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Interview: Interview mit LAY DOWN ROTTEN (02/04)

Veröffentlicht am Montag 23 Februar 2004 15:42:35 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifBasser Uwe beantwortete anlässlich des herrlich nach Old School Death Metal klingenden Debüts „Paralyzed By Fear“ einige Fragen – und kündigt schon das nächste Album an...




Ins Leben gerufen wurden Lay Down Rotten 1999 – ursprünglich als Soloprojekt von Sänger / Gitarrist Daniel Jakobi. Selbiger spielte damals noch Bass bei einer Power Metal-Band, was den Fan von Old School Death Metal aber nicht wirklich zufrieden stellte. Also besorgte er sich ein Aufnahmegerät, arbeitete den ersten Song aus und spielte diesen befreundeten Musikern vor. Denen gefiel das Material, Timo Claas (Drums), Johannes Pitz (Bass) und Daniel „Mini“ Benner (Gitarre) beschlossen an Bord zu kommen und Lay Down Rotten waren eine vollständige Band.
Im November 2000 nahm man dann vier Songs für das erste Demo „Colder As Cold“ auf, von dem etwa 250 Exemplare im Freundeskreis und auf Konzerten unters Volk gebracht wurden. Nachdem man etliche Gigs mit regional etablierten Bands gespielt hatte, nahm man im Juli 2001 das zweite Demo „Way Of Weakness“ auf, welches wiederum in Eigenregie in etwa vier Monaten aufgenommen wurde. Dieses Mal verteilte man das inzwischen ebenfalls ausverkaufte Demo (inkl. Des dazugehörigen Merchandises) an etwa 300 Abnehmer.
Nachdem Johannes Pitz aus beruflichen Gründen die Band verlassen hatte und mit Uwe Kilian ein neuer Mann am Tieftöner zu Gange war, nutzte man das Jahr 2002, um fleißig Songs zu schreiben. Von denen fanden dann 10 Platz auf dem nach Überwindung des finanziellen Engpasses selbst finanzierten und im April 2003 innerhalb von 2 Wochen aufgenommenen Debüts „Paralyzed By Fear“. Mit diesem im Gepäck klopfte man dann bei diversen Plattenfirmen an – womit wir auch gleich ins Interview einsteigen:


Zombie: Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Debüt! Geniales Scheibchen habt ihr da abgeliefert! Wie kam es zum Deal bzw. zur Veröffentlichung des Debüts?


Uwe: Eigentlich war das nicht wirklich schwer mit dem Deal. Seit wir das „Way Of Weakness“-Demo draußen hatten, waren wir immer wieder mehr oder weniger mit dem Chris von Remission Rec. in Kontakt.
Nachdem wir dann die neue Scheibe in Eigenregie aufgenommen hatten, haben wir im den Rough-Mix zugeschickt. Dann haben wir uns mal kurz getroffen und alles war geritzt. So leicht hatten wir uns das eigentlich gar nicht vorgestellt...


Aufgrund des starken Materials kein Wunder, daß man schnell einen Abnehmer fand – schließlich dürfte allen Fans von Death Metal, wie er Anfang der Neunziger üblich war, das eine oder andere Freudentränchen ins Auge schießen! Und erfreulicherweise hört man nicht nur Einflüße einer bestimmten Sparte dieses Genres im Sound von Lay Down Rotten. Uwe auf die Frage, welche Bands Lay Down Rotten beeinflußt haben angesichts der Tatsache, daß man Anleihen an fast jede in diesem Genre jemals relevante Band im Sound von Lay Down Rotten finden kann:
„Es gibt natürlich Bands die einen beeinflussen - ob man will oder nicht. Bei mir sind das hauptsächlich so Schweden-Death-Dinger wie AT THE GATES und alte DARK TRANQUILLITY. Bei unserem "Mini" eher Old School Death-Sachen wie alte BOLT THROWER und ENTOMBED. Bei unserem Grossen Daniel steht wahrscheinlich EDGE OF SANITY ganz oben und bei Timo sind das eher Blastbeat Sachen. Wir versuchen halt das alles irgendwie zusammenzuwerfen und einen Mix aus all dem hinzukriegen. Das man da nix wirklich Neues hinbekommt ist wohl klar. Aber wir versuchen unser bestes!


