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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit Debt of Nature

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Veröffentlicht am Freitag 24 August 2007 20:22:42 von madrebel
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Marcus Italiani (Guitar) für DEBT OF NATURE, Thrashing Death Grind aus Düsseldorf.

 

Madrebel: Hallo ! Zu Beginn. Erzählt uns doch mal was über eure Bandgeschichte. Wie lange gibt es euch schon in der Besetzung und wie lange spielt ihr schon zusammen?

Marcus: Hey Madrebel, DEBT OF NATURE existieren seit Sommer 2006. Stavro Kamari (b) und ich spielten zuvor bei einer ziemlich heftigen Industrial-Kapelle namens ROUND THE VOID und später in der Oldschool Death Metal-Truppe BATTERED OR BLASTED. Die anderen drei Gestalten trafen wir relativ unspektakulär über Inserate. Unser Frontgrunzer Marc brüllte früher für LEGACY OF DARKNESS. Die anderen zwei (Simon/Guitar und Dennis/Drums) stammen beide aus dem Pott und kannten sich auch schon aus früheren musikalischen Vereinigungen, prügeln aber bei DEBT OF NATURE am liebsten auf ihre Instrumente ein, hehe. Grundidee war, Grindcore mit technischem Death Metal zu verbinden, aber dabei die Nachvollziehbarkeit und Eingängigkeit nicht über Bord zu werfen, wie das leider bei so vielen Kapellen der Fall ist. Heraus gekommen ist unser Thrashing Death Grind.

Madrebel: Ihr habt bisher nur eine CD herausgebracht. Um was geht es bei euch so textlich? Einfache Splatter und Horrorgeschichten, Dinge aus dem Alltag oder politisches?

Marcus: Gute Splatter- und Horrorgeschichten sind nie einfach. Auch wenn das viele Leute anders sehen: Meiner Meinung nach ist jede CD von Bands wie LIVIDITY, CANNIBAL CORPSE etc. auch politisch, weil man absichtlich Tabus verletzt und Dinge ans Tageslicht zerrt, die unsere Gesellschaft einfach ignoriert, um die stumpfe Masse in Sicherheit zu wiegen. Aber wonach geifern jeden Morgen neun Millonen BILD-Leser, nur um sich dann ein paar künstliche Tränchen der gespielten Entrüstung abzudrücken? Nach eben dieser abartigen Gewalt. Diesen wahren Psychos sagt jedes Splatter-Artwork: „Hier, diese Scheiße passiert mitten unter euch stumpfsinnigen Normalos.“ Huh, langer Vortrag, aber die Überleitung passt: In unseren Lyrics geht’s in erster Linie um das, was uns im Leben am meisten ankotzt, da hätten wir: religiöse Verblendung, Mediendiktaturen, Opportunismus; also prinzipiell um Dummheit in all ihren wundervollen Schattierungen - vielleicht klischeehaft, aber immens ertragreich, hehe.   

Madrebel: Erzählt mal was von eurem heimlichen Hit „Peanut Butt Butter“ Was zur Hölle soll dieser bescheuerte Titel?

Marcus: Tja – Erdnuss-Arschbutter ist nix anderes als der geistige Ertrag rechter Trottel. Sprich: Der Song ist ein Anti-Nazi-Lied. Wobei es in den Lyrics allerdings weniger um prügelnde Hohlköpfe ohne Haare und Gehirnzellen geht, sondern eher um die besorgniserregenden Ansichten vieler Mittelstandskids, die mit Sprüchen wie „is mir doch lieber, wenn so’n Bimbo in Afrika oder Asien verreckt als jemand aus unserer Kultur“ glänzen und Erinnerungen an die gruselige Kolonialzeit heraufbeschwören. Solchen Hirntomaten wünsche ich, dass ihnen mal für ein paar Tage der Hahn zugedreht wird und man sie so behandelt wie einen durchschnittlichen „Dritte Welt“-Bewohner.

Madrebel: Live seid ihr noch nicht so oft in Erscheinung getreten. Woran liegt das?

