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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit S.I.N. --März 04--

Veröffentlicht am Freitag 12 März 2004 00:03:37 von zombie_gecko
phpnuke.gifDrummer Alex beantwortet Fragen zum ersten und zum zweiten Album, und warum das suchen englischer Sänger in Australien nicht zu Herz-Schmerz führen muß…






Zombie: Glückwunsch zum Debüt! In Japan laufen die Verkäufe ja recht ordentlich wie ihr auf eurer Homepage vermeldet, in einem Internetmagazin habt Ihr Euch lange auf Platz eins der Lesercharts gehalten - wie sind sonst so die Reaktionen auf Euer Album?


Alex: Durchweg positiv würde ich jetzt sagen. Also wir bekommen mehr oder weniger täglich Emails aus der ganzen Welt, wie sehr den Leuten unser Album gefällt. Vor allem in den Internetmagazinen sind wir wie von dir erwähnt recht hoch gehandelt worden. Wir sind ja im selben Monat wie z.B. Harem Scarem erschienen, die für uns schon irgendwie "Helden des Melodicrock" sind. Und wenn wir dann sogar teilweise bessere Reviews bekommen, dann läuft einem das schon runter wie Vl. Manche Schreiberlinge haben aber auch durchblicken lassen, dass das Album ein wenig mehr Härte hätte vertragen können. Im großen und ganzen können wir mit den erhaltenen Reaktionen aber durchweg zufrieden sein.


Zombie: Wie lange macht Ihr eigentlich schon Musik - rein optisch liegt Ihr doch ein paar Jährchen auseinander, aber das Album klingt sehr ausgereift!


Alex: Danke. In der Tat, da liegen schon einige Jahre zwischen uns. unsere beiden Gitarristen Deddy und Frank sind 34 bzw. 29 Jahre alt. Die beiden machen schon seit Urzeiten zusammen Musik, und waren auch schon vor S.I.N. in diversen Bands. Das müssten jetzt bald 15 Jahre sein, dass die zusammen spielen. Ich bin 25 Jahre alt, spiele seit knapp 18 Jahren Schlagzeug. Seit 1999 bin ich bei Frank und Deddy dabei. Damals hießen wir noch FOREVER. Jason, der Sänger, ist 32, und seit mittlerweile 3 Jahren im Boot. Und ganz frisch da bei ist unsere neue Bassistin Ouzo. Sie ist 21 Jahre jung.


Zombie: Wie kam es denn zu der Zusammenarbeit mit eurem Sänger Jason Marks? Schließlich ist England nicht gerade um die Ecke...


Alex: Als wir damals mit FOREVER einen ersten Deal an Land ziehen konnten, waren wir auf der Suche nach einem neuen Sänger. Wir haben also verschiedenste Internetportale usw. gebeten für uns zu posten, dass sich ein potentieller Sänger doch bitte bei uns melden soll. Jason hat die Anzeige auf einer australischen Seite entdeckt, und sich bei uns gemeldet. Zunächst waren wir da zugegebenermaßen doch ein wenig skeptisch. Er hat dann eine Promodisc geschickt, die uns buchstäblich umgehauen hat. Wir haben mit ihm telefoniert, und zwei Wochen später stand er zum ersten mal bei uns im Proberaum. Trotz der großen Distanz hat sich da aber auch eine echte Freundschaft zwischen uns entwickeln können. Er ist nicht nur unser Sänger, sondern auch einwirklich guter Freund geworden. Er passt sowohl musikalisch als auch menschlich zu 200% in das Bandgefüge hinein. Besser hätte es kaum laufen können.


Zombie: Wie funktioniert bei Euch das Schreiben der Songs? Wöchentliche Proben - zumindest mit Jason - dürften ja kaum möglich sein, Live-Konzerte dürften ebenfalls problematisch werden...


Alex: Das Songwriting geht bei uns recht unkompliziert von der Hand. Deddy kommt mit einem mehr oder weniger fertigen Song in die Probe. Der wird meistens zu 80 % so übernommen wie er ihn anbringt. Kleinigkeiten an den Übergängen werden diskutiert, geändert, wieder verworfen... wir arrangieren dann nur noch. Das meiste Kopfweh bereiten uns immer die Endings. Die werden pro Song dutzendfach ausgetauscht, haha. Von diesen fertigen Songs bekommt Jason dann eine Aufnahme, zu der er sich Melodie und Text überlegt. In manchen Fällen ist aber auch das schon fertig gemacht. Kommt eben auf den jeweiligen Song an. Diverse Songs stammen aber auch von Jay, der im übrigen auch kein schlechter Gitarrist ist. Wenn er hier ist, was so ungefähr alle 6 Wochen der Fall ist, stellt er uns ein paar Riffs und Chorusmelodie vor, und wir basteln bis zu seinem nächsten Aufenthalt einen fertigen Song daraus.


Zombie: "Somewhere Into Nowhere" dreht sich ja rein um die Herz-Schmerz-Problematik - um das mal vereinfacht auszudrücken - inzwischen arbeitet Ihr schon am Nachfolger. Soll sich da irgend etwas ändern? Eigentlich der einzige Kritikpunkt meinerseits an Eurem Album ist die mir etwas fehlende Abwechslung. Ich persönlich würde mir manchmal wünschen, ihr würdet gelegentlich auch mal etwas das Tempo anziehen - einfach um den Hörer nicht "einzulullen"... Da würde es sich doch anbieten, auch mal die Texte zu verändern!?


