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Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit CARNAL FORGE 04-03

Veröffentlicht am Freitag 25 April 2003 13:33:46 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifNach dem neuen Hassklumpen "The More You Suffer" wollte ich natürlich ein paar Fragen an Carnal Forge richten. Gitarrist Jari Kuusisto stand Rede und Antwort im Namen der Slayer-Fans...


Da das Interview leider nur per Email möglich war, ließen sich leider keine Folgefragen auf manche Antworten stellen. Angesprochen auf eventuelle Probleme bei der Veröffentlichung wußte er von nichts - "März war von Anfang an der Plan", obwohl ich in einem anderen Interview gelesen hatte, "The More You Suffer" hätte deutlich früher über die Welt hereinbrechen sollen.Gerne hätte ich mich natürlich auch mit Sänger Jonas unterhalten, der für die passenden Lyrics zu den musikalischen Hasstiraden verantwortlich ist. Der schreibt die Lyrics bevorzugt wenn er einen schlechten Tag gehabt hat. Hätte sich andererseits aber wohl kaum gelohnt, denn "die Texte sind in der Regel sehr düster und wütend und beschäftigen sich mit Dingen, über die wir nicht großartig reden wollen. Selbstmord, glangweilt sein vom Leben und Jonas zerrissene, kaputte Gedanken, über das, was er gerne mit der Welt machen würde oder jemandem, den entweder Jonas oder Carnal Forge wirklich hassen!"

Ebenfalls diskussionswürdig wäre in meinen Augen die Produktion, die der musikalischen Klasse und dem Aggressionspotenzial von "The More You Suffer" leider nicht ganz gerecht wird. Carnal Forge sind damit aber wohl voll zufrieden, zumindest zu dem Zeitpunkt, als der aktuelle Longplayer entstand. Ansatzweise Kritik konterte Jari mit den Worten:"Ich finde die Produktion klasse! Die Produktion ist hauptsächlich eine Frage des Geschmacks, und das ist eben das, was wir zu dem Zeitpunkt, als das Album entstand, haben wollten. Natürlich wird man immer Sachen finden, die man anders hätte machen können, aber wenn man immer mit der perfekten Produktion am Start wäre, die jedem gefällt, würde uns das keinen Spaß mehr machen.". Und wenn Carnal Forge sich seine Worte zu Herzen nehmen, dürfen wir noch diverse hammermäßige Alben der Schweden erwarten. "Ich meine, daß man so lange, wie man nicht total zufrieden ist, immer eine Entwicklung durchschreiten kann. Und das gilt nicht nur für die Produktion, sondern für alles, was mit Musik zu tun hat." Bahnbrechende Neuerungen werden in den Sound von Carnal Forge aber wohl nicht einfließen, und auch wenn "The More You Suffer" insgesamt sehr modern klingt, fällt doch das klassische Gitarrenspiel auf. Das sieht auch Jari so:"Carnal Forge ist eine Metalband. Wenn wir dem ganzen einen Namen geben müssten, dann würde ich sagen, daß wir Thrash Metal spielen.". Deshalb verzichtet man auch darauf, im Studio den Sound künstlich aufzuplustern:"Das neue Album ist mit nur zwei Gitarren aufgenommen. Ich weiß, daß manche Bands bei jedem Song vier oder sogar sechs Gitarren benutzen, und wir haben das am Anfang genauso gemacht." Statt aber die Möglichkeiten der Studiotechnik weiter auszuschöpfen, ging man einen kleinen Schritt "back to basic" und hat, wie auch schon bei "Please...Die!", mit einer rechten und einer linken Gitarre aufgenommen. Im Grunde genommen logisch, denn "was man auf dem Album hört, ist auch das, was wir live spielen können. Ich glaube nicht, daß es nötig ist, viele Gitarren auf einem Album zu haben. Ich meine, wir spielen live mit nur zwei Gitarristen, warum also nicht auch bei den Aufnahmen!?" (Was allerdings heißen müsste, daß Carnal Forge auf Tour einen zweiten Gitarristen haben - im Line Up steht nämlich nur Jari... - Anm. d. Verf.)

