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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit TYPE O NEGATIVE (07/03)

Veröffentlicht am Freitag 25 Juli 2003 03:04:27 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifVor dem Konzert im Stuttgarter LKA beantwortete ein etwas gelangweilt wirkender Johnny Kelly ein paar Fragen. Warum allerdings er als weder großartig ins Songwriting und schon gar nicht Texter das Interview gab, wusste er selber wohl auch nicht so recht…
Aber wenigstens einige der Antworten waren ganz brauchbar. Und immerhin gibt Johnny wohl auch nicvht so oft Interviews, was dem ganzen immerhin einen gewissen Seltenheitswert verleiht…

Zombie: Hi! Wie kommt es, dass Du das Interview gibst und nicht Pete (Steele – Bass / Vocals / Lyrics) oder Josh (Silver – Keyboards / Produktion)?

Johnny: Tja, ich glaube ich wurde eben dafür ausgewählt.

Zombie: Inwieweit bist Du eigentlich am Songwriting beteiligt?

Johnny: Naja, das ist mehr so eine Zusammenarbeit. Pete kommt mit einem Riff oder Lick daher, und die anderen steigen dann mit ein…

Zombie: Den Songcredits zufolge ist es aber nur Pete, der die Songs schreibt!?

Johnny: Ja, er kommt mit der Grundidee und schreibt alle Texte. Ich schreibe keine Texte.

Zombie: Das heißt jeder steuert seine Parts zu den Songs bei?

Johnny: Naja, jeder spielt eine Rolle.

Zombie: Wie würdest Du das neue Album beschreiben?

Johnny: Ähm… (überlegt) Es ist das was wir denken was Type O Negative ausmacht. Es hat ein bisschen mehr Tiefe. (Hier fehlt leider ein Satz, der durch den Krach, den die Roadies im Hintergrund machten leider unverständlich ist! – Anm. d. Verf.)

Zombie: Würdest Du zustimmen, dass es ein bisschen wie ein Best Of-TON-Album mit neuen Songs klingt? Denn es gibt einige Parts in den Songs, die sehr ähnlich schon auf anderen Alben zu finden waren…

Johnny: Ich würde es nicht als Best Of bezeichnen! Das ist ein natürlicher Prozess. Wir sind viel gereist und so weiter…

Zombie: Ich meinte auch: teilweise klingt es wie die besten Parts aus Type O-Songs, die zu neuen bzw. in neue Songs eingefügt wurden!

Johnny: Das ist das was wir mittlerweile sein sollten.

Zombie: Wie findest Du den Sound? Manchmal klingt er beinahe poppig…

Johnny: Ja, manchmal.

Zombie: Wolltet ihr das so?

Johnny: Wir wurden von so vielen Dingen beeinflusst. Vieles ergibt sich von selber. Manchmal klingt es eben wie Pop. Manches nach Doom. So war Type O Negative schon immer. Wir haben schon immer diverse musikalische Territorien betreten. Und das alles klingt wie Type O Negative.

Zombie: Hat es vielleicht auch etwas mit dem Alter zu tun?

Johnny: Wir waren noch nicht so alt, als wie „She Sets Me On Fire“ auf „Bloody Kisses“ machten, das ist auch poppig. Oder findest Du nicht?

Zombie: Doch. Das war es auch was ich mit Best Of und neuen Songs meinte… Denn es gibt diverse Parts, die so oder so ähnlich beispielsweise auch auf „Bloody Kisses“ waren.

Johnny: Ja, ich denke es gibt Parts auf „Life Is Killing Me“ die man leicht vergleichen kann mit „World Coming Down“. Das war nicht…na ja...es wirkt als ob Du sehr tief versuchst in das ganze einzudringen. Dabei ist es ganz einfach. Das ist auf was wir Lust hatten. Wenn die Musik geschrieben wird, ist sie eine Reflektion eines bestimmten Punktes, an dem wir gerade als Personen sind.

