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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit TOTENMOND (30.3.04)

Veröffentlicht am Montag 19 April 2004 21:32:08 von endless_pain
phpnuke.gifNachdem ich schon das grandiose neue Album „Unter Knochen“ besprechen durfte und TOTENMOND schon immer zu meinen „Favourite Bands“ zählte, konnte ich das Angebot zum Interview natürlich nicht ausschlagen!







e_p: Es gibt wahrscheinlich noch ein paar Leute die Euch nur vom Namen her kennen. Kannst Du zum Anfang mal was über die Band erzählen?

Pazzer: Totenmond gibt es jetzt seit ungefähr 89/90. Wir sind zu dritt: S.P. Senz: Trommel, Senf: Bass, Pazzer: Stimme und Dreisaiter.

1996 kam das Debut-Album „Lichtbringer“
1997 „Väterchen Frost“
1998 „Fleischwald“
2000 „Reich in Rost“
2001 „Auf dem Mond ein Feuer“
2004 „Unter Knochen“ seit Februar im Handel

e_p: Das neue Album ist ja nun seit einiger Zeit auf dem Markt! Wie sind die Reaktionen bis jetzt ausgefallen?

Pazzer: Sehr unterschiedlich, aber im Großen und Ganzen kann die Plattenfirma sich zurücklehnen, wenn die Verkaufszahlen mit den Pressereaktionen konform gehen.

e_p: Im Vergleich zu ‚Reich in Rost’ ist das Album ja wieder etwas heftiger geworden. Wurde das bewusst gemacht, back to the roots sozusagen?

Pazzer: Glaube ich nicht. Wir lassen uns generell nur treiben und führen von unseren Instinkten und Gefühlen. Wir können auch gar nichts anderes.

e_p: Die CD klingt allgemein sehr rau ( ist jetzt nicht negativ gedacht). War das Absicht?

Pazzer: Ein bisschen schon. Ich gehöre zu denen, die denken, dass eine verzerrte oder runtergestimmte Gitarre noch lange keine Atmosphäre schaffen kann. Auch in Bezug auf Brutalität und Aggression. Da gehört schon ein wenig mehr dazu. Außerdem ist es keineswegs von Vorteil vier Wochen ein Album aufzunehmen, den guten alten Onkel Commodore als Schlagzeug-Mutant arbeiten zu lassen und das Ganze dann zwei Wochen lang abzumischen, dass auch ja alles in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Für mich muß harte Musik vor allem schmutzig sein. Man muss förmlich spüren, dass der Fliegendreck auf den Notenblättern mitgespielt wurde.

e_p: Was war der Grund, dass ihr 3 Jahre gebraucht habt um das neue Album zu veröffentlichen und was habt ihr die 3 Jahre über so gemacht.

Pazzer: Totenmond ist und bleibt ein Zeitvertreib für uns, vor allem dann wenn wir Langeweile haben. In den letzten 3 Jahren hatten wir nun mal weniger Langeweile und das ist alles.

e_p: Ich muss ehrlich zugeben, dass ich einen Grossteil eurer Texte nicht verstehe, bzw. im Fall von ‚Unter Knochen’ nicht zur Hand habe. Sie scheinen ja ziemlich metaphorisch zu sein. Über was genau geht’s in den Texten und inwieweit sind sie politisch geprägt?

Pazzer: „Unter Knochen“ ist, soweit ich mich erinnern kann, jetzt das einzigste Album, das nicht einen politischen Song beinhaltet. Das war auch so gewollt von Anfang an. Wir hatten das Gefühl, dass wir da mal raus und uns eine wenig Luft holen müssen. Nenn es von mir aus auch Resignation.

e_p: Die CD ‚Auf dem Mond ein Feuer’ ist ja ein reines Cover-Album. Wie seid ihr damals auf die Idee gekommen ein solches zu veröffentlichen, bzw. was war der Auslöser?

Pazzer: Das ist nicht ganz richtig, 3 Songs von „Auf dem Mond ein Feuer“-Album sind von uns. Einen Auslöser gab es nicht, zumindest nicht für mich. Mir erschien es damals eine coole Sache, den Punk so zu zeigen, wie wir ihn sehen: Hart und kompromisslos. Zumal mir die Songs und die Bands alle sehr ans Herz gewachsen sind und somit auch ein Einfluß in Bezug auf Totenmond sind und nach aller Wahrscheinlichkeit immer sein werden.

e_p: Kann man neben Carnivore auch die Bands von denen die Songs im Original sind zu euren Einflüssen zählen?

Pazzer: Wie gesagt. Bands wie Slime, Razzia, EA80, Chaos Z usw. zählen absolut zu den Haupteinflüssen, vielleicht noch gepaart mit Musik von Bands wie Eisenvater, Element of Crime, Einstürzende Neubauten, Brözmann.

e_p: Ist zum neuen Album eine Tour geplant, oder werden nur vereinzelte Shows gespielt?

Pazzer: Nur vereinzelt. Da mal am Wochenende, hier mal auf Festivals. Übrigens spielen wir dieses Jahr auf dem FUCK THE COMMERCE-Festival.

e_p: Muss man in Zukunft wieder länger auf Werke von TOTENMOND warten, oder geht’s wieder so flott wie zur Anfangszeit der Band?

Pazzer: Keine Ahnung, wir lassen uns nicht hetzen. Wer weiß, vielleicht kommt auch gar keine mehr. Kommt ganz auf unsere Langeweile an.

e_p: Was wünscht ihr euch für eure Zukunft, bzw. wie seht ihr sie?

Pazzer: Was Totenmond angeht sind wir wunschlos glücklich

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