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Interview: Interview mit GRAVE DIGGER 06-03

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Veröffentlicht am Donnerstag 05 Juni 2003 17:15:20 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifOber-Reaper Chris Boltendahl über Rheingold, Liveaktivitäten und was der Einstieg von Ex-Rage-Klampfer Manni bewirkt hat...


Leider war nicht abzusehen, ob ein Interview per Telefon möglich ist,da ich nicht wußte, wie lange sich meine Krankmeldung hinzieht, weshalb wir uns leider auf ein Interview per Mail einigen mußten. Schade eigentlich, denn ein Album wie "Rheingold" gehört sich natürlich entsprechend gewürdigt.
Dem aktuellen Output hört man an, daß es sich nicht um einen Schnellschuß handelt. Die Idee dazu spukte schon länger in den Köpfen der Band herum, und im Nachhinein betrachtet entpuppt sich "The Grave Digger" als eine Art Zwischenschritt, denn erst jetzt war die Zeit reif, um sich an das Projekt Grave Digger meets Wagner`s Nibelungen zu machen. Chris über das Problem, "Rheingold" zu verwirklichen:"Da wir aber mit Uwe zu einem kreativen Stillstand kamen und ich das Konzept Ihm nicht opfern wollte und mit Manni erst der neue Gitarrist mit "The Grave Digger" eingearbeitet werden mußte, bot sich das Ganze nun geradezu an.". Nachdem die Entscheidung dazu gefallen war, daß die Zeit nun reif für "Rheingold" ist, "setzten sich H.P. und ich zusammen und selektierten in mühsamer Nachtarbeit genau aus, welche Teile der Oper für dasVerständnis wichtig sind und welche weniger. Danach trafen wir uns zu drei Wochenend-Sessions in Holland um die Songs auszuarbeiten, die danach 3 1/2 Wochen lang in den Prinzipal-Studios aufgenommen wurden.".
Berührungsängste mit der klassischen Musik gab es keine, da Bandkopf Chris auch privat mal klassischen Stoff in den Player schiebt. "Ich persönlich mag klassische Musik recht gerne und laß mich oft von den Emotionen dieser Musik mitreißen. Wie sich das bei den anderen verhält, weiß ich nicht so genau aber das "Rheingold"-Konzept fanden alle super.". Und wer meint, daß im Grave Digger-Lager nur so die Köpfe rauchten, um die Nibelungensage auf metallische Art zu verwursten, der täuscht sich! "Ich empfand die ganze Arrangiererei nicht als so kompliziert wie es scheint. Wie gesagt war mit dem Einstieg von Manni wieder frischer, kreativer Wind an Bord und das merkte man besonders in Holland, wo die Songs wirklich nur so heraussprudelten." Ob das nun letztendlich nur am Einstieg von Manni oder auch an der guten holländischen Luft lag läßt sich aus diesen Worten nicht eindeutig herauslesen...
Wer nun Angst hat, daß Grave Digger Blut geleckt haben und auf den Spuren von Therion wandeln, der kann sich beruhigt zurück lehnen. Auch eine Zusammenarbeit mit einem Orchester steht und stand nicht zur Debatte:"Unser Keyboarder H.P. ist ein studierter klassischer Pianist und hat alle Orchester-Parts als Samples in seiner Datei. Jedoch wurden alle Samples von originalen Orchester-Musikern eingespielt. Außerdem kostet das hinzunehmen eines original Orchesters Unmengen an Geld.". Außerdem wird "Rheingold" wohl auch nicht der Anfang diverser Konzeptalben sein oder in einer der nächsten Alben seine Fortsetzung finden. "Man soll niemals nie sagen, aber direkt an "Rheingold" anknüpfen glaube ich eher nicht. Wir schauen mal."
Auf die Frage, ob Grave Digger nun bald nach Bayreuth eingeladen werden oder ob eingefleischte Wagnerianer schon Mordrohungen ausgesprochen haben, muß Chris mehr oder weniger passen, Anlaß zur Freude gibt es aber doch:"Tatsächlich feiert die Metal-Presse "Rheingold" wirklich einheitlich ab, aber von außerhalb ist bis jetzt noch nichts rumgekommen. In unserem Gästebuch auf www.grave-digger.de schreiben aber eine Menge Leute, die Grave Digger vorher nicht mochten, das sich das mit "Rheingold" geändert hätte. So etwas freut uns dann schon extrem!"
Ein Problem der etwas anderen Art ist momentan noch die Frage, ob man das neue Material, ergänzt durch andere Songs auch einmal mit entsprechender Umsetzung (klassische Instrumente, entsprechende Bühnenshow) auf die Bühne bringen will. "Die Überlegung ist da, aber wir sind uns nicht ganz einig darüber, wie das ganze umzusetzen ist. Wir arbeiten daran." - was dann auf wie auch immer geartete Art und Weise bis zu einigen Festival-Auftritten geregelt sein sollte. "Wir spielen dieses Jahr noch einige Festivals und fliegen im Oktober nach Südamerika. Ansonsten sind wir alle ganz heiß auf Januar 2004. Ich weiß, das wir uns da alle gesund und munter wiedersehen werden."
Zu bereuen hat Chris nicht viel nach der langen Zeit im Musikbusiness - auch wenn er mit Grave Digger bislang nicht reich geworden ist:"Wir alle gehen noch einer geregelten Arbeit nach. Ich weiß nur, das ich die letzten 22 Jahre in vollen Zügen genossen habe, was man wirklich wörtlich nehmen kann und bis auf die Geschichte mit Uwe behalte ich alles in positiver Erinnerung. Mein absolutes Highlight war auf jedenfall der Wacken-Auftritt 2001."
Als nächstes wird man auf dem Blind Guardian-Open Air spielen - und ansosnten warten wir mal ab, was uns der Reaper und seine Kollegen im Januar auf ihrer Tour präsentieren...

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