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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit EKTOMORF -Febr. 04-

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Veröffentlicht am Sonntag 07 März 2004 22:51:39 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifGitarrist und Sänger Zoltàn Farkas über das neue Album, die ungarische Metal-Szene und warum Ektomorf nach Sepultura klingen...



Zombie: Hallo! Erst mal Glückwunsch zu „Destroy“. Ihr seid gerade auf Promotion-Tour – wie sind die Reaktionen bisher?


Zoltàn: Danke für das Lob! Die Reaktionen sind sehr gut – so wie Deine Reaktion. Jeder scheint es zu mögen. Aber wir werden es sehen wenn wir im März mit Pro-Pain auf Tour gehen. Dann wissen wir mehr. Aber bis jetzt gefällt es allen, und das macht mich glücklich.


Zombie: Wie oft werdet Ihr mit Sepultura oder Soulfly verglichen?


Zoltàn: Haha! Oft! Und das ist auch ok, denn wir schreiben die Songs auf ähnliche Art wie Sepultura – oder Soulfly – aber wir sind keine Kopie! Mein Lieblingsmusiker ist Max Cavalera, und ich mag was er macht, aber ich war nie eine Kopie davon. Wir haben unsere eigenen Songs auf dem neuen Album, und das kann jeder im März hören. Die neue Soulfly kommt ja auch im März, und dann werden wir ja sehen. Dann können es alle vergleichen, aber ich denke nicht, daß es das gleiche ist. Und wenn die Leute sagen es ist das gleiche – dann respektiere ich ihre Meinung.


Zombie: Ich meine den Vergleich ja auch keineswegs negativ – es ist das beste Sepultura-Album seit 10 Jahren.


Zoltàn: Hahaha! Danke!


Zombie: Man hört halt das Du ein großer Fan von Max bist, aber das ist ja auch in Ordnung!


Zoltàn: Danke – wenn Du das so sagst ist es ok. Ich habe auch gehört, daß jemand behauptet es wäre eine Kopie, der andere das nicht. Aber in der Regel sagen es die Leute auf eine positive Art, und so gesehen ist das ganz cool!


Zombie: Ich kenne ja nur die letzten beiden Alben – wie haben eigentlich die alten geklungen? Denn ich finde „Destroy“ klingt mehr nach Sepultura als „I Scream Up To The Sky“...


Zoltàn: Hm...wenn Du das denkst...ok. Aber ich denke „Destroy“ klingt einfach sehr nach Ektomorf. Denn wir benutzen mehr Riffs, und man findet öfter diese „Hüpfparts“. Aber der Unterschied zwischen „I Scream Up To The Sky“ und „Destroy“ ist, daß ich als ich „I Scream...“ geschrieben habe sehr traurig war, denn ich hatte kurz vorher meinen Sohn verloren! Dagegen ist das „Destroy“-Album sehr stark, denn es ist mit jeder Menge Wut im Bauch geschrieben worden. Ich finde, daß es anders klingt als Sepultura, aber wenn Du findest das es so klingt...mag sein.


Zombie: Manche Parts klingen halt wie typische Sepultura-Parts... Aber wo Du es gerade ansprichst: um was geht es in den Texten? Die Texte und das ganze Album klingen sehr wütend.


Zoltàn: Stimmt. Ich habe die Texte über alltägliches geschrieben – es gibt nichts bestimmtes, was mich inspiriert hat. Ich habe Texte geschrieben über zerbrochene Freundschaften, über meinen Ex-Manager, mit dem wir viel Ärger hatten. Ich dachte er ist mein Freund, und er hat mich nur verarscht, und das war sehr schmerzhaft! Ich habe Texte über Diskriminierung geschrieben, denn die findest du in Ungarn auch oft. Diese Dinge haben mich sehr geärgert, also habe ich diesen Ärger auf die Musik übertragen. Ich will diese Dinge nicht mehr ignorieren, und ich will diese Dinge mit meiner Musik und meinen Texten zerstören.


Zombie: Kannst Du uns noch ein bisschen was über die Geschichte von Ektomorf erzählen?


