ozzy klang aber keinen Abbruch...


Zombie: Hi, Kärtsy bist Du`s?


Kärtsy: Ja...war das Interview nicht um elf? Ach nein...das war ein anderes Mag...egal...


Zombie: Ok – kann`s los gehen?


Kärtsy: Moment...ich muß noch schnell in ein anderes Zimmer, aber leg los!


Zombie: Erst mal Glückwunsch zu „Rare Species“! Was war der Grund, daß es vier Jahre gedauert hat bis das Album fertig war?


Kärtsy: Hm....also das würde jetzt ein bisschen dauern das zu erklären, aber wenn Du es hören willst kann ich es gerne erklären haha!


Zombie: Kein Problem – nur zu!


Kärtsy: Also erstens haben wir nach der 2000er Tour beschlossen, eine kleine Pause zu machen, denn wir hatten ein hartes Jahr hinter uns und waren etwas müde. Wir hatten keine Pause gemacht, seit wir angefangen haben – und das war 1986! Aber wir hatten geplant, ein Jahr Pause zu machen, und dann mit dem neuen Album anzufangen. Und das taten wir auch – wir fingen 2001 an mit Demos und so weiter. Aber dann bin ich zur Popkomm, um einige Verträge für das neue Album zu machen, und...dann hatten wir etwas Pech mit dem skandinavischen Teil des Deals wegen dem Vertrieb. Den sollte MNW – ein großes Independent-Label – übernehmen, aber dann wurden sie ausgeraubt! Hahaha! Gerade als wir ins Studio gingen, um das Album aufzunehmen. Also mussten wir sechs Monate warten, um einen neuen Deal für Skandinavien an Land zu ziehen. Und nach dem ganzen Hin und Her war es Anfang 2003 als wir endlich ins Studio gehen konnten...


Zombie: Ihr habt jetzt einen neuen Drummer (Mika Järmelainen) – warum seid Ihr nicht in der Originalbesetzung zurückgekommen?


Kärtsy: Tja...die Pause wurde zu lang...ich glaube unser Drummer wurde dem Ganzen überdrüssig! Er hatte natürliche andere Jobs in der Zwischenzeit, genauso wie Sami (Yll-Sirniö, git), der ja bei Kreator spielte, ich hatte mein Projekt, und Janne (Parviainen, dr, `90 - `00) spielte bei Synergy, bei denen ja auch unser früherer Gitarrist Roope (Latvala, kam `95 - `01 für Sami) spielt, dann gab es etliche Terminüberschneidungen, und letztendlich entschied er sich für Synergy. Folglich mussten wir uns einen neuen Drummer suchen, da wir ein paar Shows in Tschechien hatten. Und der alte hatte einfach keinen Bock mehr auf Waltari...


Zombie: Die Projekte, die Du erwähnt hast – haben die das neue Album dann noch beeinflußt?


Kärtsy: Klar, alles was Du machst beeinflußt Dich irgendwie, logisch. Aber andererseits – wir wollten hauptsächlich ein cooles Waltari-Album machen, ohne progressives Zeug. Ein direktes Rock-Album eben, einfach Spaß daran haben zusammen zu spielen! Das war wahrscheinlich der größte Einfluß! Wir haben so unterschiedliches Zeug gemacht, daß wir einfach ein Album machen wollten, welches wie ein richtiges Waltari-Album klingt.


Zombie: Und wie würdest Du den typischen Waltari-Klang beschreiben? Ich kenne ja nicht alle Alben von Euch, aber die klingen ja alle unterschiedlich! Und auch auf dem neuen klingen die Songs untereinander recht unterschiedlich...


Kärtsy: Ok...also...ich würde sagen...Waltari ist eine Rockband, die Einflüße vom Metal, von Dance-Musik, von Pop verarbeitet. Keine Ahnung – ich denke die meisten Alben haben diese Einflüße.


Zombie: Habt Ihr euch irgendwelche Beschränkungen auferlegt, als Ihr „Rare Species“ geschrieben habt? Teilweise klingt das Album durch seine vielen Facetten, als hättet Ihr gar keine Beschränkungen gehabt...


Kärtsy: Nein, nein! Die Bedeutung von Waltari ist, keine Grenzen zu haben! Die Regeln sind: es gibt keine Regeln! Wir wollen eine Alternative zu all den puristischen Rockbands sein, die sich in meinen Augen im Kreis drehen. Die sind langweilig, die versuchen nichts Neues zu machen! Und da sind wir dagegen! Wir wollen Rockmusik verändern!


Zombie: Ihr habt ja für einige finnische Bands Türen geöffnet, aber kannst Du Dir vorstellen, daß „Rare Species“ Radio-Airplay in Deutschland bekommt? Ich weiß ja nicht, ob Du die deutsche Radiolandschaft kennst, aber die ist vollkommen Pop- und Mainstream-orientiert – ich kann mir nicht vorstellen, daß hier abgefahrene Mucke wie Eure gespielt wird...


