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Konzert Review: Hell over Krefeld Festival - 09.01. - 10.01. 2004

Veröffentlicht am Sonntag 11 Januar 2004 19:44:30 von madrebel
phpnuke.gifDas neue Jahr ist noch keine 2 Wochen alt und schon gab es ein Festival, was wirklich granatenstark war. Und an 2 Tagen hintereinander hatte man ein wirklich gutes Billing aus der Taufe gehoben, was Leute sogar aus Nürnberg, Darmstadt und auch dem Kölner Raum anreisen ließ.
Hell over Krefeld Festival / 09.01. – 10.01. 2004

Krefeld Uerdingen / Schymy´s Pub

Das neue Jahr ist noch keine 2 Wochen alt und schon gab es ein Festival, was wirklich granatenstark war. Und an 2 Tagen hintereinander hatte man ein wirklich gutes Billing aus der Taufe gehoben, was Leute sogar aus Nürnberg, Darmstadt und auch dem Kölner Raum anreisen ließ. Verkehrstechnisch top gelegen, direkt im Uringestank verseuchtem Bahnhof Uerdingen, war diese Location auch problemlos zu erreichen.

Los ging es gegen 19.30h dann mit den Bottroper Deathmetallern von „Laid in Ashes“, die in ihren knapp 40 Minuten einen ordentlichen Gig auf die Bretter legten. "Teutonic Death" und "Christcrusher", waren nur 2 Songs eines wirklich überzeugenden Auftritts, der insbesondere vom Frontmann lebte. Hat echt Spass gemacht.
Die nachfolgenden „Exposed Guts“ waren dann für eine der Bands eingesprungen, die ausfielen und die Münsteraner Deather machten ihren Job verdammt gut. Death Metal vom feinsten, der besonders den alten Puristen gefiel und Party machten die Burschen auch noch ohne Ende. Die Songs knallten ohne Ende und die Mischung aus eigenen Nummern , u.a.:“ Regorge The Spawn“, „Bow Down Bitch“ und Coversongs, "Kill Your Mother, Rape Your Dog" von „Dying Fetus“, von „Death“ wurde „Zombie Ritual“ gezockt , dazu noch „Carnal“ von „Vader“, das war schon ordentlich. Guter Auftritt.
Als nächstes kamen die Leverkusener Deathgrinder von „Transgression“ auf die Bühne, und die Jungs machten echt Spaß ohne Ende. Fronter Lars erwies sich als wahrer Komiker, besonders als er ankündigte, es würde wegen Beschwerden, keinen analen Verkehr mehr mit den männlichen Fans geben, dafür hatte er als Geschenke eine fette Salami, eine Packung Würstchen, eine Flasche Aldipils und eine CD im Tütchen. Das war mal einen echt nette Geste. Musikmäßig gaben die Jungs alles und das Gemoshe vor der Bühne sprach echt Bände. Saumäßig coole Truppe. Die CD sollte man sich echt kaufen. Hammerauftritt.
Die nachfolgenden „Legacy of Darkness“ erwiesen sich aus meiner Sicht dann als Stimmungstöter. Die Jungs spielten Black Metal, der in meinen Ohren allerdings vollkommen langweilig und belanglos klang. Die Truppe war allerdings mit Warpaint auf der Bühne, außer dem Drummer und genau das sah optisch einfach lächerlich aus und ließ nicht nur mich heftigst schmunzeln. Schlecht war der Auftritt zwar nicht, aber irgendwie berührte mich das alles gar nicht. Nur für Fans.
„Jack Slater“ daraufhin konnten natürlich bei den Besuchern punkten ohne Ende. Der mittlerweile kurzgeschorene Fronter „Horn“ hatte die Menge im Griff und war mal wieder der Kasper vor dem Herrn. Im positiven Sinne natürlich. Blöde Sprüche en Masse´und wieder saugeilen Death Metal. Leider war es mir nicht mehr vergönnt den Gig bis zum Ende zu verfolgen, da die letzte Bahn fuhr. Aber da die Jungs bald wieder in der Gegend spielen, ist das nicht so schlimm. Trotzdem, geiler Gig.

