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CD Review: IMMORTAL RITES - Art Of Devolution

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Veröffentlicht am Donnerstag 18 März 2004 07:04:19 von Zombie_Gecko
Scheinbar will eine Elite deutscher Bands den Schweden in deren angestammten (Melodic-) Death Metal-Territorium das Wasser abgraben. Nach Fleshcrawl melden sich jetzt auch die Schwaben Immortal Rites (zu Recht) zu Wort!





01. Eugenic (Intro)
02. Fatal Exploited
03. Dressed In Amazing Red
04. Digital God
05. United Scars Anthem
06. Mirror Reflections
07. Hallucinations Overture
08. The Utter Dark
09. Pathetic Patterns
10. The Cadaverizer

(42:36 min)


2004 Morbid Records (www.morbidrecords.de)



Line Up:
Ralf Hauber - Bass
Dominic Haufe - Guitar
Phil Frick - Leadguitar & Vocals
Sascha Lorenz - Drums

www.immortalrites.de



Discographie:
Beyond The Gates Of Pain (MCD, Eigenprod.) (1999)
Art Of Devolution (2004)



So kann man sich täuschen: ich war bisher nie ein großer Freund von Produktionen von Alex Krull, das recht grausliche Keyboard-Geblubber-Intro lässt schlimmes vermuten und ruiniert schon fast die Hoffnung, die der Schriftzug geweckt hat. Zum Glück sind die knapp 80 Sekunden schnell vorbei – denn sobald die jungen Schwaben (alle Anfang bis Mitte 20) loslegen, ist die Welt wieder in bester Ordnung! Fast könnte man meinen, das Quartett wäre mit Smörebröd und Elchmilch groß gezogen worden! „Fatal Exploited“ geht gleich ab wie Feuerwehr, wartet mit fetten Riffs und diversen Breaks auf, dazu das bösartige Gekeifgrunze von Gitarrist und Sänger Phil – so haben wir das gerne! Ruhig sitzen is nich – automatisch wippt die Rübe im Takt. Mit „Dressed In Amazing Red“ gibt`s nach kurzem, langsameren Anfang gleich das nächste Elchjäger-Brett vor den Latz geknallt. Trotz recht hoher Geschwindigkeit kommt nie die Melodie zu kurz – nur weiter so! „Digital God“ fräst sich schon beim ersten Durchlauf unhaltbar in die Großhirnrinde und groovt wie die Sau – Vorsicht beim Autofahren, da macht heizen gleich doppelt so viel Spaß! Kracher!!! Bevor Langeweile aufkommt, sorgt man mit „United Scars Anthem“ für leichte Verwirrung – der Song hat eine relativ heftige Neo Thrash / New Rock-Schlagseite plus Gastauftritt Alex Krull, passt aber gerade noch so ins Gesamtbild und klingt durch die klassisch-schwedische Leadgitarre ziemlich cool, wenn auch leicht gewöhnungsbedürftig. Um die Spannung zu halten, setzt man dem geneigten Hörer mit „Mirror Reflections“ ein am Anfang ähnlich klingendes Stück vor, schaltet unvermittelt wieder auf Melodic Death um – und auf einmal mischt Engelsstimmchen Liv Kristine mit. Nach „Digital God“ ebenfalls hammermässiger Ohrwurm, der durch die ergänzenden weiblichen Vocals ebenfalls etwas aus dem Rahmen fällt. Ebenfalls sehr geil!
Doch Immortal Rites haben noch mehr auf Lager, denn „Hallucinations Overture“ könnte auch fast als Viking Metal-Stück mit leichten Amon Amarth-Parallelen durchgehen, „The Utter Dark“ ist wieder eher purer Schwedenstahl mit eingängiger Leadgitarre und – mal wieder – Ohrwurm-Potential! Da braucht man sich vor den Vorbildern (s. Interview) wahrlich nicht zu verstecken! Das gleiche gilt für das folgende „Pathetic Patterns“ mit leicht folkiger Leadgitarre, welches ebenfalls schon nach wenigen Durchläufen hängen bleibt. Das abschließende „The Cadaverizer“ könnte man – wüsste man das Alter der Band nicht – für eines der frühen Werke halten, so heftig haut man hier im Stil der Frühe-Neunziger-Kracher auf die Zwölf, und schüttelt zum Abschluß noch einen richtigen Nackenbrecher aus dem Ärmel!

Fazit: hammermässiges Debüt, welches sich vor den schwedischen Vorbildern nicht zu verstecken braucht. Einzige Kritikpunkte meinerseits: der teilweise für meinen Geschmack ansatzweise zu schwammige Sound und das unnötige Intro. Dank Skiptaste halten mich diese beiden Punkte aber nicht davon ab, „Art Of Devolution“ eine unbedingte Kaufempfehlung auszusprechen!

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