Zoltàn: Ich habe Ektomorf 93/94 mit meinem Bruder Csaba (Bass) gegründet. Und dann gab es noch zwei Jungs mit Gitarre und Drums, und wir hatten sehr viele Line-Up-Wechsel im Laufe der Jahre. Vor allem an der Gitarre, aber auch am Schlagzeug. Aber trotz allem haben wir ein paar Platten aufgenommen, und die erste Platte war 1996 „Hangok“. Diese Platte war nur in ungarischer Sprache. 1998 haben wir dann unsere zweit, selbstbetitelte Scheibe aufgenommen, die auch in ungarisch war. Beide Scheibe waren reiner Thrash Metal. 2000 kam dann „Kalyi Jag“, was so viel wie „schwarzes Feuer“ heißt. Das war das erste Album in englisch, und dieses Album kam dann auch über die Landesgrenze und wurde ein bisschen im deutschen Underground bekannt. Und durch dieses Album spielten wir ein paar Gigs in Deutschland, und daraufhin kamen wir mit Silverdust Records zusammen und unterschrieben einen Vertrag bei Ihnen. Und so kam dann „I Scream Up To The Sky“ als erstes Album in Deutschland heraus. Dieses Album war erneut komplett in englisch. Und das war dann...ich will nicht sagen ein Erfolg, aber recht erfolgreich im Underground. Die Leute mochten es, und wir haben auf dem Summer Breeze-Festival gesehen, daß das Material ganz gut angekommen ist. Und jetzt haben wir bei Nuclear Blast unterschrieben – tja, und jetzt kommt „Destroy“...


Zombie: Könntest Du Dir vorstellen, in Zukunft auch mal wieder Texte in Deiner Heimatsprache zu verfassen?


Zoltàn: Weiß ich im Moment nicht! Ich glaube nicht das ich das machen werde, aber vielleicht passiert es ja mal...warum nicht! Aber auf „Destroy“ werden drei Bonustracks enthalten sein von „Hangok“ und „Ektomorf“, die in ungarisch sind.


Zombie: Glaubst Du die Reaktionen waren auch deshalb besser, weil Du die Texte jetzt in englisch schreibst?


Zoltàn: Hmm...ich habe die Texte in englisch verfasst, denn wenn ich ungarisch singe verstehen die Texte nur Ungarn. Und wenn ich in Englisch singe, versteht das jeder auf der ganzen Welt! Wir haben deshalb vielleicht nicht unbedingt mehr Erfolg, aber jeder versteht uns, und ich denke das ist sehr wichtig.


Zombie: Ich kenne jetzt zwei Bands aus Ungarn – Euch und Cadaveres De Tortuga. Was für Metal-Bands gibt es eigentlich in Ungarn, denn Ektomorf und CDT sind ja die gleiche Gattung Metal...


Zoltàn: Ja, die Cadaveres De Tortuga sind Freunde von mir! Es gibt noch eine Band – Replica – die einen ähnlichen Stil spielen, aber in Ungarn gibt es eine sehr große und starke Metalszene. Da gibt es auch True Metal-Bands, New Metal, Thrash Metal...die Szene ist sehr groß, aber es gibt nur wenige Möglichkeiten.


Zombie: Du hast die Tour mit Pro-Pain angesprochen – was denkst Du wie die Reaktionen auf Ektomorf ausfallen werden. Denn wenn ich mit Leuten auf Festivals oder so unterhalte, kennen nicht all zu viele Ektomorf.


Zoltàn: Ich habe keine Ahnung! In Deutschland haben wir schon einige Fans, aber ansonsten weiß ich es nicht – wir werden sehen. Man weiß nie wie die Leute auf die Band auf der Bühne reagieren, aber ich setze meine ganze Hoffnung in die Zukunft. Wird schon gut gehen... Pro-Pain spielen ja auch einen ähnlichen Stil wie wir – wenn auch nicht den selben, aber Metalcore, wir spielen Thrashcore, also müsste das zusammen passen. Wir werden sehen, ob die Leute, die Pro-Pain mögen auch Ektomorf mögen...


Zombie: Ich wünsche Euch auf alle Fälle viel Erfolg und gebe auf Eurer Homepage www.ektomorf.net Bescheid wenn das Interview und das Review online sind! Vielen Dank für das Beantworten der Fragen!


Zoltàn: Ich danke auch! Auf der Homepoage ist im Moment nicht all zu viel, aber da gibt es auch die Tourdaten, und vielleicht sieht man sich ja beim Konzert in der Rockfabrik!


Zombie: Ich werde auf jeden Fall versuchen zu kommen! Bye!


Zoltàn: Bye!

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