Artikel Bewertung

Punkte im Schnitt: 4
Stimmen: 1


Bewerten Sie doch diesen Artikel:

star_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png


Suche

Ihre Suchbegriffe:
Verknüpfung der Suchbegriffe:

Zur Meinung von Amazon

Interview: Interview mit Bernhard Weiss und Harry Oellers von AXXIS am 22.01.2006

Veröffentlicht am Sonntag 29 Januar 2006 14:31:35 von madrebel
Dieser Artikel wurde von Redtotem mitgeteilt
phpnuke.gifDrei Tage vor dem Interviewtermin wurde ich angerufen und gefragt, ob ich ein Interview mit AXXIS führen wolle. Auf meine Frage wo das Interview wäre, bekam ich gesagt, dass Bernhard Weiss und Harry Oellers hier in unseren scheenen Ort kommen wollen, was nat´ürlich echt klasse war.
Redtotem:
Hallo, schön das ihr hier seid.

Harry Oellers:
Früher waren wir öfters hier, da unser Bassist mal in Darmstadt gewohnt hat. Ich weiß nur nicht mehr wo wir früher hingegangen sind.

Redtotem:
Das neue Album "Paradise In Flames" ist härter als die bisherigen Alben von AXXIS. Wollt ihr in Zukunft mehr Heavy Metal spielen?

Bernhard Weiss:
Also wir haben ja schon immer Heavy Metal gemacht, nur früher war das irgendwie anders definiert worden. Im Laufe der Zeit hat sich dieser Begriff Heavy Metal total verändert. Es gab zwischendurch den Grunge und Rock und was weiß ich noch alles und das hat so ein bisschen die Verhältnisse verschoben. Wir haben auf diesem Album auch nicht das Gefühl gehabt, dass wir härter geworden sind, obwohl das alle so empfinden. H´┐Żrte scheint ja auch immer gut zu bedeuten ist dann nur eine Frage ob das wirklich gut ist. Ich pers´┐Żnlich finde es sind geile Songs drauf, die haben auch die gewisse H´┐Żrte auch verdient, aber es sind auch Balladen und AXXIS typische Songs drauf, so das es eine gute Mischung ist, finde ich.

Redtotem:
´┐ŻDance With The Dead´┐Ż erinnert mich vom Titel her an ´┐ŻAngel Of Death´┐Ż vom ´┐ŻTime Machine´┐Ż Album. War das so beabsichtigt, so als Fortsetzung?

Harry Oellers:
Der Titel ´┐ŻAngel Of Death´┐Ż ist ziemlich gut angekommen beim letzten Album und das ist auf jeden Fall so eine Stilrichtung, nicht zuletzt zu dem Einfluss der S´┐Żngerin Lakonia, der so ein bisschen das Album auch pr´┐Żgt. Das hat sich auf dem ´┐ŻTime Machine´┐Ż Album als gut herausgestellt und das wollten wir hier auch schon fortsetzen.

Redtotem:
Durch den Gesang von Lakonia erinnern einige Songs etwas an Nightwish oder Within Temptation. Wolltet ihr so etwas in dieser Richtung machen?

Bernhard Weiss:
Eigentlich nicht, aber die singt nun mal so. Ich kann dir ja mal kurz erz´┐Żhlen, wir haben die kennen gelernt rein privat auf einer deutsch-holl´┐Żndischen Hochzeit, und sie hat dann im Background "Ave Maria" gesungen und das fand ich ziemlich klasse. Wir haben uns ´┐Żberlegt, wie auf der ´┐ŻKingdom Of The Night´┐Ż Platte, wieder einmal eine Frau zu integrieren. Das hatten wir seit Jahren nicht mehr. Sie hat sich dann als Hammertalent herausgestellt. Sie war sehr enthusiastisch dabei und hat eigene Vorschl´┐Żge gemacht. War auch kreativ am ´┐ŻTime Machine´┐Ż Prozess mit dabei, vom Chorgesang auf alle F´┐Żlle. Dann haben wir uns ´┐Żberlegt, die Frau zu produzieren um dann mit ihr eine eigene Platte zu machen und gleichzeitig haben wir uns gedacht, wenn wir schon mit ihr arbeiten, dann k´┐Żnnen wir auch f´┐Żr uns so ein paar Schmankerl in die neue CD mit einbauen. Was w´┐Żre denn wenn wir die Songs mit ihr schreiben und dann hat sich das so rauskristallisiert, dass wir mit ihr die CD gemacht haben. Das sie jetzt so singt wie bei Nightwish ´┐Ż nun ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich will da jetzt nicht ´┐Żbertreiben oder arrogant klingen, ich kenne Lakonia und ich habe auch Nightwish ein paar mal live gesehen und ich finde Lakonia als S´┐Żngerin, rein vom Handwerk her, besser. Sie ist eine Hammer S´┐Żngerin und ich sehr begeistert und auch gl´┐Żcklich, dass wir so einen Zufallstreffer gelandet haben. Das wird man auf ihrer CD dann auch h´┐Żren. Wir produzieren gerade die CD von Lakonia und schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe: wir machen sie bekannt, bevor sie ´┐Żberhaupt eine CD auf dem Markt hat. Sie kommt ins Tourgesch´┐Żft mit rein und sie wird jetzt von uns integriert w´┐Żhrend der ´┐ŻParadise In Flames´┐Ż Saison, von daher ist es eine sch´┐Żne Sache f´┐Żr uns und f´┐Żr sie.

