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Interview: Graveworm - Ein kleiner Blick nach (N)Utopia

Veröffentlicht am Freitag 31 Dezember 2004 14:01:30 von Bloody_Vampire
phpnuke.gifNoch kurz vor Weihnachten pingelte bei mir der bestens aufgelegte Stefan Fiori durch, um mit mir ein kleines Frage - und Antwort - Spielchen zu bestreiten... Was daraus geworden ist , könnt ihr in den folgen Zeilen finden ...
Graveworm - Ein kleiner Blick nach (N)Utopia :

Kurz nachdem die vorab Version des neuen Graveworm Krachers (N)Utopia bei mir eintrudelte, hatte ich die Ehre mit einem vom Interviewmarathon etwas gestressten, aber doch sichtlich gut gelaunten, Stefan Fiori (Vocals) ein wirklich sehr aufschlussreiches Frage und Antwort Spiel zu spielen. Was dabei alles herauskam habe ich in den folgenden Zeilen für euch zu Papier gebracht......

Hi Stefan! Erstmal Danke, dass du dir die Zeit genommen hast ein paar Fragen zu beantworten. Vielleicht kannst du mir als erstes beantworten, ob sich zwischen dem Vorgänger Engraved in Black und eurem neuen Output besetzungstechnisch etwas getan hat.

Stefan: Ja und es hat sich sogar einiges getan. Nachdem Steve die Band verlassen hat ist Lukas bei uns als neuer Gitarrist an Bord gekommen. Weiterhin ist Harry Klenk wieder unter uns. Nachdem er nach Deutschland gezogen war , war Graveworm für ihn nicht mehr wirklich realisierbar. Nun ist er aber wieder zurück und wird sich bei uns am Bass betätigen. Und unser eigentlicher Drummer legt nun gerade eine kleine Pause ein , denn er muss aus zeitlichen Gründen gerade passen.

Nun aber zu eurem neuen Album. Wie gefällt euch selbst die Scheibe und was sind Änderungen gegenüber Engraved in Black ?

Stefan: Nun ja, die größte Änderung ist wohl auf jeden Fall , dass wir nun mit einem neuen Songwriter arbeiten, nachdem Steve ja die Band nach Engraved in Black verlassen hat. Lukas war danach unser Wunschkandidat und er hat uns sofort seine neuen Ideen und auch seine Richtlinien präsentieren können. Er war sogar dazu im Stande uns gleich am Anfang einen komplett neuen Song präsentieren zu können. Durch ihn wurden die Songs diesmal auch zu fast 100 Prozent auf der Gitarre komponiert und nicht wie bei den Alben zuvor auf dem Keyboard. Lukas hat aber auch wirklich sehr gute Möglichkeiten die Songs zu schreiben, denn zu Hause besitzt er auch noch ein kleines Studio. Im Endeffekt ist aber schon zu bemerken, wie sich (N)Utopia ein Stück weit vom Black Metal entfernt.

Wo wir gerade schon beim Sound der Platte sind. Habt ihr dieses Mal wieder auf den gleichen Produzenten zurückgegriffen oder habt ihr diesen gewechselt und auch eure Arbeitsweise ein wenig verändert ?

Stefan: Nein daran haben wir eigentlich gar nichts geändert. Zumindest im Hinblick auf Engraved in Black. Schon damals haben wir mit Andy zusammengearbeitet und das alles hat uns wirklich richtig gut gefallen.
Andy ist auch ein Typ ,der die Chance hat, die Songs aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten. Für mich muss der Producer eigentlich fast schon so etwas wie ein siebtes Bandmitglied darstellen. Blicken wir nun zurück erkenne ich einen ganz großen Schritt vom Engraved... Album bis hier her.

Mit was für einem Gefühl kamt ihr denn aus dem Sutdio und wie waren die Aufnahmen für euch ?

Stefan: Naja man kommt halt immer mit dem ,Gefühl aus dem>Studio zu diesem Zeitpunkt wirklich das beste Album der Bandgeschichte aufgenommen zu haben. Ist ja auch ganz logisch , man hat sich ja auch eine lange Zeit sprichwörtlich den Arsch aufgerissen. Letztendlich kommt es dann noch darauf an ,was die Reporter von unserem Album halten. Bis jetzt haben wir aber ausschließlich positive Resonanzen bekommen.

