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Konzert Review: In Extremo, Neu-Isenburg, Hugenottenhalle, 22.12.2005

Veröffentlicht am Montag 26 Dezember 2005 20:39:48 von Master_Of_Puppets
Für Anhänger des folkig angehauchten Metal fand in der Woche vor Weihnachten im Rhein-Main-Gebiet eine Überdosis an Konzerten von bekannteren Bands statt. Zunächst gaben sich Subway To Sally in Langen die Ehre, drei Tage später folgten die Dudelsack-Rocker von In Extremo, die in der ausverkauften Hugenottenhalle in Neu-Isenburg für gute Stimmung sorgten.
 
 
 
 
 
Zunächst galt es allerdings das Pflichtprogramm in Form der Vorband Naio Ssaion zu absolvieren. Die Slowenen boten mit ihrem Nu Metal zwar einen netten Kontrast zu In Extremo, leider waren die dargebotenen Songs nicht ansatzweise gut genug um größeres Aufsehen zu erreichen. Das Sextett, inklusive des sehr agilen Violinisten und der nie still stehenden Sängerin, versuchte nach Kräften das Publikum zu Reaktionen zu motivieren, angesichts der bestenfalls durchschnittlichen Songs gelang dies allerdings nicht. Bizarrerweise konnte so auch nur das Instrumental die Aufmerksamkeit der Besucher erregen. Eine sehr schöne Variation eines klassischen Mozart Stücks war doch um einiges interessanter und spannender, als der hilfloser Versuch, etablierte Acts wie Guano Apes oder Evanescence bis ins kleinste Detail zu kopieren.
 
In der Umbaupause konnte man erstmals die stilvoll gestaltete Bühne bewundern. Ohne an kitschige Running Wild-Konstruktionen zu erinnern, wurde eine authentische und atmosphärische Seemanns-Dekoration aufgebaut.
Passend dazu eröffneten In Extremo mit „Raue See“, dem Opener des neuen Albums „Mein rasend Herz“. Hier kam mit einem funkensprühenden Steuerrad bereits der erste von noch zahlreichen folgenden Pyro-Effekten zur Geltung. Bereits beim nachfolgenden „Spielmannsfluch“ kochte die Halle erstmals richtig, fortan war es für die Band ein leichtes, durch eine geschickte Kombination von Standards, Klassikern, lange nicht gehörten Stücken und aktuellem Material die Stimmung konstant hoch zu halten. Überhaupt bot die Setlist einige Überraschungen. So fehlten beispielsweise die „Merseburger Zaubersprüche“, die durch weniger bekannte, aber deswegen nicht weniger gute Songs, wie „Vänner Och Frende“ oder „Omnia Sol Temperat“ ersetzt wurden.
Auffällig war auch die absolut geniale Lightshow, die jederzeit die Songs harmonisch untermalte und so die Stimmung des jeweiligen Stücks betonte. Ebenfalls sehr unterhaltsam waren die ständig aktiven und bewegungsfreudigen Musiker. Stellenweise wusste man gar nicht, auf welchen Punkt der Bühne man sich konzentrieren sollte, da man ständig das Gefühl hatte, an anderer Stelle was zu verpassen. Selbst Basser „Die Lutter“ und Gitarrist „St.Sebastian“ hielt es kaum auf ihren Podesten. Die Ansagen von Sänger „Das letzte Einhorn“ fügten sich ebenfalls in den hervorragenden Auftritt ein, auch wenn er übermäßig aggressive Mosher mitten im Set zur Ordnung rufen musste.
Highlights waren neben dem Klassiker „Palästinalied“, das unvermeidliche „Vollmond“ und das neuere „Poc Vecem“, welches zusammen mit dem letzten Track der aktuellen Veröffentlichung den regulären Teil der Show beendete.
Doch die Musiker kamen kaum von der Bühne, bevor die Zugabe-Rufe der Zuschauer einsetzten. Hier wusste „Herr Mannelig“ besonders zu gefallen, bevor eine mitreißende Version von „Villeman Og Magnhild“ ein einzigartiges Konzert zu Ende gehen ließ.
Als Fazit bleibt mir nur noch zu sagen, dass In Extremo ihren Ruf als phänomenale Live-Band an diesem Abend mal wieder eindrucksvoll untermauerten. Auch mit einigen Tagen Abstand fällt mir nichts ein, was an diesem Auftritt negativ war. Außer vielleicht der Tatsache, dass die Zeit viel zu schnell vorbei ging.
 
Setlist In Extremo:
 
Raue See
Spielmannsfluch
Horizont
Vänner Och Frende
Küss Mich
Macht und Dummheit
Ave Maria
Omnia Sol Temperat
Wessebronner Gebet
Mein Rasend Herz
Der Wind
Singapur
Krummavisur
Ich kenne alles
Liam
Palästinalied
Nur ihr allein
Vollmond
Poc Vecem
Spielmann
 
Erdbeermund
Herr Mannelig
Villeman Og Magnhild

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