Redtotem:
Was f´┐Żr eine Musikrichtung wir Lakonia einschlagen?

Behrnhard Weiss:
Eine gute Mischung aus allem. Wir haben Gothic Sachen mit dabei, allerdings auch sehr viele moderne Einfl´┐Żsse, die mit Gothic oder auch mit Metal gar nichts zu tun haben. Es ist eine gute Mischung. Wir wollten uns auch noch nicht auf einen Stil festlegen, wir probieren einfach mal so ein bisschen aus und warten ab, was f´┐Żr sie so am besten kommt.

Redtotem:
´┐ŻLady Moon´┐Ż k´┐Żnnte ein richtiger Live Kracher werden. Ist das so gedacht gewesen?

Harry Oellers:
Also ´┐ŻLady Moon´┐Ż ist ja einer der typischen AXXIS Songs auf dem Album. Das war jetzt nicht so direkt beabsichtigt bei Songwriting. Wir schreiben bei Songs was uns so einf´┐Żllt, und probieren dann so aus, was zu dem Song am besten passt. ´┐ŻLady Moon´┐Ż ist ein sehr durchg´┐Żngiger Song, eing´┐Żngiger Chorus und auch der Anfang mit so eine Art Pfeifen und Gesang und das ist auch sehr tanzf´┐Żhig. Das haben wir gestern in einer riesen Disco gesehen. Als wir da waren lief der Song und das ist schon klasse, dass er so gut dann ankommt. Aber richtig beabsichtigt ist es in dem Sinne nicht.

Redtotem:
Die meisten Texte auf ´┐ŻParadise In Flames´┐Ż erinnern mich an Fantasy oder Mystery Storys genau wie das Cover Artwork.

Bernhard:
Ja, das war auch f´┐Żr uns sehr wichtig. Wir haben auf den letzten Alben immer realistische Sachen beschrieben und umschrieben. Wir wollten auf diesem Album was anderes machen. Nicht nur, aber zu 60% sind hier Fantasy m´┐Ż´┐Żige Texte drauf. Das fand ich auch sehr interessant in dieser Richtung zu arbeiten. Es bietet einfach viel mehr M´┐Żglichkeiten und das Album kann man sich zu jeder Stimmung anh´┐Żren. Egal wie man drauf ist, es gibt immer einen Text der zur Situation passt.

Harry:
Ich finde es passt auch sehr gut zu den Songs. Sie klingen sehr bombastisch, zum Teil sogar episch, es hat zumindest einen Anklang davon. Da passen solche Texte auch sehr sehr gut dazu.

Bernhard:
Da h´┐Żtten realistische Texte die Sache zu platt gemacht, glaube ich.

Harry:
W´┐Żre etwas zu banal gewesen.

Redtotem:
Ist ´┐ŻPassion For Rock´┐Ż f´┐Żr die Fans?

Bernhard:
Das ist auch eine l´┐Żngere Geschichte. Die aktiven Fans von unserem Fan Club die haben uns schon vor vier oder f´┐Żnf Jahren schon mal gebeten einfach mal auf ner Platte mal mit zu singen. Ich fand, wir hatten nie einen Song daf´┐Żr. Wir hatten das dann auch wieder vergessen, einfach noch mal dar´┐Żber nachzudenken. Wir haben dann ´┐ŻPassion For Rock´┐Ż geschrieben. Ich finde der Song dr´┐Żckt unsere Lebensphilosophie aus und auch die der Fans, die auch wirklich sehr aktiv mit Rockmusik umgehen. Wir haben die dann zu uns eingeladen zu einem sch´┐Żnen Ruhrpott Schnitzelessen und das sind ja halbe Schweine die wir da verkaufen, hahaha.

