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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit DIVINE DECAY (01/04)

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Veröffentlicht am Freitag 06 Februar 2004 18:13:53 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifGitarrist Paul beantwortete einige Fragen zum Zweitwerk „Maximize The Misery“, welches Freunde sowohl alten als auch neueren Thrash Metals im Regal haben sollten!




Zombie: Erst mal Glückwunsch zum neuen Album! Ich habe das Gefühl Ihr habt elf Hitsingles aufgenommen – wie sind die Reaktionen nachdem das Album jetzt vor circa 3 Monaten erschienen ist?


Paul: Vielen Dank! Fühlt sich gut an wenn jemand mag was wir machen! Haha! Also unsere Reaktionen sind überraschenderweise ziemlich verhalten, aber so im allgemeinen recht gut. Was uns etwas betrübt macht, ist das wir bisher noch keine Tour gefunden haben. Wir haben hie und da – in Finnland – ein paar Gigs gespielt, aber noch nie eine Tour oder so was. Hauptsächlich sind wir also enttäuscht, wie unsere so genannte Tour Agentur (Metallysee) ihren Job gemacht hat – bzw. wie schlecht sie ihn gemacht hat! Es gab eine Menge Angebote, unter anderem die Death Angel-Tour, aber in letzter Minute hat die Agentur die ganzen Nuclear Blast-Bands genommen! Und Kreator wollten eine Europa-Tour mit uns machen, aber die sind dummerweise in die Staaten und wir sind wieder die Deppen! Mit dem nächsten Album muß sich die (Tour-) Situation dramatisch ändern, ansonsten sehe ich keinen Sinn mehr diesen ganzen Scheiß zu machen…


Zombie: Würdest Du zustimmen, wenn ich sage „Maximize The Misery“ klingt ein bisschen ähnlich wie das letzte Soilwork-Album? Ich muss aber dazu sagen, ich finde eures genauso eingängig, aber es nutzt sich weniger schnell ab…


Paul: Ich habe die Scheibe bisher nicht gehört, von daher kann ich darauf schlecht antworten, sorry! Aber wenn Du uns mit denen vergleichst, sollte ich mir das Album wohl kaufen, um zu sehen ob ich deine Meinung teilen kann. Langeweile ist bei einigen Metal-Alben leider zur Genüge vorhanden, und ich denke auch wir haben langweilige Momente auf unserem Album, aber ich behaupte auch nicht, dass es zu 100% perfekt ist. Dann gäbe es ja keinen Grund weiter zu machen, wenn jedes Album perfekt wäre! Jedes Album hat seine Schwachpunkte, aber manche Bands können das recht gut verstecken, so dass man es nicht merkt, haha!


Zombie: Aufgrund eures relativ traditionellen Bay-Area-Riffing ist es nicht schwer, Bands wie Exodus oder Testament als eure Faves auszumachen – oder täusche ich mich da?


Paul: Yeah, das sind zwei coole Beispiele für das was dir in den Sinn kommt wenn du unsere Alben hörst! Wir lieben diese Klassiker, und wir hören sie uns immer noch so an wie 1986! Und wir versuchen, dieses Feeling einzufangen wie diese Bands damals klangen! Genauso versuchen wir aber auch, mehr Melodien in unsere Musik einfliessen zu lassen, als das viele Thrash Bands tun denke ich. Vielleicht wird sich unser nächstes Album viel mehr von diesen Bay Area-Tagen unterscheiden… Wir versuchen ,mehr Harmonien in die Stimme und die Gitarren zu bringen, aber wir werden auch diesen „happy noisy crunch guitar wall“ im Hintergrund behalten!


Zombie: Inzwischen habt ihr drei Gitarristen – warum das?
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Paul: Der Grund ist, dass weder Alec noch ich live irgendwelche guten Soli spielen können – und Stig Evil war genau der richtige dafür! Wir kennen ihn seit Jahren, und als Gandalf – seine Ex-Band – sich auflöste, riefen wir ihn an und fragten, ob er nicht Lust hätte dauerhaft bei uns zu spielen. Außerdem können wir jetzt mit drei Gitarren schöne Gitarren-Harmonien schreiben und Stig kann ein paar Background Vocals übernehmen. Ich bin also schon sehr gespannt darauf, wie unser nächstes Album klingen wird…


Zombie: Könntest Du Dir vorstellen, mit drei Gitarren in Zukunft wesentlich experimentieller vorzugehen?