Zombie: Wie lange habt ihr für das Songwriting von „Life Is Killing Me“ gebraucht?

Johnny: Das erstreckte sich über ungefähr zweieinhalb Jahre, immer wieder über gewisse Perioden. Denn wenn wir im Studio sind, fangen wir an, unterbrechen dann mal wieder, machen etwas fertig… Als wir zu den Rehearsals ins Studio sind, hatte Pete nur ein paar Ideen, also wurden nur ein paar Songs fertig. Und das war bevor meine Tochter geboren wurde. Und die ist jetzt zweieinhalb. Und ich nahm eine Pause während den Rehearsals um bei meiner Familie zu sein. Und dann arbeiteten wir wieder etwas an den Songs, fingen mit anderen an, machten diese fertig, dann kamen wieder neue Songs dazu… Es war nicht so, dass alles auf einmal geschrieben wurde und dann aufgenommen.

Zombie: Gibt es Songs, wo man diese Unterbrechungen heraushören kann?

Johnny: Ähm…ich glaube „I Don`t Wanna Be Me“ war der letzte Song auf dem Album, der geschrieben wurde. „(We Were) Electrocute“ war auch einer der letzten… „The Dream Is Dead“ war der erste Song der geschrieben wurde.

Zombie: Ich hatte vermutet, dass „The Dream Is Dead“, „Life Is Killing Me“ und „I Don`t Wanna Be Me” klingen, als ob sie aus einem Prozess stammen würden!?

Johnny: „Life Is…“ und „The Dream Is Dead“ stammen tatsächlich aus der gleichen Zeit! Aber „I Don`t…“ nicht…

Zombie: Woher kam die Idee zu „Angry Inch“?

Johnny: Dem Coversong? Wenn Du den Film (wohl ein Punk/Glam-Stück über Tarnssexuelle was ich so mitbekommen habe… - Anm. d. Verf.) gesehen hast – ein großartiger Film – und Pete mochte den Film und sagte:“Ich möchte den Song covern!“. Das ist ein großartiger Film, eine großartige Story – und der Song rockt einfach!

Zombie: Wie groß sind die Punkeinflüsse für Type O Negative? Es gibt ja sehr viele Parts, die nicht nach typischem Punkrock klingen, aber dieses Punkrock-Feeling haben…

Johnny: Ja, das geht auch so in die Hardcore-Richtung, und Pete kommt ja aus der Ecke mit Carnivore. Und das erste Type O Negative-Album hat auch viel Hardcore-Feeling. Das ergibt sich immer von selber – wir stellen uns nicht hin und sagen:“Hey, lasst uns `nen Punkrock-Song machen!“. Pete wollte schon ein bisschen mehr in der Richtung machen, und „I Like Goils“ ging am Anfang auch nicht in diese Richtung, aber wir haben angefangen, ein bisschen herum zu experimentieren. Und dann wurde es eben etwas Hardcore-lastiger…

Zombie: Oft war auch zu lesen, dass man sehr viele Beatles-Einflüße hört. Würdest Du das unterschreiben?

Johnny: Klar! Wir wurden alle von den Beatles beeinflusst – Beatles und Black Sabbath. Jeder hat so seine eigenen Favoriten, aber auf diese beiden können sich alle vier einigen!

Zombie: Ist das vielleicht auch der Grund, dass „Life Is Killing Me“ durch die poppigen Parts manchmal etwas nach HIM klingt?

Johnny: Meinst Du jetzt die Einflüsse der Beatles?

Zombie: In gewisser Weise ja. Diese poppigen, Beatles-inspirierten Parts haben mich manchmal an HIM erinnert…

Johnny: Klar, das ist sicherlich richtig! Ich meine, Pete wurde von so vielen Dingen beeinflusst, da spielt die ganze Musik, die er hört mit! Zum Beispiel Duran Duran und sowas… Das verarbeitet er alles irgendwie, das ist nichts neues – und jetzt kommt es eben als neues Album heraus…

Zombie: Gibt es auch Songs oder spezielle Parts, die von dir geschrieben oder beeinflusst wurden?