Tag 2 begann für mich erst mit „Battlesword“, die eine wirklich coole Performance hinlegten. Feinster Death Metal, der unheimlich viel Spaß machte. Und selbigen hatten auch die Niederrheiner auf der Bühne. Die ganze Truppe war aktiv ohne Ende und verausgabte sich total. Die Songs waren auch klasse, „Baptized In Fire“ oder auch „This Silent Night“ konnten absolut überzeugen. Klasse Gig.
Nun folgte der Auftritt, auf den ich mich persönlich am meisten freute. „World Downfall“ enterten die Bühne und mit einem granatenstarken Sound knüppelten die Leverkusener/Kölner Combo ein Brett nach dem anderen in die Menge. Die Gäste weiter hinten schauten zwar etwas verdattert, dafür hatte man vorne bei dem ultrageilem Grind einen Heidenspaß. Fronter Lohm brüllte sich alles aus dem Leib. Die Songauswahl beinhaltet zum Hauptteil Nummern des aktuellen Longplayer´s, von dem man u.a. "Placed On A Siding","Disease" und „The needle“ brachte. Coversongs gab es auch. Und zwar von „Turbonegro“ eine geil heruntergerotzte Version der Nummer „I got erection“ und eine herrlich verhackstücke Version von „Raining Blood“. Klasse Gig und für mich der beste an dem ganzen Wochenende.
„Obscurity“ hatten es danach sichtlich schwerer. Aber auch die Bergisch Ländler konnten überzeugen. Lupenreiner und handwerklich geiler Death Metal, der mir persönlich viel Spaß machte. Zwar coverte man auch „Slayer“ mit „Dead Skin Mask“, aber warum auch nicht ? Solange es Stimmung macht, ist das legitim. Cooler Auftritt.
Jetzt kamen die Lokalmatadoren von „Jormundgard“ auf die Bühne und diese Truppe überraschte mich dann wirklich. Der Death/Thrash Mix wusste bei mir zu überzeugen und insbesondere der Fronter war für mich eine Überraschung. Auch wenn der Junge wie ein kleiner Milchbubi und Mami´s Liebling aussah, seine Stimme war der absolute Hammer. War wirklich überraschend und löste nicht nur bei mir verwunderte Begeisterung aus. Die sollte man sich mal ansehen, wenn die in der Nähe spielen.
Danach war dann für mich aber Schluß, weil danch nur noch Black Metal kam, und mich nicht mehr wirklich interessierte.
Alles in allem aber ein cooles Konzertwochenende. Klasse Sound für jede Band. Musikmäßig war für fast jeden was dabei. Das war mal nicht schlecht. Jedoch eine absolute Unverschämtheit waren die Eintrittspreise. 12€ für einen Abend und 18€ für 2 Tage sind an Dreistigkeit kaum zu überbieten und haben mit Underground nichts, aber auch gar nichts zu tun. Wer solche Eintrittspreise nimmt, sollte sich in Grund und Boden schämen, denn der hat echt nichts kapiert. Ein riesiges „Fuck off“ in die Richtung. Da sollte man sich echt das nächste Mal Gedanken machen und 15€ wären die absolute Obergrenze gewesen. So nicht, liebe Veranstalter. Außerdem sollte man sich auch Gedanken über Kapazitäten machen, denn der Laden war definitiv überfüllt. Am Samstag dürften 250 Leute dagewesen sein und das war eindeutig zuviel. Aber wenn sich diese elendig arrogante, dämlich rumstehend glotzende und affektierte Security mehr Gedanken über Rucksäcke als Sicherheit in dem Laden macht, dann haben die ihren Job verfehlt.
Der Laden ist für solche Gigs im Grunde genommen nicht geeignet und da sollte man sich über eine Zuschauerlimitierung Gedanken machen.
Ansonsten ein cooles und ansonsten gelungenes Konzertwochenende. Wenn man dieses Konzert beim nächsten Mal in einer geeigneteren Halle veranstaltet, bin ich definitiv wieder dabei.

madrebel


Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Hell over Krefeld Festival / 09.01. – 10.01. 2004
Also erst einmal, Obscurity machen kein Death Metal!