Harry:
Die sind gr´┐Ż´┐Żer als der Teller.

Bernhard:
Ja, das war ein sch´┐Żner Abend. Wir haben da abgefressen ohne Ende, sind alle dann ins Studio gegangen und haben dort ´┐ŻPassion For Rock´┐Ż gesungen. Das hat jede Mange Spa´┐Ż gemacht.

Redtotem:
Vor etwa 17 Jahren erschien das Album ´┐ŻKingdom Of The Night´┐Ż. Seitdem habt ihr recht erfolgreich Alben aufgenommen und seid eine der besten Live Bands die ich kenne. Macht es heute noch soviel Spa´┐Ż wie fr´┐Żher?

Bernhard:
Ich muss ganz ehrlich sagen, mir machts heute mehr Spa´┐Ż als fr´┐Żher. Ich hatte fr´┐Żher immer einen tierischen Erwartungsdruck im Nacken, der war dann irgendwann weg. Man bekommt eine dickere Haut irgendwie und das macht mich heute locker. Man macht sich weniger Gedanken, ich habe auch viele Erfahrungen gemacht. Wenn du als Newcomer die ersten Tourneen mit einem Off-Day machst, dann haste immer Angst wegen der Stimme. Die Off-Days brauchte ich um die Stimme zu schonen. Jetzt habe ich erfahren, je mehr ich Gas gebe und um so weniger Off-Days man hat, desto besser ist es eigentlich. Die Hemmschwelle ist dann nicht mehr so da und seitdem ich nicht mehr so darauf achte, mehr rauche und mir das eigentlich egal ist l´┐Żuft alles super, hahaha.

Harry:
Die Band ist auch um einiges routinierter geworden in der ganzen Zeit. Man hat viele Erfahrungen gesammelt durch die ganzen Tourneen, im Vorprogramm von solchen Bands wie Black Sabbath, Mot´┐Żrhead und Uriah Heep. Wir machen uns auch den Spa´┐Ż, dass wir alte Songs umkomponieren f´┐Żr Live, die wir dann ein bisschen anders spielen, damit auch die Spannung f´┐Żr uns auf der B´┐Żhne erhalten bleibt. Und nicht irgendwann so ein Einheitsbrei da rein kommt.

Redtotem:
Gibt es irgendein Erlebnis oder Ereignis in all den Jahren, dass ihr nicht vergesst?

Harry:
Es gibt viele Ereignisse eigentlich.

Bernhard:
Was mir so h´┐Żngen geblieben ist, wo ich auch so die H´┐Żrte des Rockbusiness erlebt habe, war als wir bei Rock im Park gespielt haben. Dort wurde unser Backliner ´┐Żberfahren von einem Gabelstapler und der war schon richtig tot und den haben sie dann zur´┐Żck geholt mit Elektroschocks. Das war dann schon so ne Situation die ziemlich krass war, als man uns dann sagte, sorry, aber daf´┐Żr haben wir jetzt kein Verst´┐Żndnis, ihr m´┐Żsst auf die B´┐Żhne. Also das war denen wohl schei´┐Ż egal ob da einer stirbt oder nicht. Wir mussten unser Programm da durchziehen. The show must go on im extremsten Sinne haben wir da erlebt. Wir haben das auch gemacht, aber das war eines der schlimmsten Konzerte die ich erlebt habe. Komischerweise war eine super Stimmung, man hat das der Band auch gar nicht angesehen glaub ich. Wir haben dann da auf der B´┐Żhne rumgezappelt und das alles so routinem´┐Ż´┐Żig runtergespielt. Das war so ein Erlebnis, dass wirste nicht mehr vergessen.

Redtotem:
2003 habt ihr auf dem Bang Your Head Festival sehr erfolgreich nach Amon Amarth gespielt. H´┐Żttet ihr das gedacht, da Amon Amarth sehr viel h´┐Żrter ist und die Band eine gute Stimmung bei den Fans hinterlies?

Harry:
Wir hatten ja das Gl´┐Żck, dass es angefangen hat zu regnen, hahahaha. Das war ja dann der Show H´┐Żhepunkt.

