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CD Review: Helloween - Keeper Of The Seven Keys-The Legacy

Veröffentlicht am Dienstag 08 November 2005 21:16:33 von Master_of_Puppets
An sich waren und sind die Keeper-Platten aus den 80ern ein Vermächtnis, wenn nicht das musikalische Vermächtnis von Helloween. Wieso die Hamburger ihren neuen Output gerade diesen, höchst diskussionswürdigen Titel geben mussten bleibt offen. Denn nichts kann eine größere Hypothek für ein neues Album sein, als eine fast schon übermächtige Vergangenheit. Deswegen kann man es schon als Wagnis bezeichnen, dass Helloween nach 15 Jahren wieder das Keeper-Konzept aufgreifen.
 
 
CD1:
The King For A 1000 Years
The Invisible Man
Born On Judgement Day
Pleasure Drone
Mrs. God
Silent Rain
 
CD2:
Occasion Avenue
Light The Universe
Do You Know What Youre Fighting For
Come Alive
The Shade In The Shadow
Get It Up
My Life For One More Day
 
Steamhammer
 
Andi Deris - Vocals
Michael Weikath - Guitars
Sascha Gerstner - Guitars
Markus Grosskopf - Bass
Dani Löble - Drums
 
Der Fairness halber muss man allerding anmerken, dass man die Helloween der 80er nicht einfach mit der heutigen Besetzung vergleichen sollte. Mit Michael Kiske und Kai Hansen sind seit damals zwei, die Songs prägende Persönlichkeiten nicht mehr dabei, dies gilt es bei einer Rezension einer Helloween-CD zu berücksichtigen. Musikalisch haben die Hanseaten sowieso nichts mehr mit dem Stil der späten 80er bzw. frühen 90er zu tun, allein die Stimme von Andi Deris lässt sich mit der eines Kiske nicht vergleichen.
Kommen wir also zu dem was bei einer Neuerscheinung zählt, der Musik. „Keeper Of The Seven Keys - The Legacy” beginnt gewaltig, mit dem 14-minütigen Hammer ”King For A 1000 Years”. Dieser Song besitzt eigentlich alle Merkmale, die man von Helloween in dieser Form fast nicht mehr erwartet hätte. Schnelle Passagen, ruhige, um nicht zu sagen epische Momente und getragene Parts. Dieser Song ist zu jeder einzelnen Sekunde spannend und abwechslungsreich. Getoppt wird er, was nahezu unmöglich ist, vom folgenden „The Invisible Man“. Hier zeigen Michael Weikath & Co., warum sie im bereich des melodischen Speed bzw. Power Metal immer noch das Maß aller Dinge sein können. Ein Track an dem es absolut nicht auszusetzen gibt, gekrönt von einem Chorus, der sich schnell im Ohr festsetzt, und dieses auch nicht mehr so schnell verlässt.
Leider sinkt dieses hohe Niveau mit den folgenden Nummern etwas ab. „Born On Judgement Day“ und „Pleasure Drone“ sind nett daherkommende Durchschnittsnummern. Keine Totalausfälle, aber auch nicht gut genug, um irgendetwas interessantes daran feststellen zu können.
Mit der Vorab-Single „Mrs. God“ steigt allerdings die Spannung wieder. Kurz, knackig, sofort auf den Punkt kommend, ist der Song auch nach dem zwanzigsten Hören immer noch nicht ausgelutscht. Hervorheben muss man hier auch die interessante Gitarrenarbeit, welche dem Stück eine abwechslungsreiche Note verleiht. Am Ende der ersten CD gibt es dann noch einen weiteren belanglosen Song, das speedige „Silent Rain“.
Die zweite CD von „Keeper Of The Seven Keys - The Legacy” wird ebenfalls von einem Überhammer eröffnet. „Occasion Avenue“, in dessen Intro sich Zitate aus den ersten Keeper-Alben finden, ist ein gnadenloses Highlight. Es fehlen einem fast die Worte angesichts der Tempowechsel, der Intensität und der Kurzweiligkeit dieses, wiederum über 10 Minuten langen zweiten Openers.
Nach diesem Kracher ist es Zeit für etwas besinnlicheres. „Light The Universe“ ist eine klassische, schöne Ballade, bei der Blackmores Night-Sängerin Candice Night die Band unterstützt. Danach wirds aber leider wieder weniger spektakulär. „Do You Know What Youre Fighting For”, „Come Alive” und „A Shade In The Shadow” sind zwar stellenweise ganz nett, aber richtig begeistern können sie nicht. Dies ändert sich jedoch mit „Get It Up“. Schnell kommt man hier zum Punkt und kann einmal mehr durch einen klasse groovenden und treibenden Song punkten. Als Abschluss bieten Helloween mit „My Life For One More Day“ noch einmal ein  mitreißendes Beispiel, warum sie im Bereich des melodischen Power Metal nach wie vor eine beachtenswerte Band sind. Ein exzellentes Ende des Doppelalbums, das nicht, wie zunächst befürchtet, am übergroßen Vermächtnis der ersten beiden Teile von „Keeper Of The Seven Keys“ scheitert. Stellenweise wird das hohe musikalische Niveau aus den 80ern erreicht, leider schwächen die vielen weniger spektakulären Stücke den grundsätzlich positiven Eindruck etwas ab.

Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Helloween - Keeper Of The Seven Keys-The Legacy
"Wieso die Hamburger ihren neuen Output gerade diesen, höchst diskussionswürdigen Titel geben mussten bleibt offen."

Das kann ich dir sagen: Marketing. Nochmal richtig absahnen. Verkaufszahlen steigern. Alte Fans doch nochmal dazu bringen, eine Helloween-Platte zukaufen.

Was denn sonst? :-)