Dann zu dem Eintrittspreis:
Ich fand den Preis von 10Eur (vorkasse) mehr als fair für den Samstag den ich da war. Es spielten 8 Bands (waren doch 8?). Das Konzert ging fast 9 Stunden und dafür waren 10Eur auf jedenfall nicht zuviel.

Aber was mir nicht gefallen hat, wie dir auch, das der Laden einfach zu überfüllt war.
Für kleinere Konzerte mag der Pub ja gut geeignet sein, aber nicht für so ein Festival.

Und auch die komischen Secrurity Leute waren das Letzte.

Naja, mal schauen ob ich beim nächsten mal wieder dabei bin...
Re: Hell over Krefeld Festival / 09.01. – 10.01. 2004
Habe leider nur den Freitag erlebt, fands aber zumindest an diesem Tag keineswegs überfüllt.
Der Sound war der absolute Hammer, ebenso Lichtanlage und die Performance der Bands.
Legacy of Darkness fand ich auf jeden Fall besser als auf Konserve, wobei Laid in Ashes und Transgression meine Faves waren.
Die Preise sind meines Erachtens vollkommen gerechtfertig (man bezahlt für eine Band gerade mal 1,50) und auch die Security ist mir nicht negativ aufgefallen. Hatten z.B. kein Problem mit unserm Six Pack, dass es nacher ohne Problem wieder gab.
Mich haben die Bands am Samstag zwar nicht interessiert, weswegen ich an diesem Tag nicht zu Gange war, finde es aber schade, wenn es denn so war, dass euch manche Sachen negativ aufgefallen sind. Man sollte aber bedenken, dass das Festival zum ersten Mal steigt und deswegen noch ausbaufähig ist.
mfg Todeskiller
Re: Hell over Krefeld Festival / 09.01. – 10.01. 2004
Hy madrebel,
hier schreibt Dir Marc der Veranstalter des HOK Festival. Hallo erstmal und besten Dank an alle Konzertbesucher, Fans, Freunde, Bands und Kritiker !!!
Was Du da so behauptest, ist ja absoluter Scheiß !!! Würd mich nicht wundern wenn Du für's No Mercy lieber für 8 Bands 35 € aus gibst und ein Underground Festival mit 13 Bands 15 € als zu teuer findest !!! Hallo !!!
Zweitens über Musikgeschmack kann man sich streiten. Und die Securitys waren durchaus berechtigt, haben niemanden was getan und Ihren Job jut gemacht. Außerdem war es auch nicht überfüllt sondern gemütlich !!!
Und vor allen Dingen war es ein Hammer Festival und Obscurity spielen keinen DM sondern BM Viking Metal. Kannst ja mal selber ein Fest organisieren und schauen.
Für alle anderen, wir sehen uns am 30/31. in Neuss/Norf wo wir im Haus Derikum zusammen mit MIDWINTER, OBSCURITY und JORMUNDGARD zocken und besucht mal wieder unsere HP www.legacyofdarkness.de. Demnächst gibts ein paar neue Gigs und ne Europatour steht sehr wahrscheinlich an mit MYSTIC CIRCLE und LUNATIC DICTATOR !!!
Stay Metal
Zorn
666
Re: Hell over Krefeld Festival / 09.01. – 10.01. 2004
Loieber Acheron !