Bernhard:
Das ist ja das komische an AXXIS, was ich nicht immer ganz verstehe, aber man liebt und man hasst die Band, man liebt und hasst die Stimme. Das ist aber sehr interessant, denn das bedeutet f´┐Żr mich, aha...man kann die Band immer wiedererkennen. Wir haben ja schon gespielt mit Mot´┐Żrhead, Sodom und Risk vor zehn Jahren ungef´┐Żhr, das waren f´┐Żnf Konzerte. Wenn wir dann ´┐ŻFire And Ice´┐Ż spielen, oder auch ´┐ŻTouch The Rainbow´┐Ż, gehen dann die Slayer Arme hoch. Die Arme von den Slayer Fans nat´┐Żrlich, die in den ganzen Slayer T-Shirts und das fand ich immer ziemlich klasse. Auch diese Engstirnigkeit, die man vielen Fans so nachsagt, ist gar nicht da. Auch wenn wir bei harten Bands spielen dann funktioniert das hervorragend, genauso gut wie auf anderen Festivals, wo dann so ein gemischteres Publikum ist.

Redtotem:
Ich erinnere mich noch an den Satz von Bernhard, als er sagte, das AXXIS im Jahr davor als Zuschauer auf dem Bang Your Head Festival waren und ihr euch den Magen am Fischbr´┐Żtchen verdorben h´┐Żttet. Kam da noch was nach, von dem Fischstand?

Harry:
Ja genau, hahahaha

Bernhard:
Das war mir eigentlich peinlich, denn das wollte ich gar nicht. Wir sind ja als Zuschauer oft da, weil das einfach ein geiles Festival ist. Eines der geilsten in Deutschland ´┐Żberhaupt, mir gef´┐Żllt es besser als Wacken, weil einfach eine lockere Atmosph´┐Żre da ist, aus meiner Sicht. Ich habe da nun ein Fischbr´┐Żtchen gegessen und danach D´┐Żnnpfiff gehabt ohne Ende. Auf so einem Festival, wo nur Dixi Klos sind...nun, das ist richtig starker Tobak, verstehst du, haha. Ja, und ich hab das dann auf der B´┐Żhne erz´┐Żhlt und da muss der Fischstand wohl keinen Umsatz mehr gemacht haben und hat dann irgendwann zu gemacht, hahahaha.
Das war nat´┐Żrlich nicht beabsichtigt.

Harry:
Das ist ja auch noch auf der DVD drauf. Es gibt bald eine DVD vom Bang Your Head Festival und da ist genau dieser Spruch drauf. Den haben die original da drauf gelassen.

Redtotem:
Wie seid ihr auf den Namen AXXIS gekommen?

Bernhard:
Wir hie´┐Żen fr´┐Żher mal Anvil. Anvil war ein kurzer Name, den man damals, als wir noch kein Geld hatten, auf kleine Plakate gro´┐Ż drucken konnte. Als wir feststellten, es gibt eine Band in Kanada die auch Anvil hei´┐Żt, haben wir den Namen in Axis mit einem X umge´┐Żndert. Viele Leute denken ja, dass ist die Axt. F´┐Żr uns hei´┐Żt das aber die Achse, um die sich alles dreht. Der Mittelpunkt von unserem Leben und so weiter. Dann haben wir festgestellt, dass es wohl auch einen Verlag gibt in Deutschland der so hei´┐Żt und da haben wir aus Sicherheitsgr´┐Żnden noch ein zweites X mit eingebaut. Jetzt hei´┐Żt es gar nix mehr, es war so ein Weg zu dem Namen AXXIS.

Redtotem:
Was denkt ihr ´┐Żber diese Castingshows?

Harry:
Ich meine Fernsehen versucht ja immer Musik auf ein Art zu etablieren. Wenn Leute sich auf diese Art verarschen lassen, das ist f´┐Żr mich so, sind sie selber Schuld. Man sieht ja was da abgeht, die heulen rum und alles ist so peinlich, da bin ich sprachlos.

Bernhard:
Da sieht man auch wieder wie geldgeil die Gesellschaft ist. Was man alles tut um Erfolg zu haben und was die gar nicht raffen, ist, das diese Bands gar nicht aufgebaut werden. Diese Musiker sind denen schei´┐Ż egal, die singen noch nicht mal eigene Sachen. Ich kann nat´┐Żrlich Plattenfirmen und Fernsehsender verstehen, denn die machen damit tierisch Kohle. Es ist nat´┐Żrlich auch einfacher, als eine Band neu aufzubauen. Aber langfristig geben diese Bands mehr Kohle, aber es ist halt anstrengender in der Anfangsphase. Heute, wo die Kohle so schnell wie m´┐Żglich kommen soll, passt so ein Superstar-Ding so richtig in die Gesellschaft.

