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Konzert Review: Gwar / Leipzig Conne Island 16.04.2005

Veröffentlicht am Dienstag 26 April 2005 00:17:11 von madrebel
phpnuke.gifHier meine Eindrücke vom Trip nach Leipzig (die zwar keinen interessieren, aber ich werd nicht müde mir einzureden dass mein Gwar-Missionierungsauftrag vielleicht doch dann und wann mal Früchte trägt, ihr Banausen):
natürlich nicht nur für das eine Konzert sondern auch für die übliche sightseeing-runde nach Leipzig gefahren, verbrachte man den tag bei prächtigstem Wetter in der (und das sage ich als ansonsten skeptischer Wessi) sehenswerten Stadt mit dem einen oder anderen Bierchen und der Vorfreude auf ein anständiges Massaker.
An der Location „conne island“ angekommen (das Wort „alternativ“ muss für den Schuppen und seine Stammgäste wohl neu definiert werden), wunderte ich mich erstmal über die geringe Anzahl an Fans die trotz niedrigster Eintrittspreise und Samstagabend den weg hierhin gefunden hatten. Gwar verkaufen zwar weiterhin wenig platten, aber bei den "west"-gigs bei denen ich in der Vergangenheit anwesend war, konnte man sich immerhin an einem (fast) ausverkauftem haus erfreuen. der Osten scheint Gwar also noch weniger zu würdigen als der Rest der Republik. schwamm drüber. aufgrund fehlender Vorbands und dem sich langsam wenigstens einigermaßen füllenden Schuppens, begann das Spektakel dann erst so gegen 22:00 (20:00 war angegeben *lol*)...
In der ersten reihe konnte man einigermaßen gemütlich stehen (die meisten der nicht diehard-gwar-fans hatten wohl berichtigte sorgen um ihr Outfit und hielten sich in der hinteren hälfte der halle auf) und dementsprechend stand einem bereits nach dem ersten Song die Suppe in den Schuhen und die Klamotten waren bis zur untersten schicht absolut durchgeweicht. super Voraussetzungen um den Rest des abends entspannt zu genießen und den Hinrichtungen von "slut Paris Hilton", Arnold Schwarzenegger (größtes "fascist pig"), George Bush (allergrösstes "fascist pig") oder der Roboter-Reinkarnation von Ronald Reagan (allerallergrösstes "fascist pig") beizuwohnen. Nancy Reagan wurde in den Innereien des Roboters dann auch noch gefunden und gleich wieder zerfetzt. Die Band, vor allem Oderus (alias Dave Brockie), war offensichtlich in bester Partylaune und teilte sich das ein oder andere Bier mit den besudelten in den ersten reihen. Leider verletzte sich (kein showact diesmal !!) Gitarrist Balsac in der Pause vor den Zugaben am kopf (die Sklaven schleppten panisch Wasser und Eisbeutel an), so dass man die letzen Songs zu viert spielte. krasser Showabschluss war dann der Einsatz einer Spritzkanone, die auch nach Konzertende noch abgefeuert wurde, bis der letzte aus dem Saal (in dem sich eine ansehnlich große Pfütze gebildet hatte) rausgespült wurde. Persönlich durfte ich mich über ein von Balzac überreichtes Plektrum freuen. lobend erwähnen muss ich auf jeden fall auch noch das absolut fan-freundliche Merchandising (preise wie vor 10, 15 Jahren..) !!! An der Hotelrezeption bin ich dann anschließend sehr eiligen Schrittes vorbeigehuscht . bei meinem Anblick hätte man sich nicht über einen Anruf bei der Polizei wundern dürfen..! (die Putzfrau wird sich auch über rote Spritzer im bad und rotdurchtränkte Handtücher gewundert haben...*lol*)!
Gespielte Songs waren u.a. (soweit ich das memorieren kann und ohne richtige Reihenfolge): "horror of yig" (Opener und Soundtrack zum abschlachten von „melvin“), "womb with a view" (Soundtrack zur Geburt des speienden Kindes), "have you seen me?", "war party", "salaminizer", "sick of you", "bonesnapper", "ham on the bone", "crush kill destroy", "immortal corruptor", "krosstika" und "biledriver"...

- 6666 / Thomas


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