Johnny: Ach…es gibt jetzt nicht s konkretes…klar, mal hier eine Drum-Line, oder man versucht etwas in eine bestimmte Richtung zu lenken. Das ist jetzt nichts wofür du Credits kriegst…du spielst deinen Part. Du spielst eine unterstützende Rolle – das ist es was ein Schlagzeuger macht!

Zombie: Das heißt Du musst mit Pete`s Ideen arbeiten bzw. seine Ideen verarbeiten, wirst aber nie erwähnt.

Johnny: Das ist nicht wichtig! Das ist absolut nicht wichtig. Warum sollte mir das etwas bedeuten – wenn ich Teil eines guten Songs bin, ist das alles was mich interessiert! Es interessiert mich nicht, dass mein Name irgendwo drauf steht… Wichtig ist nur, Teil eine guten Songs zu sein!

Zombie: Das heißt ihr müsst ein sehr gutes Bandklima haben!

Johnny: Ich glaube wenn das anders wäre, hätten wir in den letzten 14 Jahren etwas geändert. HAHAHA

Zombie: Inwieweit kannst Du Dich mit den Lyrics identifizieren?

Johnny: Mit manchen kann ich mich identifizieren, mit manchen nicht.

Zombie: Ok, reden wir über die mit denen Du Dich identifizieren kannst!

Johnny: Mit einem Song wie „Nelly“ kann ich mich identifizieren. Das würde ich auch meiner Mutter so sagen.

Zombie: Um was genau geht es?

Johnny: Naja, Pete`s Mum wird auch älter, und er will ihr eben so etwas sagen, was sie im bedeutet usw. bevor er nicht mehr die Möglichkeit dazu hat. Damit kann ich mich identifizieren…

Zombie: Womit noch?

Johnny: Naja, die ganzen Sachen über Beziehungen, die in die Brüche gehen, ich wurde auch schon von Homosexuellen angemacht… Aber das meiste sind ja Fantasie-Stories! Da war ich ja noch nie… Haha!

Zombie: Nächsten Samstag spielt ihr auf dem With Full Force (u. a. dadurch, ein defektes Dikiergerät und diverse andere Kleinigkeiten kommt das Interview erst jetzt…). Welche großen Festivals habt ihr sonst noch gespielt?

Johnny: Also auf dem WFF 1996 oder so, Graspop, Dynamo zweimal, in Österreich eines…

Zombie: Mögt ihr lieber Clubs wie diesen, die eher dieses dunkle Feeling haben oder lieber die großen Festivalbühnen?

Johnny: Egal. Das macht uns nichts aus. Hauptsache wir spielen… Es ist klasse hier zu sein!

Zombie: Dafür sieht man euch aber nicht all zu oft… (Anm.: Das LKA platzte an diesem Abend schier aus allen Nähten, im Publikum waren viele englisch oder französich sprechende Fans – also bestand offensichtlich rege Nachfrage, und vermutlich ein Großteil der Leut stammte nicht aus dem Großraum Stuttgart!)

Johnny: Ja, das ist jetzt auch nur ein Kurztrip, weil wir auf ein paar Festivals spielen, und da jetzt ein paar Tage Pause sind, spielen wir ein paar Gigs hier in Deutschland. Und wir fahren auch an Orte, wo wir zuvor noch nie waren.
Zombie: Werdet ihr auch noch eine ganze Tour spielen?

Johnny: Es gab Gespräche über eine Tour im Frühjahr…

Zombie: Ok, vielleicht sieht man sich da und hoffen wir auf eine gute Show heute abend! Danke für das Interview! Bye!

Johnny: Ich habe zu danken! Bye!

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