Harry:
Nach zwei Jahren werden die dann weggeschmissen, da sind die nix mehr Wert und bringen nichts mehr. Dann sind die am Boden zerst´┐Żrt und kaputt oder m´┐Żssen zum Psychotherapeut. Das Schlimme dabei ist, dass da teilweise keine schlechten K´┐Żnstler dabei sind.

Redtotem:
Die Gewinner haben da auch Chartplatzierungen. Wie wichtig sind f´┐Żr euch Chartplatzierungen?

Bernhard:
Nun ja Charts sind immer wichtig f´┐Żr die Plattenfirma. Es gibt ja auch viele L´┐Żden, die nicht f´┐Żr die Charts z´┐Żhlen, die auch viel CDs verkaufen und es gibt K´┐Żnstler, die verkaufen mehr als die, die drin sind, weil ihre Verk´┐Żufe teilweise gar nicht mit gez´┐Żhlt werden. F´┐Żr mich ist nur wichtig, hat sich die Platte gut verkauft im allgemeinen, unabh´┐Żngig von den Charts. Aber bisher waren wir glaube ich mit allen Alben in den Charts.

Harry:
Es ist ein Ma´┐Żstab, aber es ist nicht das non plus ultra.

Redtotem:
Habt ihr vor eine Single auszukoppeln?

Bernhard:
Ja wir haben ´┐ŻLady Moon´┐Ż und ´┐ŻDon t Leave Me´┐Ż meines Wissens ausgekoppelt. Am Anfang sollte es ´┐ŻLady Moon´┐Ż sein, die Fans finden das ziemlich geil als Singleauskopplung, weil die Nummer auch tanzbar ist und in Diskotheken abgeht und ich pers´┐Żnlich fand es sch´┐Żner eine Ballade wie ´┐ŻDon t Leave Me´┐Ż. Aber ich glaube die haben jetzt beides auf eine Single gemacht.

Redtotem:
Lohnt sich das ´┐Żberhaupt f´┐Żr eine Hard n Heavy Band, weil Verkaufszahlen m´┐Ż´┐Żig kommt ja meistens nicht viel raus bei den Singlecharts?

Harry:
Es geht nicht unbedingt um den Verkauf dabei, sondern mehr um die Promotion. Also so, dass das an Radiostationen geht, dass man was spielen kann. Das die Single an die Clubs geht, so das schon Titel heraussortiert wurden. Der DJ muss jetzt nicht 15 Titel anh´┐Żren um rauszusuchen, was er spielen will. Ist eigentlich mehr als Vorauswahl und soll´┐Żs ein bisschen leichter machen. Gibt meistens auch einen ganz guten Einblick auf das Album.

Redtotem:
Ihr tourt jetzt wieder ab Februar. Erst mit Helloween und dann mit Krokus. Macht ihr auch eine Tour bei der ihr nicht der Support Act seid?

Harry:
Also Krokus ist keine Support Tour.

Bernhard:
Eigentlich ist das unsere Tour. Wir haben eine Tour buchen wollen, als Headliner, mit Doro, Europaweit. Das wurde dann kurzfristig abgelehnt, wir haben daraufhin Helloween verpasst, denn daf´┐Żr hatten wir auch ein Angebot. Das haben wir mehr verpatzt, weil wir nicht auf das richtige Pferd gesetzt haben. H´┐Żtten wir bei Helloween direkt zugesagt, dann w´┐Żren wir jetzt mit Helloween auf Tour gewesen. Doro lag halt zeitlich f´┐Żr uns besser. Doro geht nach Januar erst auf Tour, nach der Ver´┐Żffentlichung von ´┐ŻParadise In Flames´┐Ż und da haben wir uns ´┐Żberlegt, das Doro besser war. Das hat nicht geklappt und dann standen wir erst einmal da und haben ´┐Żberlegt, wir machen eine eigene Headliner Tour in Deutschland. Ich pers´┐Żnlich finde es auch besser, wenn zwei fast gleichwertige Bands zusammen auftreten. So ist das auch hier mit Krokus, eigentlich eine Double Headliner Tour, wie damals mit Pink Cream 69. Deutschland ist ja unser Markt, wo wir viel verkaufen, supergut, und da werden wir bestimmt nicht Support machen. Obwohl wir gerne immer als Support Band auftreten. Diese Situationen liebe ich, da haben wir mehr Bock drauf. Wir sind fr´┐Żher fertig und k´┐Żnnen schon mal was trinken gehen, dem Headliner alles wegtrinken, hahaha.