Alex: Da muss ich jetzt aber widersprechen! Klar es stimmt, dass sich die meisten Songs um Beziehungen und die Liebe drehen, aber rein Herz-Schmerz sehe ich da ein bisschen übertrieben.
Nimm z.B. den Opener „Crucified“. Da geht es darum, dass man manchmal einfach in irgendwas hineingezogen wird ohne es zu wollen und ohne was dafür zu können. Oder man ertappt sich dabei etwas zu tun, was man nie von sich gedacht hätte. Oder der Titeltrack "Somewhere Into Nowhere". Zu dem Zeitpunkt waren wir gerade am Umbruch zwischen Forever und S.I.N. wir wussten nicht wo es hingeht mit uns, waren in gewisser weise ziellos, aber nicht ohne Hoffnung.
Und die Ballade "A New Tomorrow" hat mit Herz-Schmerz auch nicht viel zu tun. Wir behandeln hier das Thema, das eine Freundin von uns schwer krank ist, und wollen ihr und allen kranken Menschen damit Hoffnung machen, dass es immer weitergeht irgendwie, und das es immer einen nächsten Tag geben wird.
"Freefalling" hat auch nichts mit der Liebe zu tun, der Song ist eigentlich ein Mischung aus Hilfeschrei und Gebet. Menschen werden Opfer ihrer Umstände, kommen in Situationen wo man sich fragt und zweifelt, ob es in dieser Welt noch einen Platz für die Gerechtigkeit gibt.
"I know" wäre das nächste Beispiel. Der Song fordert dazu auf, sich selbstkritisch zu betrachten und sich seinen Ängsten zu stellen und bereit dazu zu sein sich zu ändern ... man kann das nur schaffen, wenn man bestimmte Dinge erkannt hat und weiß.

Allerdings möchten wir es mit der nächste Scheibe schaffen, das thematische Spektrum der Lyrics noch deutlich breiter zu machen wie beim jetzigen Output. Aber eine Herz-Schmerz-Ballade wirst du auch auf diesem Album finden… HAHAHA


Zombie: Stichwort neue Platte - wann und was kann man das gute Stück erwarten und was kannst Du schon darüber verraten?


Alex: Also wir sind mitten in der Produktion. Die Drums sind fast fertig, teilweise haben wir schon mit Bass und Gitarren begonnen. Geplant ist von unserer Seite her, wieder im Herbst zu veröffentlichen, allerdings ist da mit dem Label noch nichts genaues vereinbart, und auch wissen wir nicht wie lange wir wirklich brauchen. Leider können wir von der Musik die wir machen nicht leben, müssen alle unseren normalen Jobs nachgehen, und da nehmen wir dann eben abends nach Feierabend auf. Das ist teilweise ganz schön Kraft zehrend, vor allem für Frank, der die Produktion technisch umsetzt. Geplant ist aber wieder der Herbst.
Und was man vom Album erwarten kann? Nun, da will ich in der Tat noch nicht zu viel verraten, aber wir haben uns die Kritiken zu Herzen genommen, uns überlegt was wir davon umsetzen können und wollen. Ich glaube, dass uns das gut gelingen wird. Geh aber davon aus, daß sie deutlich mehr krachen wird.


Zombie: Ebenfalls neu ist Eure Frau am Bass - kannst Du die kurz vorstellen? Und darf man aus der Tatsache, daß Ihr die Band komplettiert habt auf vermehrte Live-Aktivitäten tippen?


Alex: Wie schon erwähnt wurde der Kontakt zu Ouzo über einen gemeinsamen Bekannten hergestellt. Sie ist 21 Jahre jung, und wohnt auch in der Nähe von Pforzheim. Dort macht sie gerade ein Praktikum im Bereich Veranstaltungstechnik. Eigentlich waren wir gerade gar nicht auf der Suche nach einem Bassisten bzw. einer Bassistin. Wir waren in den Vorbereitungen für`s neue Album, und wollten nicht auch noch jemanden neu einlernen müssen. Wir haben uns aber dennoch mit ihr getroffen, kann ja nicht schaden. Auf jeden Fall kam Ouzo vorbei, wir haben ein bisschen gejamt und gleich gemerkt dass das passt. Die Chemie hat gestimmt, ihr Spiel ist sehr sauber und präzise, und sie hat sich manche doch komplizierte Songstruktur nach nur 2 oder 3 Durchgängen voll behalten können. Und jetzt sind wir glücklich endlich komplett zu sein!

Und auch was die Live-Aktivitäten betrifft hoffen wir jetzt mehr reisen zu können. Klar spielt da immer noch der Fakt mit, dass unser Sänger in England lebt. Aber jetzt können wir das endlich mal forciert angehen, und wir hoffen zum Release des zweiten Albums auch ein paar Gigs spielen zu können. Wir wollen halt raus auf die Bühne und freuen uns schon darauf unser Material Live zu präsentieren.


Zombie: Dann wünsche ich Euch viel Erfolg - auf das Ihr nicht nur "Big In Japan" seid - und viel Spaß beim Aufnehmen der neuen Scheibe! Und danke für das Beantworten der Fragen!!!


Alex: Ich habe zu danke!

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