Gerade dieser letzte Fakt verwundert mich nicht so sehr. Würdest du trotzdem ein Stück auf (N)utopia besonders hervorheben?

Stefan: Ja, da gibt es sogar einen Song der mir wirklich am Besten gefällt und das ist Hatefull Design. Das Stück zieht live einfach nur grandios, was wir auf der Europa Tour mit Kataklysm schon feststellen durften.

Du hast es ja eigentlich schon indirekt angedeutet, aber war (N)Utopia der logische Schritt, welcher nach Engraved in Black eigentlich nur folgen konnte?

Stefan: Ja, ich denke das kann man so sagen. Gerade auch dadurch das Lukas nun die neuen Songs schreibt. Was aber natürlich nicht zu vergessen ist , ist das jeder in der Band verschiedene Geschmäcker hat und diese auf einem neuen Werk in irgendeiner Weise immer zusammen kommen.

Musikalisch hat sich dann ja doch einiges geändert. Habt ihr auch textliche Änderungen vorgenommen ?

Stefan: Gerade bei den texten haben wir uns verändert, denn sie sind gehen weg von der alten Fantasy Thematik. Sie sind diesmal eher von persönlichen Dingen bzw. von dem Medien beeinnflusst. Jeden Tag kommen wir in Berührung mit Krieg oder anderen Dingen und dies wollten wir verarbeiten. Nehmen wir z.B. Hatefull Design. Der Track spiegelt die Gedankenwelt eines Mörders wieder. Was denk dieser wenn er gerade dabei ist jemanden ins Jenseits zu befördern, ist bei eben genanntem Song ein wichtiger Aspekt.

Textlich beziehst du deine Einflüsse also zu einem großen Teil aus den Medien. Wie steht es denn mit eurer Musik? Welche Band habt ihr am Anfang eurer Karriere als Einfluss gezählt und was sind deine Vorlieben ,wenn du dir zu Hause Musik anhörst ?

Stefan: Ganz am Anfang waren sicherlich Crematory der größte Einfluss und wir wurden auch recht oft mit ihnen verglichen .Wir haben uns von ihrem Sound ja aber wirklich weg bewegt und bekommen heute andere Vergleiche zu hören. Zu Hause lege ich mich überhaupt nicht auf eine bestimmte Musikrichtung fest. Ich höre einfach was mir gefällt. Zur Zeit sind das sowohl Crematory als auch In Flames und Killswitch Engage.

Da wir gerade von Einflüssen sprechen. Ist es bei euch eigentlich schon öfter vorgekommen, nur als Cradle of Filth oder Dimmu Borgir Kopie abgetan zu werden ?

Stefan: Ich höre diesen Vorwurf ständig. Es ist klar , dass Bands, die man selber mag auch in der Musik wiedergefunden werden können, aber kopiert haben wir mit Sicherheit noch nie und wer unser neues Album hört kann uns wohl eher mit Hypocrisy als mit eben genannten vergleichen. Wir sind eben nicht mehr so viel Black Metal wie noch vor einiger Zeit.

Du sagst ihr seid ein Stück weg gekommen vom Black Metal .Was glaubt ihr welche Forderung eure Anhänger an euch gestellt haben ?

Stefan: Hier sind die Meinungen natürlich unterschiedlicher Natur. Es ist richtig , einige würden sich ein Engraved in Black 2 nur zu gern wünschen. Doch denke ich, zeit (N)Utopia gleich zu Beginn , was es ausdrücken will und ballert richtig auf die Fresse.

Wo wir nun schon so viel darüber gequatscht haben. Was für eine Stilrichtung sind Graveworm denn für dich persönlich ?

Stefan: Für mich sind Graveworm Dark Metal. Black Metal sind wir eher weniger, Death Metal auch nicht wirklich. Wir beziehen zwar Einflüsse aus all diesen Bereichen, doch der Begriff Dark Metal beschreibt unsere Musik einfach am Besten.