Marcus: An mir. Als wir Ende des vergangenen Jahres endlich genug Songs für ein vernünftiges Live-Set beisammen hatten, fiel ich nach einem Altstadtbesuch vom Fahrrad und brach mir den Ellbogen. Obwohl ich der schlechtere von zwei DEBT OF NATURE-Gitarristen bin, wollten die anderen nicht ohne mich spielen, weil ich einfach am allerbesten von allen aussehe und der optische Verlust nicht zu verschmerzen gewesen wäre. Ich kann das gut nachvollziehen…

Madrebel: Dafür spielt ihr jetzt zum zweiten Mal in kurzer Zeit im Düsseldorfer AK 47. Was bedeutet euch dieser – äh – etwas spezielle Laden?

Marcus: Das AK ist super. Obwohl der Laden klein und versifft ist, ist er der letzte noch existierende Kult-Club in Düsseldorf. Jeder Quadratzentimeter dort ist Rock ’n Roll pur. Das Ambiente zwischen all den Alternativen, Punks, Emos und anderen Subkulturen ist einzigartig. Ich habe dort einen Großteil meiner Jugend verbracht und bin seit dem wundervollen Death Over Düsseldorf-Festival wieder auf den Geschmack gekommen.   

Madrebel: Was waren so die bekanntesten Bands mit denen ihr bislang zusammen gezockt habt, oder waren es bislang eher Undergroundbands?

Marcus: Mit DEBT OF NATURE war bislang purer Underground angesagt, aber wir arbeiten gerade an der VENOM-Tour, hehe.

Madrebel: Was macht ihr so beruflich und was geht sonst so in eurer freien Zeit?

Marcus: Bei uns gibt’s eigentlich so ziemlich alles: Vom Sachbearbeiter über den Journalisten bis hin zum angehenden Soundingenieur- und hey: Zwei von uns arbeiten auch mit den Händen, also so richtig hart und schweißtreibend. Nur mal, um uns nicht ganz so sesselpupermäßig hinzustellen. Wir sind METAL, klar? In der Freizeit verwöhnen wir unsere und deine Damen, fahren in die Natur und jagen – äh – Häschen. Außerdem trifft man uns auf vielen Shows im Rhein- und Ruhrgebiet. Na ja, und ich finde, wir sollten zwei Mal die Woche proben – das ist noch nicht ganz durch…  

Madrebel: Welche Bands haben euch beeinflusst und beeindruckt?

Marcus: Beim Simon sind’s in erster Linie die Thrash Bands der 80er, Marc ist der Grindcore-Verrückte, der immer mit Scheiben ankommt, die nur aus einem einzigen Lied zu bestehen scheinen. Stavro ist eher der Hardcore-Veteran und auf diesem Gebiet zuhause, während Dennis ne Menge Sachen hört, sich aber schlagzeugmäßig wohl am meisten an technischem Death Metal wie NILE oder BENEATH THE MASSACRE orientiert. Bei mir sind neben den Übergöttern IRON MAIDEN sowohl Uralt Thrasher wie SLAYER, SACRED REICH oder MEGADETH angesagt als auch Death Metal-Ikonen wie MORBID ANGEL, IMMOLATION und CANNIBAL CORPSE. Allerdings liebe ich auch ultrabrutales Zeug á la INTERNAL SUFFERING oder DEVOURMENT.   

Madrebel: Welchen Musiker würdet ihr gerne mal kennen lernen?

Marcus: Eigentlich keinen. Am Ende wird man nur enttäuscht.

Madrebel: Gibt es etwas was ihr unseren Lesern gerne sagen wollt?

Marcus: Kommt zu unseren Shows und lasst euch wegblasen. Die nächste Gelegenheit dazu habt Ihr am 21. September beim „Knüppeln Auf Der Kiefern“ – Fest im Düsseldorfer AK 47. Besucht uns im Internet unter www.debtofnature.de oder www.maspace.com/debtofnaturemetal .Und wer uns buchen will – nur zu. Bleibt sauber und bleibt METAL!

Besetzung:

Marc Göhring: Vocals

Simon Lukassek – Guitar

Marcus Italiani – Guitar, Vocals

Stavro Kamari – Bass, Vocals

Dennis Hofmann - Drums


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