Kärtsy: Gut, ich sehe Waltari jetzt auch nicht gerade als Hitparaden-Band, das ist auch gar nicht unser Job! Unser Job ist es, den Leuten Erfahrungen nahe zu bringen – den Leuten zu sagen:“Hey – seid offen für alles! Vergesst die verdammten Radio-Regeln und diesen kommerziellen Scheiß! Hört auf Euer Herz!“. So gesehen glaube ich nicht, daß es viel Airplay geben wird, hahaha! Aber hier in Finnland ist „One Day“ oft gelaufen, was eine große Überraschung war, denn die Vorgänger, die eher poppig waren sind nicht so gut gelaufen. Aber dieses Mal wollten wir keine Ballade oder so, sondern einen, der die Band am besten beschreibt!
Ich persönliche halte die ganzen Songs für Radio-Songs, aber so weit ich weiß finden die Leute, die das Programm festlegen die Songs zu abgefahren!


Zombie: Um was drehen sich die Texte auf „Rare Species“?

Kärtsy: Es gab ein paar Veränderungen in meinem Leben, ich wurde geschieden, und natürlich dreht sich ein großer Teil der Texte um Beziehungsprobleme! Aber genauso gut gibt es eine politische Botschaft, zum Beispiel was die Problematik reicher Norden – armer Süden betrifft. Ich denke es geht um Probleme von Leuten, die sich gegenseitig nicht verstehen! Seien das ich und meine Freundin oder Hussein und Bush, hahaha! Beziehungsproblematik im allgemeinen – welcher Art auch immer...
Aber es geht auch um positive Dinge, daß man das Leben auch mal von der positiven Seite betrachten soll!


Zombie: Dann habt Ihr noch diese – sagen wir Triple-Coverversion auf dem Album, wo Ihr Songs vermischt, die im Original null zusammengepasst haben. Wieso habt Ihr gerade die ausgewählt?


Kärtsy: Du meinst „No Limit“ und „Symphony Of Destruction“? Das war halt schon lange ein Bestandteil unseres Live-Sets, und die Fans schrieben uns im Internet, daß sie den Song klasse finden und haben uns gebeten, den Song auf das Album zu packen! Und wir haben ja die Angwohnheit, immer eine Coverversion auf den Alben zu haben, und dieses Mal hatten wir nichts bestimmtes im Kopf, also haben wir entschieden, diesen zu nehmen, weil die Fans es wollten. Und der Gegensatz zwischen „No Limit“ von 2Unlimited und „Symphony Of Destruction“ von Megadeth beschreibt ganz gut die verschiedenen Seiten von Waltari. Das man alle diese Stile vereinen kann – und da passt dann der Titel „No Limit“ sehr gut! Genauso wie „Symphony Of Destruction“ HAHAHA! Wir wollen die Kategorien der Rockmusik zerstören. Und „Your Funky Rhythm“ klingt ein bisschen nach Red Hot Chilli Peppers und bringt die Songs zusammen...


Zombie: Ihr geht ja in Deutschland sowohl als Headliner und als Support von Subway To Sally. Was wird – neben der Spielzeit – der Hauptunterschied zwischen den beiden Sets sein?


Kärtsy: Die Spielzeit macht natürlich viel aus. Bei den Gigs mit STS müssen wir ein Programm zusammenstellen, das in 45 Minuten zusammen passt. Wenn wir als Headliner spielen, gehört der Abend uns! Da können wir mehr Überraschungen bringen!
Aber wir freuen uns sehr darauf, mit STS zu spielen, denn dort ist ein anderes Publikum, und es ist immer gut, mal vor einem anderen Publikum zu spielen!


Zombie: Wird`s von „Yeah Yeah! Die Die!“ auch was geben?


Kärtsy: Nein – das ist etwas zu einzigartig! Wir haben das mal auf ein paar finnischen Festivals probiert, aber im Endeffekt ist das ohne Orchester nicht umzusetzen. Also heben wir uns dieses Album für spezielle Locations mit Orchester und so weiter auf... Wir wollen das Feeling des Albums nicht zerstören!


Zombie: Verständlich! Dann bin ich mal auf das Konzert mit Subway To Sally gespannt...


Kärtsy: Du solltest aber auch zu den Headliner-Shows kommen! Aber wir werden auch so unser bestes geben!


Zombie. Ich würde ja gern wenn ich könnte... Ok, das war`s, ich danke für das Interview und wünsche Euch viel Spaß auf der Tour und Dir noch einen schönen Abend!


Kärtsy: Danke! Dir auch! Byyyeeeeeeee...


Zombie. Bye bye!



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