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Konzert Review: Gwar - Bochum Matrix /12.04.2005

Veröffentlicht am Mittwoch 13 April 2005 20:41:28 von madrebel
phpnuke.gifFuneral Moon schrieb: Wer hätte das gedacht, GWAR geben sich endlich mal wieder in deutschen Konzerthallen die Ehre. Lange Zeit war es ja still geworden um die Scumdogs, keine Europatourneen, von Metal Blade gedroppt und kein neues Album in Sicht. Doch nun scheint es wieder aufwärts zu gehen, das neue Album War Party ist erschienen und GWAR gehen auf große Deutschlandtournee.












Ich war zuerst skeptisch ob das deutsche Publikum noch Interesse an der irren Funsplatter -Show der Amis hat und erwartete wenig Zuschauer. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Die Matrix war sehr gut gefüllt. Ok, erst einmal ein Bierchen trinken gehen, während die erste der zwei, (nicht angekündigten) Vorbands spielt. Ich glaube sie hießen Fleshcookie (?) und kamen aus Soest. Jedenfalls spielten sie Schwedenrock der Marke Hellacopters. Naja, war ganz ok. Ok, die ersten Bierchen gingen die Kehle runter, auf zum Merchandising Stand. Wow, wirklich faire Preise. Ist man ja sonst nicht von Bands aus Übersee gewohnt. Das brandneue Album für einen Zehner. Shirts, Pullis etc. für 15 bis maximal 28 €. Inzwischen spielte die zweite Vorband deren Namen ich nicht weiß. Völlig austauschbarer Nu-Metal von der Stange. Baßlastiger Sound, shouten und cleane Refrains. *gääähhn* Irgendwann war der Spuk endlich vorbei und vor der Bühne wurde es voller. Ein buntgemischtes Publikum, zum großen Teil mit weißen Shirts bekleidet, drängte nach vorne. Doch das große Warten sollte erst noch kommen. Satte 20 Minuten ließen sich GWAR Zeit. Als es dann aber endlich losging war die Zeit schnell vergessen. Licht aus, Nebelwerfer an und schon waren sie da: GWAR ! Schon nach den ersten Minuten stolperte die erste zum Tode verurteilte Figur auf die Bühne. Leider konnte ich nicht erkennen welche Persönlichkeit dargestellt werden sollte da ich erst einmal ein paar pogende Gesellen abwehren musste. Und schwupps, da war der Kopf schon ab, (von der Figur). Die ersten Liter Kunstblut ergossen sich aus dem blutigen Halsstummel und die Meute wurde wild. GWAR haben immer noch ordentlich Druck auf den Pumpen, denn das Blut erreichte mindestens das Mischpult. Als nächstes Showelement betrat Mr. Arnold Schwarzenegger die Bühne den ich allerdings ohne die Ansage von Oderus Urungus und die vor Akzent triefende Sprache vom Band nicht erkannt hätte. Nun, nach einem kurzen Geplänkel mit einem der GWAR-Slaves traf Arnie das mächtige Schwert von Oderus und schon war es um ihn geschehen. Den Rest des Songs durfte er also das sichtlich erfreute Publikum vollspritzen. Nach dem Terminator sollte als nächstes die gute Paris Hilton folgen. Und, was soll ich sagen: Sie war verdammt gut getroffen (mitsamt Schoßhündchen Tinkerbell). Festgebunden an einem Holzbrett wurde ihr Unterleib förmlich auseinander gerissen. Und wieder einmal wurde die Halle in Blut ertränkt. Auch der gerade sehr präsente Michael Jackson wurde von GWAR gerichtet. Gesichtshaut ab, Bauch auf und schon folgte die nächste Dusche. Nun wurde es Zeit für ein bisschen amerikanische Politik. Nach Osama Bin Laden (mitsamt Pappbombe) bekam George Dabbeljuh Bush das, was er verdient. Genauer gesagt wurde sein kleiner George nach erbärmlichen Onanierversuchen herausgerissen. Und da ein mächtiger Präsident ohne Pipimann nur halb so mächtig ist konnte er dann auch ganz zerfleddert werden. Respekt sollte man vor allem vor der Detailversessenheit GWARs haben. Jedes noch so kleine anatomische Detail wurde feinsäuberlich dargestellt. Ach ja, und Blut, Blut und Blut. Es folgte eine Figur die schon aus vorherigen GWAR Shows bekannt war. Eine (mir unbekannte) Frau bringt einen Fisch zur Welt und ein Slave darf Geburtshelfer spielen und zieht ein Kind hervor. Das wirklich ziemlich hässliche Balg fängt auch direkt an zu kotzen was mit einem schönen Schwall Waldmeister zur Schau gestellt wird. Nachdem alle beteiligten für diese Sauerei ihre gerechte Strafe bekommen haben geht die GWAR Show auch schon aufs Ende zu. Ein riesiger Roboter (Marke: Battletech) erscheint und wird von den Slaves erst ziemlich erfolglos bekämpft. Wieder ist es Oderus Urungus Schwert was Frieden bringt. Literweise Öl und Blut ergießt sich über die staunende Masse. Als letztes liefern sich GWAR noch einen Kampf mit einem hässlichen, grünen Troll ! Nachdem dieser auch in den ewigen Schaumgummi-Jagdgründen verschwunden ist sollte eigentlich nun Schluss sein. Aber halt, da sind doch tatsächlich noch welche NICHT völlig mit Kunstblut besudelt. Also noch mal ordentlich mit einer Blutkanone literweise draufgehalten. Und als Krönung gibt es noch das Sperma des mächtigen Oderus Urungus oben drauf. Das sollte genügen. Lecker ! Rein aus musikalischer Sicht betrachtet gaben GWAR auch mal wieder alles. Das Gitarrenduo Balsac und Flatus Maximus spielen wirklich klasse Solos und sind auch im Rhythmusbereich top. Auch Oderus Stimme ist wirklich nicht zu verachten. Was aber absolut zu verachten ist, ist die Matrix als Konzerthalle. Ich war schon auf einigen Konzerten dort und die Akustik ist immer beschissen. Matschig, vorne laut und hinten leise. Da ich auch nicht sonderlich mit der kompletten GWAR Discographie vertraut bin ist es umso schwerer eine vernünftige Setlist aus dem Soundbrei herauszuhören Also, gespielt wurden auf jeden Fall "Maggots" und "Ragnarök". Alles in allem ein wirklich verdammt lustiger Abend. Und wer weiß wann GWAR erst wieder das nächste Mal in Deutschland landen.

Funeral Moon

Danke, für den geilen Konzertbericht !!!


Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Gwar - Bochum Matrix /12.04.2005
Gwar-Discographie-unkundige werden in die Antarktis verbannt und für ewig von Gwar versklavt... :-)
- 6666
Re: Gwar - Bochum Matrix /12.04.2005
Geiler Bericht. GWAR unkundige sollten mal auf - http://www.volltrunken.com/gwar.htm -gehen!