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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit GREENFLY

Veröffentlicht am Sonntag 14 September 2003 18:08:59 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifBasser Ramon der spanischen Deather beantwortete einige Frage zur Feier des Debüts –welches satte elf Jahre nach Bandgründung nun endlich das Licht der Welt erblickte!



Bereits 1992 fing man an, Death Metal mit Grindcore-Elementen zu mischen Mittlerweile sind Schlagzeuger Dani und Basser Ramon die einzigen verbliebenen Gründungsmitglieder – die nebenbei auch noch bei Haemorraghe dem Krach frönen. 1994 nahm man dan zwar das erste Demo auf, allerdings erntete man nur verhaltene Kritiken, und interne Querelen sorgten dann dafür, dass Greenfly sich erst einmal praktisch auflösten und auf Eis lagen. Das sollte aber nicht so bleiben, und so belebte die Rhythmus-Fraktion die Schmeißfliege nach einigen Jährchen wieder. Ramon schnallte sich nun auch die Gitarre um, und mit Monzon fand man den passenden Sänger. Kurze Zeit später nahm Climber, Gitarrist der Deathcoreband Machetazos, den Posten des zweiten Gitarristen ein. Nun war es an der Zeit, das alte Material zu überarbeiten und gleichzeitig neue Songs zu schreiben. (Inzwischen hat Monzon die Band allerdings verlassen und wurde durch den Shouter von Gruesome Stuff Relish ersetzt. Außerdem konnte man noch Klampfer Gonzalo der Hardcorler Vervs verpflichten.)
Und das Ergebnis hat inzwischen via Morbid Records unter dem Titel „Hidden Pleasures Of A None Existent Reality“ das Licht der Welt erblickt. Sämtliche Songs wurden unüberhörbar von diversen Bands beeinflusst – was auch Ramon nicht abstreitet:“Es wäre idiotisch, das zu leugnen! Es ist ja nicht schwer zu bemerken, dass wir von Bands wie Death, Dismember, Bolt Thrower, Entombed usw. beeinflusst wurden – schließlich sind wir mit diesen Bands aufgewachsen! Aber neben diesen alten Death Metal-Bands haben auch die alten Grind-Bands ihre Spuren hinterlassen – als da wären Bands wie Carcass, Terrorizer, Napalm Death, Impetigo, General Surgery...dazu noch Crossover / Hardcore-Bands wie D.R.I., Agnostic Front, Crumbsuckers, Excel... Und mich selber auch noch The Gathering, Pink Floyd, Judas Priest oder Anathema!“.
Wer nun nach einem Konzept Marke Bolt Thrower oder Carcass sucht, der wird kaum fündig werden. Der Band-Name war ganz einfach das Egebnis der Suche nach etwas, was „einfach und ekelhaft klingt“ – und so kam Drummer Dani eben mit Greenfly um`s Eck. In so fern passend, denn wer würde dem Tieftöner widersprechen bei seiner Ansicht, dass man sich „nichts ekelhafteres vorstellen konnte, als eine Schmeißfliege!“. Ganz im Gegensatz zum namensgebenden Insekt gibt man sich allerdings nicht so einfach mit jedem Scheiß zufrieden – und so ist „Hidden Pleasures...“ „unsere Meinung über die verdammte Menschheit und auch soziale Kritik“. Doch man beschränkt sich nicht nur darauf – wie der Song „Crossbreaker“ beweist. „Richtig, der Song handelt von Religionen! Denn wir denken, dass Religionen irgendein Deck sind, der den Leuten das Gehirn aus dem Kopf saugt! Wir wollten einen Song machen, der den Leuten das wahre Gesicht der Religion zeigt. Wir lassen uns von so einem Mist nicht beeindrucken!“.
Wer nun denkt, Greenfly würden die Gunst der Stunde nutzen, und die momentan leicht vorhandene Death Metal-Renaissance nutzen, der irrt. Obwohl der Schluß nahe läge – schließlich sind alle Bandmitglieder auch in anderen Bands tätig und haben teilweise sogar ihre eigenen Labels laufen. Doch nichts desto trotz ist Greenfly nicht nur ein Nebenprojekt! „Greenfly ist eine richtige Band für uns! Wir lieben Musik zu machen und in verschiedenen Bands zu spielen! Wir mögen eigentlich alles, was mit Musik zu tun hat – außer wenn Musik nur noch ein Geschäft ist! Darauf haben wir nämlich überhaupt keine Lust! Und ich bin verdammt froh darüber, dass ich die Zeit dazu habe!“
Weniger verwundert als ich zeigte sich Ramon über die Tatsache, dass inzwischen auch einige Todesblei-Scheiben aus Ländern wie Spanien oder Italien in unseren Regalen stehen – Ländern, die hier zu Lande eher als Hochburgen für Power- und Melodic Metal bekannt sind. „Ich denke es gab schon immer Death Metal-Bands in diesen Ländern – der Unterschied ist nur, dass sich die Qualität in letzter Zeit deutlich verbessert hat! Und das ist vermutlich auch der Grund dafür, dass diese Bands jetzt in der ganzen Welt etwas bekannter werden. Allerdings glaube ich nicht, dass das die spanischen Fans sonderlich interessieren wird! Es gibt eine Menge gute Bands hier, aber praktisch keine Unterstützung durch die Fans!“
Um nicht nur eine Duftmarke zu setzen, sondern nach Möglichkeit langfristig einen Fuß in die Tür des internationalen Metal-Marktes zu bekommen, will man hiesige Gefilde nach Möglichkeit auch live beackern. Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht, „Klar, darüber reden wir natürlich mit Morbid Records – aber es gibt noch keine konkreten Pläne. Vermutlich im nächsten Winter – aber das werden wir sehen...“
Dem ist nichts hinzu zu fügen – wenn die Spanier live so viel Spaß machen wie ihr mit Zitaten vollgestopftes Album, sollten Hartwurst-Fanatiker sich Greenfly nicht entgehen lassen!

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