Die Grenzen einer Entwicklung bei Carnal Forge sind aber schon klar abgesteckt - eine Entwicklung wie bei den Ex-Thrashern Metallica kann man bei Carnal Forge wohl ausschließen, wenn auch mit "Deep Rivers Of Blood" ein für die im Vergleich zu den sonstigen Alben / Songs ein langsamerer Song auf "The More You Suffer" enthalten ist. Angesprochen auf die Frage, ob es möglich ist, diesen hohen Geschwindigkeits- und Aggressionspegel auf Dauer zu halten oder ob er sich vorstellen könnte, die bei "Deep Rivers Of Blood" eingeschlagene Richtung weiter fort zu führen, widerspricht Jari´vehement:"Nein!!! Carnal Forge ist das was wir machen wollen! Wenn wir merken sollten, daß wir den Stil unserer Musik ändern wollen, würden wir auch definitiv den Bandnamen ändern." Was aber nicht heißen soll, daß Carnal Forge ihre Songs nach dem Motto "faster, harder, louder" schreiben. "Wenn wir einen Song schreiben, entscheiden wir nicht von Anfang an, ob das ein schneller oder langsamer Song wird. Das ergibt sich ganz natürlich während dem Schreiben der Songs, wenn ein Song seine konkrete Form annimmt."
Spekulationen, ob Carnal Forge auch mal gerne mit anderen Musikern spielen würden oder ob es Bands gäbe, die Carnal Forge gerne covern würden, erteilt Jari eine relativ klare Absage:"Keine Ahnung, es gibt so viele gute Musiker, da könnte ich jetzt keinen konkreten nennen. Wir sind auch keine Band, die besonders für Coverversionen zu begeistern ist. Und auch wenn wir eine aufnehmen würden, glaube ich nicht, daß wir sie so gut wie das Original machen könnten.Wenn wir zum Beispiel eine Coverversion von "War Ensemble" von Slayer machen würden, könnte sie nie so gut werden wie das Original!"

Mit den Thrashgöttern würden Carnal Forge auch gerne mal auf Tour gehen, wenn Jari aber sich auch vorstellen könnte, mit anderen Bands auf Tour zu gehen. Vorerst kündigt er aber eine andere Tour an:"Wir werden im Herbst eine Tour durch das komplette Europa soielen mit Exodus und Nuclear Assault. Die Tour wird im Oktober starten und sicher großartig werden!". Auf großartige Experimente, wie eine in unserem Forum von Madrebel vorgeschlagene Tour der extremen Unterschiede, wie das aktuell angekündigte Package Metallica / Limp Bizkit werden Carnal Forge sich aber wohl nicht einlassen! "Das klingt mehr nach Fantasie als nach Wirklichkeit! Die Touren, die wir spielen, werden auf alle Fälle Metal-Touren sein! Also um die Frage zu beantworten, ob wir mit Crazy Town (wurde von mir provokanterweise vorgeschlagen - Anm. d. Verf.) eine Tour spielen würde: Nein!"

Aber auch ohne Schützenhilfe durch solche Chartbreaker ist Carnal Forge vor der eigenen Zukunft und der des Thrash Metal nicht bange:" Ich glaube, daß Bands wie Carnal Forge noch größer werden. Musikstile haben immer Höhen und Tiefen erlebt, aber ich glaube nicht, daß wir den Höhepunkt für Thrash Metal-Bands schon erlebt haben! Ich weiß, das Carnal Forge jeden Tag mehr und mehr Fans bekommen, und das sollte etwas heißen!"

Verdient hätten sie es auf alle Fälle, womit das passende Schlußwort auch gefunden wäre. Und die Tour mit Exodus und Nuclear Assault sollte man sich wohl ebenfalls nicht engehen lassen, ebenso wie den Hassklumpen "The More You Suffer".

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