Artikel Bewertung

Punkte im Schnitt: 0
Stimmen: 0

Bewerten Sie doch diesen Artikel:

star_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png


Suche

Ihre Suchbegriffe:
Verknüpfung der Suchbegriffe:

Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit HYPOCRISY - April 2004

Bisher keine Wertungen

Veröffentlicht am Mittwoch 21 April 2004 20:03:03 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifIm vierten Anlauf klappte es endlich Hypocrisy-Mastermind Peter Tägtgren zum aktuellen und zum nächsten Album zu befragen.





Nachdem diverse Versuche auf Konzerten aus wie auch immer gearteten Gründen fehlschlugen, klingelte der sympathische und gut gelaunte Hans-Dampf-in-allen-Gassen eines Abends durch um ein wenig über Vergangenheit und Zukunft im Hause Hypocrisy zu plaudern...


Zombie: Hallo?


Peter: Hi, hier ist Peter! Wie geht`s?


Zombie: Gut, danke – und selber?


Peter: Super!


Zombie: Freut mich! Kommt jetzt zwar etwas verspätet, aber herzlichen Glückwunsch zu „The Arrival“ und natürlich auch zum großartigen Konzert auf der NoMercy-Tour!


Peter: Danke danke!


Zombie: Was war der Grund, daß ihr auf „The Arrival“ wieder in die Richtung der älteren Platten zurückgegangen seid und wieder wesentlich Death Metal-lastiger zu Werke gegangen seid?


Peter: Naja, in den Neunzigern haben wir den typischen Hypocrisy-Stil von „The Fourth Dimension“ bis zum selbstebetitelten Album etabliert, und dann wollten wir auf „Into The Abyss“ und natürlich „Catch 22“ etwas anderes machen – einfach mal was neues ausprobieren. Und jetzt sind wir auf dem neuen Album einfach zu unserem alten Stil zurückgekehrt...


Zombie: Würdest Du in der Zwischenzeit sagen, es war ein Fehler das Material von „Catch 22“ unter dem Namen Hypocrisy zu veröffentlichen? Das es besser gewesen wäre, es für Pain oder so zu verwenden!?


Peter: Nein, nicht wirklich! Man muß einfach verschiedene Sachen ausprobieren, und manches funktioniert, manches nicht! Und das muß man eben herausfinden...


Zombie: Klar – aber glaubst Du nicht, daß die Fans, die ein Hypocrisy-Album kaufen auch den typischen Hypocrisy-Sound wollen?


Peter: Schon – aber wie lange...


Zombie: Keine Ahnung – aber ich denke das neue Album ist sehr gut angekommen!


Peter: Ja, das stimmt natürlich! Aber ich denke wenn wir das immer so weitermachen, wird es vielleicht auch für die Fans langweilig – und natürlich auch für uns. Und jetzt war es an der Zeit, einen Schritt zurück zu machen und den Sound weiter zu entwickeln. Ich weiß nicht, was gewesen wäre wenn wir fünf Jahre so weiter gemacht hätten – keine Ahnung! Aber es war erfrischend zwei so unterschiedliche Alben zu machen!


Zombie: Auf irgendwelche Zukunftspläne wollte ich später eh noch kommen, aber noch eine Frage zu „The Arrival“: ihr habt diverse Texte von Dan Swanö verwendet – wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?


Peter: Naja, wir wollten schon immer mal was zusammen machen, aber wir sind beide immer sehr beschäftigt wie Du weißt... Und jetzt habe ich ihn gefragt, ob er Lust hätte ein paar Texte zu schreiben, er hat sich mit dem Material befaßt und einige Texte verfaßt. Und es war klasse mal mit jemandem anderen die Texte zu machen, aber das wird sicher nicht die Regel werden...


Zombie: Als Ihr auf den NoMercy-Festivals gespielt habt, wart Ihr wesentlich aggressiver als die vier- oder fünfmal als ich Euch vorher gesehen habe. Würdest Du sagen das ist nur möglich weil Lars die Band verlassen hat und Horgh in die Band gekommen ist?


Peter: Kann gut sein...wir können jetzt mehr machen. Er ist ein hervorragender Drummer. Und vielleicht hatten wir das im Hinterkopf, als wir die Setlist zusammengestellt haben. Außerdem war es Zeit, die Setlist mal etwas umzustellen. Wir haben „Pleasure Of Molestation“, „The Fourth Dimension“ und so weiter so lange gespielt, daß wir gesagt haben wir machen mal was anderes von den Alben. Also haben wir die Fans auf der Webseite gefragt, was sie hören wollen und haben davon eine Menge ausgewählt.


Zombie: Und wie steht`s mit dem nächsten Hypocrisy-Album? Ich habe gehört Du hättest schon einiges fertig. Kann es sein, daß auch das nächste Album aggressiver wird, dadurch das Horgh in die Band gekommen ist?


Peter: Das vielleicht nicht, aber wir haben auf jeden Fall die Möglichkeit, wesentlich aggressivere Songs zu machen! Ob das so sein wird weiß ich noch nicht, denn wir haben bis jetzt noch gar nichts fertig, da wir ja permanent auf Tour waren. Ich habe ein paar Ideen im Kopf, die in diese Richtung gehen...aber es ist noch nichts definitives verfasst!


Zombie: Und wie sehen diese Ideen ungefähr aus?


Peter: Ich glaube das neue Material wird etwas schneller sein als „The Arrival“. Aber bis dahin kann noch viel passieren...hahaha!