Harry:
Man kann sich dann noch mit verschiedenen Leuten unterhalten. Wenn dann das Konzert fertig ist, wird die Halle ausgekehrt. Alle sind schon weg wenn du wieder nach vorne kommst, es gibt nichts mehr zu trinken, weil die Support Band alles weggetrunken hat, hahaha. Man kann sich dann h´┐Żchstens noch mit dem Hausmeister unterhalten, hahaha.

Redtotem:
Ich habe geh´┐Żrt, dass ihr evtl. bei einem Sideprojekt mitmachen wollt?

Harry:
Das einzige was wir momentan machen, ist das wir das Soloalbum von Lakonia produzieren, vielleicht sollte das damit gemeint sein.

Bernhard:
Das einzige was noch ist, dass konntest du aber gar nicht wissen, wir haben angeboten bekommen ein bisschen ernstere Musik zu machen. So Klassik mit Rock, da sind wir aber gerade erst in Verhandlungen. Der will etwas mit einem Publikum machen, das gar nichts mit Metal am Hut hat, also so ein Theaterpublikum aus der anderen Welt der Society, die sich die Band anschauen. Da sind wir gerade dran.

Harry:
Das gibt es aber erst seit gestern, dass kannst du noch nicht wissen.

Redtotem:
Das wusste ich auch nicht, wie gesagt, ich habe das nur mal geh´┐Żrt.

Harry:
Nein, au´┐Żer das mit dem Album von Lakonia liegt noch nichts an.

Redtotem:
Gibt es einen Musiker oder eine Band mit der ihr musikalisch gern etwas zusammen machen w´┐Żrdet?

Harry:
Es gibt vielleicht nicht unbedingt eine Band, aber einzelne K´┐Żnstler, die man gerne einmal ins Studio einladen m´┐Żchte. Vielleicht mal ein anderer S´┐Żnger, so wie das mit Lakonia war oder einen anderen Gitarristen. Da gibt es schon so vereinzelnd Leute. Wir haben schon einmal mit Axel Rudi Pell in Kontakt gestanden.

Bernhard:
Ich w´┐Żrde gerne mal mit Andre Heller richtig Gas geben. Der k´┐Żnnte mal unsere Lightshow designen. Einfach mal mit jemanden, der nichts mit Musik zu tun hat. Ich finde es interessant zu sehen, was dabei raus kommt.

Redtotem:
1998/1999 habt ihr eure Tour fast beendet gehabt und dann habt ihr ganz spontan einen Gig im Odenwald, im kleinen ´┐Żrtchen Weiher gespielt. Macht ihr so was ´┐Żfters, wenn ihr gefragt werdet, dass ihr so ganz spontan noch einen Gig mehr spielt?

Bernhard: Ja gut, es gibt auch solche Situationen wo mal was ausf´┐Żllt oder wo ein Off-Day war. Jetzt mit Krokus ist es so, dass der S´┐Żnger (Marc Storace, anm. von Redtotem) nur eine gewisse Zeit singen kann und dann gibt es immer zwei Off-Days. Das ist f´┐Żr uns Horror, da h´┐Żngen wir im Hotel ab und da k´┐Żnnten wir auch ein paar Konzerte machen. Wir sind auch am ´┐Żberlegen, ob wir da nicht noch Konzerte einschieben.

Harry:
Das Konzert im Odenwald kam damals durch den Bassisten der Band (Tipsy Slut anm. von Redtotem) die im Vorprogramm spielte zustande, der kam glaube ich auch aus Darmstadt und der hat den Kontakt dann hergestellt. War eine sehr interessante Geschichte.

Redtotem:
Das war super nett das ihr da wart, dass gibt´┐Żs nicht oft danke sch´┐Żn.

Harry:
Danke auch.

Bernhard:
Ja klasse, war kein Problem.





Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind noch keine Kommentare vorhanden, Sie können der Erste sein.
Schreibe jetzt einen weiteren Kommentar!