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Zur Meinung von Amazon

CD Review: ILL NINO - Confession

Veröffentlicht am Dienstag 23 September 2003 07:12:17 von Zombie_Gecko
Ich bin nun wahrlich nicht der größte Fan von neumodischem Metal / Rock - aber "Confession gefällt sogar mir außerordentlich gut. Und wenn sich das Ding nicht verkauft wie warme Semmeln, dann weiß ich auch nicht mehr...





01. Te Amo...I Hate You
02. How Can I Live
03. Two (Vaya Con Dios)
04. Unframed
05. Cleansing
06. This Time`s For Real
07. Lifeless
08. Numb
09. Have You Ever Felt?
10. When It Cuts
11. Letting Go
12. All The Right Words
13. Re-Birth

(44:06 min)


2003 Roadrunner Records (www.roadrunnerrecords.de)


Line-Up:
Christian Machado - Vocals
Dave Chavarri - Drums
Ahrue Luster - Guitar
Jardel Paisante - Guitar
Laz Pina - Bass
Danny Couto - Percussion


Revolution...Revolucion (2001)
Confession (2003)



Zum Signing von Ill Nino kann man Roadrunner nur beglückwünschen! Einmal mehr hat das Label bewiesen, daß man Bands unter Vertrag nimmt, denen ganz klar die Zukunft gehört! Wer von einem alles andere als radiotauglichen Debüt wie "Revolution...Revolucion" sage und schreibe 350.000 Einheiten absetzt, gleich auf den Rock am Ring / Rock im Park-Festivals spielt und außerdem noch mit Machine Head, P.O.D. sowie als Headliner fast 2 Jahre tourt, um dann gleich den Nachfolger zu schreiben und sich noch erfreulich aus dem Veröffentlichungswust abhebt, der ist schon etwas Besonderes! Und es sollte mich nicht wundern, wenn Ill Nino die Verkaufszahlen ihres Debüts mit "Confession" noch locker toppen! Denn das Sextett um Ex-Pro-Pain / Ex-M.O.D.-Drummer Dave Chavarri haben mit "Confession" eine Scheibe am Start, die schlicht und einfach klasse ist. Unter den 13 Songs finden sich keine Lückenfüller, von hart bis zart ist eigentlich alles vertreten und vor allem haben Ill Nino Songs, die Ohrwurmcharakter besitzen - aber auch nach dem zwanzigsten Durchlauf noch Spaß machen. Wer nun eine Schublade sucht, um Ill Nino einzuordnen, der kann lange suchen. Basser Laz bezeichnete es als Culturel Metal - und das passt noch am ehesten. Im ersten Moment mag man geneigt sein, die größtenteils aus Südamerikanern bestehende Band als New Metal zu bezeichnen, aber damit wird man "Confession" nur bedingt gerecht. Denn auf dem Zweitwerk haben Ill Nino den Härtegrad des Debüts etwas abgesenkt und ihren Sound vor allem um diverse Latino-Elemente bereichert. Und das ergibt eine faszinierende Mischung: innerhalb eines Songs treffen Hardcore /Thrashcore-Riffs mit wütendem Gebrüll auf zuckersüß gesäuselte Vocals, die von Flamenco-Gitarren oder auch Tribal-Drumming unterbrochen werden, um kurz darauf wieder auf das Gaspedal zu treten und auf eine Art (gediegen) drauf los zu knüppeln, die die Musiker auf die Bühne in wild hüpfende Flummis verwandeln dürfte. Die einzige Band, deren Einflüße unverkennbar sind, sind Sepultura aus der "Chaos A.D." / "Roots"-Phase - was die Band auch keineswegs leugnet. Vom Status eines Nachahmers sind Ill Nino allerdings meilenweit entfernt, was vor allem der Verdienst vom neu in die Band eingestiegenen Percussionisten Danny Couto ist, der eine astreine Performance abliefert. Außerdem sorgt das bereits erwähnte Songwriting, das jeden Song zu einer potentiellen Single- / Video-Auskopplung macht, trägt seinen Teil zur Klasse von "Confession" bei. Mein persönlicher Favorit ist "All The Right Words" - wegen des völlig geilen Refrains, in dem Sänger Christian Machado mit zuckersüßer Stimme "I just wanna touch you" säuselt, um anschließend "I just wanna fuck you!!" zu brüllen, das in etwa so klingt, als hätte er die Herzallerliebste gerade mit dem Roadie im Tourbus erwischt. Aber auch die restlichen Songs sind allesamt klasse - woraus sich das Fazit ergibt:
Wer auf harte und moderne Songs steht, kommt an "Confession" kaum vorbei, und wer die letzten Sepultura-Outputs genauso lahmarschig findet wie ich, bekommt zwar mit "Confession" nicht das gleiche Brett, aber dafür ein absolut lohnenswertes Stück Musik, das ihr unbedingt anchecken solltet! Aber Vorsicht: Suchtcharakter!

Kommentare zu diesem Artikel
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Ill Nino
Also die alte ist zwar ne Runde besser, aber die kann man sich doch auch schon anhören. Natürlich wieder tiefe Gitarrenriffs und nicht ganz so schnelle Musik. Der normale Gesang passt sehr gut dazu. Aufjedenfall Empfehlenswert