Zombie: Inwieweit glaubst Du wird Horgh sich am Songwriting zum neuen Album beteiligen?


Peter: Rhythmisch wird er sicher eine Menge einbringen mit seiner ganzen technischen Finesse, aber ich weiß nicht ob und wie gut er Gitarre spielen kann. Abbath hat immer die Musik geschrieben und Horgh den Rhythmus dazu gemacht. Aber er kann letztendlich machen was er will, ich werde ihm sicher nicht vorschreiben, wie er etwas zu spielen hat!


Zombie: Können wir nach dem nächsten Album – wann auch immer das erscheint – mit einer Headlinertour von Hypocrisy rechnen? Ich denke viele Leute gerade hier in Deutschland würden sich darüber sehr freuen, da Ihr dann viel mehr Spielzeit hättet...


Peter: Ja, ich denke beim nächsten Album ist die Zeit reif für eine Headlinertour – mit speziellen Lichteffekten und so weiter...


Zombie: Wird`s dann „Penetralia“ auch mal wieder in der kompletten Version live geben?


Peter: Klar! Auf den bisherigen Touren hatten wir immer nur so kurze Spielzeiten und wollten von jedem Album einen Track spielen, da mussten wir halt etwas kürzen. Aber wenn uns die Leute eineinhalb oder zwei Stunden sehen wollen – kein Problem!


Zombie: Um in diesem Zusammenhang nochmal auf „Catch 22“ zu sprechen zu kommen: galubst Du wenn Ihr „The Arrival“ statt „Catch 22“ aufgenommen hättet und diesen Stil beibehalten hättet, daß Ihr jetzt schon als Headliner spielen würdet? Ich denke mit „Catch 22“ habt Ihr einige Leute etwas verprellt oder auch Fans verloren, die nicht mehr wußten, was sie von Hypocrisy halten sollen...


Peter: Keine Ahnung...das ist natürlich Spekulation... Wie ich schon gesagt habe: wir mußten tun, was wir tun mußten. Für uns war und ist es wichtig, daß wir machen können was wir wollen, ohne den Zwang zu haben diesen und jenen Track aufzunehmen.


Zombie: Du kannst also für die Zukunft nicht sagen, daß Ihr den typischen Hypocrisy-Stil spielen werdet, um den Fans das zu geben was sie wollen!?


Peter: Nein, denn zuerst einmal müssen wir uns zufrieden stellen – und dann erst die Fans! Aber bevor wir etwas veröffentlichen, sind wir der Meinung, daß es das Richtige ist. Wenn wir der Meinung wären, es ist langweilig oder wir glauben nicht daran, würde es ja auch keinen Sinn machen es zu veröffentlichen. Es muß etwas frisches sein...


Zombie: A propos frisch – nach „The Final Chapter“ wolltest Du das Kapitel Hypocrisy schließen, um nur noch zu produzieren und so weiter. Was denkst Du jetzt sieben Jahre später über die Entscheidung, mit Hypocrisy weiter zu machen?


Peter: Das ganze Chaos war ein guter Lernprozess, aber es hat viel gebracht, deshalb sind wir noch da.


Zombie: Und wie steht`s mit irgendwelchen Nebenprojekten – vor ungefähr zwei Jahren hast Du gesagt, daß Du nicht mehr so viele Bands produzieren willst. Was ist für die Zukunft geplant?


Peter: Weiß ich noch nicht genau. Erst mal werde ich das Pain-Album fertig machen, dann mache ich die Vocals auf dem nächsten Bloodbath-Album...und dann mal sehen... Von den letzten 26 Wochen waren wir 20 unterwegs – das war schon tierisch hektisch! Zwei Touren in den USA, zwei in Amerika – und jetzt werde ich wohl erst mal ins Studio gehen und ein paar Bands produzieren.


Zombie: Brauchst Du eigentlich irgendwann mal Zeit um Dich zu entspannen? Es sieht aus als würdest Du eine Platte aufnehmen, auf Tour gehen, diverse Projekte machen, du hast auf dem Kataklysm-Album einige Parts, gesungen Bands produzieren und alles wieder von vorne! Woher nimmst Du die Energie?


Peter: Musik! Sie ist mein Leben! Das Kataklysm-Ding habe ich gemacht als wir auf Tour waren, die haben mich abgeholt, wir sind ins Studio und haben das aufgenommen. Für aussenstehende mag das alles hektisch wirken, aber ich finde das alles ganz relaxt…


Zombie: Du hast erwähnt das Pain-Album wäre schon fertig – kannst Du uns dazu noch etwas sagen?


Peter: Tja, das wartet darauf das jemand den Arsch hoch bekommt damit ich einen Vertrag unterschreiben kann! Ich habe mich 18 Monate mit den Plattenfirmen rumverhandelt, und das war alles sehr chaotisch. Das Album sollte schon ein Jahr draußen sein. Aber da nichts weiter ging, habe ich das Album erst mal zurückgestellt, um mich um Hypocrisy zu kümmern… Sobald der Deal unterzeichnet ist, ist das Album eine Woche später fertig!


Zombie: Ok – dann bedanke ich mich für das Interview und wir hören uns anlässlich des neuen Albums wieder! Schönen Abend noch und alles gute!


Peter: Danke Dir auch! Bye!

Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind noch keine Kommentare vorhanden, Sie können der Erste sein.
Schreibe jetzt einen weiteren Kommentar!