Da Lay Down Rotten trotz jeder Menge Querverweise sehr eigenständig klingen, stellt sich natürlich die Frage, wie viele Parts schon in die Tonne gekloppt wurden, weil sie zu sehr nach Band XY klangen:“Das gab´s natürlich auch schon mal. Allerdings nicht sehr oft. Wir versuchen ja schon nicht zu sehr nach irgendwas zu klingen, aber das ist manchmal wirklich etwas schwer bei dem was uns gefällt und was wir machen. Da bleibt es leider nicht aus das jemand sagt: "Das hab ich aber irgendwo schonmal gehört".“


Vom fast balladesken „Cheyn Stok`sche“ (in Erinnerung an Daniel`s verstorbenen Opa) mal abgesehen zocken Lay Down Rotten reinrassigen Death Metal. Da liegt die Vermutung nahe, daß alles was nicht nach Death Metal klingt keine Chancen hat weiterverfolgt zu werden – was Uwe aber zumindest nicht ganz ausschließen will:“Das wir uns selber Limits in dieser Form setzen kann ich so nicht sagen. Aber ich denke von uns käme auch niemand auf die Idee eine reine Ballade zu schreiben. Andererseits versuchen wir schon hier und da etwas Abwechslung in das ganze zu bringen.“


Außerdem stellt sich natürlich die Frage, inwiefern Lay Down Rotten das persönliche Baby von Gründer Daniel Jakobi sind. Die Tatsache, daß für die Musik alle Bandmitglieder zuständig sind (die Texte stammen komplett von Daniel Jakobi) und der als letztes an Bord gekommene das Interview übernimmt, lässt darauf schließen, daß man es mit einer „richtigen“ Band zu tun hat – was Uwe auch bestätigt:“Hehe, das ich das Interview mache liegt wohl grössten Teils daran das der Daniel zur Zeit verhindert ist. Und auch wenn das ganze als "Soloprojekt" vom Daniel J. angefangen hat, kann man mittlerweile doch sagen das wir eine demokratische Band sind wo sich jeder einbringen und auslassen kann.“
Auf die Frage, was es mit dem Bandnamen auf sich hat, hat der Basser eine denkbar einfache Antwort parat:“Keine Ahnung, das war vor meiner Zeit. Aber das ist wohl dem Daniel irgendwann mal im Suff so eingefallen und als er´s am nächsten Morgen noch nicht vergessen hatte fand er das es ja recht einprägsam ist...oder so...“.


Da man Ende des Jahres bereits den nächsten Longplayer am Start haben will, wollte ich natürlich wissen, ob aufgrund der Verzögerung des letzten Studioaufenthaltes noch Songs übrig waren, die auf dem Nachfolger von „Paralyzed By Fear“ verbraten wurden. "Altlasten" gibt´s keine mehr, das heißt alle Songs sind nach den Aufnahmen zu "Paralyzed ..." entstanden. Grosse Veränderungen gibt´s eigentlich aber auch nicht.“


Bliebe zum Abschluß noch die Frage, ob man das Ende Oktober letzten Jahres erschienene Album noch betouren will oder wartet, bis der Nachfolger in trockenen Tüchern ist um für diesen gleich mit Werbung zu machen:“Zur Zeit sind wir dabei zusammen mit Meatknife, Gorezone und Fleshgore eine kleine Tour für Anfang April zu planen. Es stehen aber noch nicht alle Termine fest. Aber bis jetzt sieht das schon ganz vielversprechend aus.“


Dann heißt es zum Abschluß Danke für das Beantworten der Fragen sagen und hoffen, daß man auch in hiesigen Breitengraden auf ein Konzert vorbeikommt...

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