Erstmal, was Schubladen betrfft, ob es nu Black mit Death Metaleinflüssen ist, oder Death mit Black oder Viking oder sonstwas, ist vollkommen egal.
Aber, was den Eintrittspreis betrifft, finde ich und es war nicht nur meine Meinung den Eintrittspreis mehr als happig. Du vergleichst das mit dem "No mercy", nun, der Vergleich hinkt ohne Ende und das ist zwar auch sehr teuer, aber da spielnen auch etablierte Bands, was den Preis nicht unbedingt rechtfertigt.
15€ habe ich im übrigen nicht gezahlt, sondern 18€ für 2 Tage, das sind 3€ Unterschied und die Menge macht´s. Und jetzt ganz ehrlich, nichts gegen die bands, die alle ihren Job top gemacht haben, aber die meisten bands kommen nun mal aus der Region und dürften daher nicht wirlklich teuer sein, von daher sind solche Preise eine Unverfrorenheit. Ja, und auch ich habe schon was organisiert und das für einen Bruchteil des Preises und bin da gut rausgekommen. Man muss nur wissen, wo man was macht.
Die Securitys fielen mehreren negativ auf und bei einem Undergroundgig braucht man keine Securitys, das ist Bullshit und unsinnig. Kostet zuviel, macht keinerlei Sinn. Funktioniert in jedem JZ und anderen Location´s auch ohne Security. Besonders bei solchen, die so aussahen, als wären sie einem paramilitärischen Kampfsportverein entsprungen.
Und, es war definitiv überfüllt. 50 Nasen weniger, und es wäre gemütlich gewesen.
Weisst du, ich habe selbst weitaus mehr als 400 Konzerte in meinem Leben mitgemacht und weiss wovon ich spreche und habe auch durchaus Einblick in Preisklassen und auch einige Kollegen, die selbst schon desöfteren Gigs organisiert haben, sagten selbst. Eindeutig zu teuer.
Bei 15€, aber die waren ja im VVk(*lol*), kann man sagen, okay. Aber 18€ sind echt zuviel. Das ist also kein Scheiss, sondern Fakt. Ich würde beim nächsten male, die Preise etwas günstiger gestalten, die Location wechseln. In Krefeld dürfte sich gewiss was finden lassen und auch von den Spielzeiten was ändern, das auch Leute, die von weiter weg kommen, was davon haben und alle bands sehen. Das ist auch unfair den Bands gegenüber. Nicht alle haben Führerschein und sind auf Bahn angewisen. Also, auch sowas bedenken. Kleiner Tipp.
Aber das du nur mopperst und dich nicht mal bedankst, dass ich ansonsten das Festival gut bewertet habe, spricht nicht gerade für dich. Wünsche dir trotzdem viel Glück beim nächsten mal.

Greetz,
madrebel
Re: Hell over Krefeld Festival / 09.01. – 10.01. 2004
Moin!

Wollte nur kurz anmerken, dass der Beitrag zwar von meinem Account aus geschrieben wurde, aber nicht von mir kommt!

Eine Anmerkung zu den Securitys hab ich aber auch noch. Soweit ich weiß mussten diese bestellt werden! Und ja das hat auch ne Menge Geld gekostet, was man sicher gerne eingespart hätte.
Das die Bands zum Teil aus der Region kommen stimmt zwar, das die Kosten gering waren ist aber wohl ein Irrtum. Die Fahrtkosten für die angereisten Bands + Catering und Getränke schlägt da ordentlich zu Buche. Dein Kommentar zun den Eintrittspreisen klingt, als wollte sich der Veranstalter eine schöne goldene Nase verdienen. Ganz im Gegenteil war das Festival sehr genau kalkuliert!

Zu voll fand ichs definitiv nicht, außerdem richtet man sich da ja nach den Angaben vom Besitzer, wieviele reinpassen ! Und es waren definitiv nicht mehr als 200 Menschen gleichzeitig anwesen (Bands eingerechnet), das zeigt die Kasse!

Ansonsten danke für dein Review und die Anmerkungen !

Mfg,
Acheron