Paul: Hell yeah! Wir werden einige richtig verrückte Sachen auf dem nächsten Album machen, und es wird in jedem Song ein völlig abgefahrenes Solo geben! Natürlich wird es auch mehr Harmonien und hübsche Leads geben, und noch jede Menge anderes cooles Zeug! Wart`s nur ab was passiert…


Zombie: Die Produktion ist ziemlich modern – kannst Du Dir vorstellen, in Zukunft praktisch einen Schritt zurück zu gehen, um den Sound ähnlich old school wie die Riffs zu gestalten?


Paul: Wir haben über den Sound sehr wohl nachgedacht, und ich bin sicher, dass er sich in Zukunft ändern wird. Aber nichts in diesem Hardcore / Punk-Stil! Eher so etwas was Salyer mit „Reign In Blood“ oder Metallica mit „Ride The Lightning“ gemacht haben – einfach um ein paar „Ecken“ zu haben! Heutzutage ist es einfach, alles mit ProTools zu machen – und dabei vergisst man das Feeling! Aber wir versuchen, unseren Platten auch etwas Leben zu geben und nicht so technisch daher zu kommen. Aber wir haben noch nicht entschieden, wer das Album produzieren oder mixen soll. Vielleicht nehmen wir die alte Crew und ändern nur ein paar Sachen, ich weiß es nicht…


Zombie: Wie kam es zu dem Deal mit Osmose? Die sind ja eher für Black Metal und extremen Death Metal bekannt…


Paul: Wir sendeten einfach unser Master Tape zu Herve und innerhalb von zwei Wochen kontaktete er uns und entschied sich, uns zu seinem Label zu holen. Wir kannten den Ruf von Osmose durch all diese Black und Death Metal-Bands, aber das war uns egal! Unser Deal mit Osmopse ist inzwischen ausgelaufen, aber ich weiß noch nicht, ob wir die Zusammenarbeit fortsetzen. Kommt Zeit kommt Rat…


Zombie: Kannst Du uns noch ein bisschen was über die Bandhistory erzählen?


Paul: Divine:Decay wurde 1999 von mir und Alec (voc., guit.) in Helsinki gegründet. Wir wollten nur ein paar Riffs schreiben, und plötzlich klangen diese Riffs genauso wie der old school Bay Area-Thrash, den wir beide so mochten! Ein paar Wochen später fragten wir Pätkä (dr.) und Tony (b.), ob sie mitmachen wollen – und das taten sie. Einen Sänger hatten wir nicht, aber als wir Alec fragten stimmte er nach einigen Proben zu. Vielleicht auch weil wir einen Gig mit Children Of Bodom hatten und nicht rechtzeitig einen entsprechenden Sänger fanden, also war er praktisch dazu gezwungen! Haha! Und inzwischen fühlt er sich in der Rolle glaube ich ganz wohl… Dann haben wir ein Demo aufgenommen, welches wir aber nie irgendwo hin geschickt haben, da unser Plan war, ein komplettes Album aufzunehmen und das dann an die Plattenfirmen zu schicken. Ende.
Und den Rest habe ich ja am Anfang des Interviews schon erzählt….das ist also unsere kurze History! Aber ich hoffe wir können sie noch um ein paar Alben verlängern…


Zombie: Um was drehen sich die Texte – immerhin klingt der Gesang recht angefressen!


Paul: Alec erzählt nicht all zu viel von seinen Texten, also kann ich sie nicht literarisch erklären. Aber ich glaube er malt einfach den Teufel an die Wand! Er erklärt wie scheiße unser Leben manchmal ist, und wie sich Unglück und Melancholie die Hände schütteln, während wir uns die Köpfe wegschießen. Finnland ist in Europa das Land mit der höchsten Selbstmordrate – aber das ist alles andere als cool, wenn manche Künstler das als Inspiration für ihre Arbeit bezeichnen! Meistens sind irgendwelche harten Drogen im Spiel, wenn Leute ihr Leben beenden. Und ich meine nicht diese Leute aus der Arbeiterklasse… Aber unsere Lyrics haben auf alle Fälle keine Bezüge zu Selbstmord! Aber da ich den genauen Sinn unserer Texte nicht kenne, empfehle ich den Leuten, ihre eigenen Stories zu finden…


Zombie: Auf eventuelle Touren bist du ja schon am Anfang zu sprechen gekommen, gibt`s wenigstens irgendwelche geplanten Festivalaktivitäten?


Paul: Bis jetzt nichts in Sicht. Wir werden also weiter warten müssen…


Zombie: Dann danke ich für das beantworten der Fragen und wünsche noch viel Erfolg!


Paul: Danke für die Fragen, hört euch Kingston Wall an und trinkt mehr Alkohol!

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