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CD Review: Hypocrisy - Catch 22

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Veröffentlicht am Sonntag 21 Juli 2002 01:10:15 von madrebel
Dieser Artikel wurde von Zombie_Gecko mitgeteilt
Dieses Album dürfte im Hypocrisy-Fanlager für die eine oder andere Diskussion Stoff liefern - auch wenn gerockt wird was das Zeug hält...
Der Herr der Augenringe ist zurück! Gleich mit „Don`t Judge Me“ wird klar was einen erwartet: fette Riffs, eine glasklare Produktion (wie könnte es auch anders sein...) die allerdings dem ganzen einen unheimlich kalten Sound verpasst und die noch verzerrtere Stimme des Meisters und ein hohes Tempo. Allerdings wird mit „Destroyed“ dann gleich das Tempo wieder stark gedrosselt und die Ohren des geneigten Hörers vernehmen - einen potentiellen Hit! Und zwar nicht nur für die Tanzschuppen des Bangervolkes sondern durchaus auch kompatibel für TV-Sendungen mit harter Rockmusik (auch wenn es nach dem Ende von VIVA2 davon fast nichts mehr gibt). Absolut eingängig, keine Elemente aus dem Death Metal und richtig zeitgemäß. Ausnahmsweise stimmt also die im Promozettel getroffene Aussage „so expect the unexpected“ - obwohl wahrscheinlich jedem klar war, das Peter Tägtren kein Album zweimal veröffentlichen würde, und auch die einzelnen Songs unterscheiden sich stark voneinander, ohne daß man jedoch den roten Faden vermisst. Nach dem ruhigen „Edge Of Madness“ geht das anschließende „A Public Puppet“ wieder in Richtung der letzten Hypocrisy-Alben und dürfte der erste Song sein, der für Death Metal-Fans interessant ist, worauf mit „Uncontrolled“ einer meiner Favourites der Platte folgt. Was für eine Gitarrenwand, aufgelockert durch langsamere Parts, wodurch ein mächtiger Midtempo-Stampfer entsteht. Unglaublich, wenn man zugrunde legt, das Peter irgendwann völlig unerwartet beim Label angerufen hat, um mitzuteilen, man „habe eine neue Platte aufgenommen, weil gerade ein bißchen Zeit im Studio war“! Solche Songs schreiben andere in hundert Jahren nicht! Wer sich allerdings nun Erholung erhofft hat, bekommt mit „Turn The Page“ gleich den nächsten Stampfer durch die Lauschlappen geblasen - kurz, auf den Punkt gebarcht und verdammt mächtig! Wer nun gerade vor seiner Anlage steht und begeistert bangt kann beim folgenden „Hatred“ dann nach Lust, Laune und Kondition ausruhen oder gemütlich weiterbangen. Allerdings nur bis zu meinem persönlichen Lieblingsstück „Another Dead End (For Another Dead Man)“ - den dieses wieder schnelle Stück kickt auch den letzten Sesselpupser wieder auf die heimische Tanzfläche bzw. vom Tresen. Unter was das ganze hier allerdings fällt kann ich nicht beschreiben - Peter Tägtren verwursten (auf der ganzen Scheibe) Versatzstücke aus Death Metal, Nu Metal, manchmal klingt das ganze etwas punkig und an ein oder zwei Stellen gibt`s auch mal Riffs, die mich an neuere Sepultura- und Entombed- Scheiben erinnern. Bevor jedoch Zeit ist ein Fazit zu ziehen, kommt als vorletztes Stück mit „Seeds Of The Chosen One“ dann noch eine geniale Hymne, die live perfekt zum mitgröhlen sein dürfte und einen sofort in seinen Bann zieht, bevor der Rausschmeißer „All Turnes Black“ dann zum beschaulichen Rückblick geeignet ist, einfach um wieder zur Ruhe zu kommen nach einem aufregenden Stück Metal. Denn Metal ist das ganze - allerdings nicht unbedingt die Art die man von Hypocrisy gewohnt ist. Wer auf „Penetralia“ schwört und die neuen Scheiben nicht mag, kann hiervon erst recht die Finger lassen. Alle anderen Tägtren-Jünger kaufen das Teil sowieso, und wer Pain Hypocrisy vorzieht kann / sollte hier auf alle Fälle reinhören, den „Catch 22“ ist eine Schnittmenge aus Hypocrisy und Pain. Und an dieser Stelle würde ich jetzt gerne Schweigen, allerdings fehlt dann jaeine Art Fazit: als reiner Hyocrisy-Fan, der auf die alten Scheiben schwört, müßte ich die Band beerdigen wie seinerzeit Metallica mit „Load“. Objektiv betrachtet ist „Catch 22“ ein modernes Metalalbum, das in keine Sparte so ganz passen will, szeneübergreifend und innovativ ist und somit sämtlichen Spielraum nach oben lässt - je nach Geschmack! Und da ich der Meinung bin, Bands sollten ihrem Stil treu bleiben und Peter Tägtren hätte das ganze leicht modifiziert oder auch genau so bei seinem Nebenprojekt Pain besser veröffentlicht, empfehle ich halb subjektiv, halb objektiv das Ding auf jeden Fall mal anzutesten. Aber entscheidet selbst...

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