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Konzert Review: Hexentanz in Ratingen

Veröffentlicht am Samstag 01 Mai 2004 13:38:18 von madrebel
phpnuke.gifIn Extremo und Filia Irata luden zum Hexentanz an den blauen See. Ein toller Auftritt, der nachher in Anarchie mündete. Dies lag allerdings nicht an den Bands. Aber wo der Veranstalter chaotisch agiert, darf man sich darüber nicht wundern.






Hexentanz Ratingen / Naturbühne Blauer See


30.04.2004


Walpurgisnacht sollte heute gefeiert werden und das am blauen See in Ratingen. Und mit „Filia Irata“ und „In Extremo“ hatte man zwei hochkarätige Acts verpflichtet, die das Publikum mit Musik und Tanz in die Nacht begleiten sollten.
Nun, das taten sie auch und zwar mit Bravour.
„Filia Irata“ heizten der Menge, die nicht auf ihre Getränke warten mussten, gehörig ein und spielten einen tollen Gig, der vielen Besuchern sehr gut gefiel. Die Performance, der 4 frechen und sympathischen Hexen war grandios. Die Musik einfach klasse und auch die vorderen Reihen sahen dies ähnlich und machten gute Stimmung. Gaukelei, Dudelsackspiel. Es war grandios.

Kurz danach kam dann aber die Band, auf die hier jeder der mehr als 2900 Besucher gewartet hatte. „In Extremo“. Und sie spielten ihren einzigen Akustikgig dieses Jahr in dieser landschaftlich schön gelegenen Ecke von Ratingen. Und das ließen sich die Leute natürlich nicht entgehen.
Mit einem langen selbstgespielten Intro stimmten sich die 4 Extremos auf den Gig ein und endlich hörte man wieder die Ansage, von den 4 Vaganten, die ihr Glück in der Hölle fanden. Und trotz schlechten und regnerischen Wetters ging es direkt ab. Die „In Extremo“ Maniacs tanzten und hüpften bis zum Exzess. Nunja, man musste sich bei dem Wetter auch warm halten. Warum also nicht das angenehme mit dem nützlichen verbinden.
Zum Teil wurden Songs gespielt, die man seit ewigen Zeiten nicht mehr gespielt hatte, wie z.b. „Stella Splendens“. Selbstredend hatte der Vierer richtig gehend Spaß, genauso wie der kleine Philipp an der Trommel, der vom Publikum mit großem Hallo begrüßt wurde und man ihm auch mit viel Applaus huldigte. Der kleine wurde dann doch ein wenig rot, wie es schien. Auch waren die Ansagen vom „letzten Einhorn“ mal wieder spaßig und der Situation immer angemessen.
Getrübt wurde der Abend jedoch durch eine vollkommen miserable Organisation, die sich nicht nur durch vollkommen überforderte Thekenkräfte an den sage und schreibe 3 Bierbuden auszeichnete. Nein, man schaffte es auch dem erbosten Besucher sein Geld für gezahlte Biermarken nicht zurück zu erstatten. Dazu war es ein genialer Schachzug des Veranstalters, nicht mit einem solchen Besucheransturm zu rechnen, es war ja auch nur ein darauffolgender Feiertag, und aufgrund dessen sowenig Getränke zu bestellen. Dazu waren eben die Thekenkräfte an allen 3 Buden vollkommen überfordert und ließen die Gäste zum Teil bis zu 45 Minuten auf ihre Getränke warten. Ein Unding, was viele Gäste zu Recht sehr zornig werden ließ.
Der größte Gag allerdings war, daß nach 23.00 sämtliche Securitys und sonstige Mitarbeiter, außer denen am Würstchenstand(die einzig halbwegs professionellen an diesem Abend), sich klammheimlich verkrümelten und eine kleine friedliche Form der Anarchie ausbrach. Beispielsweise wurden sämtliche Bierbuden auf gesittete Art und Weise geplündert. Das hieß, die Besucher des Hexentanzes übernahmen die Buden, zapften und spülten und bedienten die anderen Besucher. Und es funktionierte nahezu reibungslos. Und dazu gab es die Getränke auch noch für umsonst. Wer sollte da denn auch noch kassieren ? Das dies Stimmung machte und gut ankam, dürfte klar gewesen sein.
Ach ja, um 24.00h wurde dann doch noch wider Erwarten das Maifeuer entzündet und nach Feuertanz diverser Gaukler, mit Feuerspucken und Feuerschlucken kamen dann noch mal beide Bands auf die Bühne um gemeinsam noch mal richtig loszurocken.
Die wenigen noch verbliebenen Besucher erlebten daraufhin noch einen grandiosen Konzerthöhepunkt und sowohl Musiker als auch Besucher hatten noch mal so richtig Spaß zusammen. Besonders als man das „Palästinalied“ zusammen spielte wurde es noch mal so richtig heiß im Publikum. Und das lag nicht nur am großen Lagerfeuer was am See brannte.
Fazit: Beide Bands gaben sich richtig Mühe, dem Publikum einen schönen Abend zu machen und dies gelang ihnen auch. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ihr wart die Retter des Abends.
Einen groß ausgestreckten „Effe“ gibt es jedoch in Richtung der verantwortlichen Veranstalter, die sich mehr als nur stümperhaft erwiesen haben und denen man wohl Betrug am Kunden attestieren kann. Ich persönlich kann nur hoffen, daß sich jeder Besucher massiv bei der Organisation beschwert. Sowohl brieflich, telefonisch, als auch via Mail. Diejenigen, die sich beschweren möchten, können eine Mail schreiben an : info@burgsatzvey.de, bzw. melde er sich bei den wirklich verantwortlichen. Und zwar : „Rothermel Catering“, Johann-Peter-Bölling-Platz, 41061 Mönchengladbach, Telefon (02161) 1 45 28 .

Ansonsten war es trotz allem, ein toller Abend.

madrebel

P.S : Unter http://www.ratingenweb.de/index.php?id=53&backPID=40&tt_news=838 könnt ihr einen weiteren Bericht zu dem Abend finden.


Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind 4 Kommentare vorhanden, Sie können sich an der laufenden Diskussion beteiligen.
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Re: Hexentanz in Ratingen
Die Gläser wurden zum größten Teil nicht gespült, sondern in den Bierständen oder davor kaputtgeworfen.
Die Kartons wurden in einem kleinen Nebenfeuer verbrannt

Re: Hexentanz in Ratingen
wir ham 24 gläser mitbenommen :D
Re: Hexentanz in Ratingen
Egal, gab ja genug Flaschen zum weiterreichen!
Re: Hexentanz in Ratingen
spaeter am abend. ja.
aber das kann ich nachvollziehen... man kann es glaube ich nur den Bands zu gute halten, dass nicht mehr passiert ist.

ein paar andere schlecht organisierte Dinge, von denen ich hier bisher noch nirgends was gelesen habe sind nun ja leider NICHT dem Catering zuzschreiben, sondern dem Veranstalter selber: die bei Regenwetter offen verlegten Kabel (klar gab es dann als InExtremo anfing zu spielen einen Stromausfall), die winzigen Monitorboxen zur Beschallung der Tribuene, vier Securitys fuer den ganzen Abend,...
...wie gesagt, es wundert mich, dass nicht wesentlich mehr passiert ist.