Nun aber mal zu einem etwas anderen Themengebiet und zwar dem Touren. Wie sind denn eure eindrücke von der diesjährigen Tour mit Kataklysm ?

Stefan: Für uns war es die Beste Tour , die wir bis jetzt gespielt haben. Wir waren so etwas wie eine große „Kelly Family“ (lacht). Alle waren gut drauf und hatten wirklich Spass. Dieser sollte ja auch im Vordergrund stehen. Auch die Besucherzahlen waren gut. Durchschnittlich haben wir vor ungefähr 350 Leuten gespielt mal waren es mehrere mal weniger. In manchen Städten hatten wir zuvor auch schon öfter gespielt. Dort sind die Leute dann richtig abgegangen. Dort wo wir noch nicht so oft waren , war es teilweise eher etwas ruhiger und die Leute guckten mehr.

Da die Eindrücke so gut waren.... Habt ihr für das nächste Jahr schon eine Tour in Planung? Vielleicht sogar als Headliner?

Stefan: Eine Headliner Tour wird es in 2005 nicht geben. Dafür gehen wir aber zusammen mit Finntroll On The Road. Die genauen Termine habe ich noch nicht, doch wird sich die Tour von Anfang April bis Mai ziehen.

...und wie steht es mit den großen Open Airs im Sommer ?

Stefan: Da stehen bis jetzt auch nur 2 Termine auf größeren Festivals spielen. Zu einem im Metal Camp in Slowenien. Zum anderen auf dem sogenannten Tundra Festival in Finnland.

Gehen wir mal ein Jahr zurück. Um genau zu sein zu den X Mas Festivals in 2003. Zu diesem Zeitpunkt musstet ihr ja einige Shows ohne eure Keyboaderin spielen... Was war das für eine Erfahrung ?

Stefan: Das war schon echt eine komische Sache. Wir wollten natürlich unbedingt spielen um keine der wegen uns anwesenden zu enttäuschen. Jedoch muss ich dazu sagen , dass wir Konzerte ohne Keyboard wohl nicht mehr spielen werden. Unsere Musik klingt dann einfach nur halb so toll.

Da sind wir nun auch schon fast wieder am Ende angelangt. Ein paar wenige Fragen brennen mir aber noch auf der Seele... Wie z.B. ist der Deal mit Nuclear Blast zu Stande gekommen. Bei welchem Label wart ihr vorher und wie sieht eure Situation heute aus. Welche Vorzüge habt ihr durch solch ein großes Label ?

Seit dem Engraved in Black Album sind wir nun schon bei Nuclear Blast. Unser altes Label war bankrott und langsam aber sicher sind dann andere Labels auf uns aufmerksam geworden. Dabei war das Angebot von Nuclear Blast eben am Besten. Obwohl wir am Anfang schon wirklich Angst hatten , zwischen Bands wie Nightwish oder Dimmu Borgir unterzugehen. Diese Ängste waren dann aber unbegründet, denn wir erfahren eine sehr gute Promotion und können auf ausgiebige Touren geschickt werden.

Als vorletzte Frage noch.... Wie steht es heute mit der italienischen Metal Szene?

Stefan: Wenn man von unserer Szene redet, denkt man unweigerlich sofort an Bands wie Rhapsody. Viele Leute wissen aber gar nicht , dass auch wir aus Italien stammen .Sie denken wir seien Deutsche oder Österreicher. Wir wollen als eine italienische Band gezählt werden. Gerade deswegen ist es auch sehr schade, gerade erst 2 Mal ausserhalb der Grenzen Tirols gespielt zu haben.

Nun komme ich aber wirklich zum Abschluss... Machst du eigentlich alle Interviews die so anstehen ?

Stefan: Mit den Interviews wurde ich beauftragt , dass ist richtig. Alle anderen Bandmitglieder sind noch arbeitstätig und deswegen wurde ich damit beauftragt. Aber es macht auch wirklich Spass. Manchmal würde man nach 20 Interviews natürlich so schnell wie möglich ins Bett gehen, gerade wenn man große Verständigungsprobleme hat . Dies sind jedoch alles nur Kleinigkeiten und es macht wirklich Spass.

Abschließend kann man hier nur sagen, dass ich einen wirklich redseligen Interviewpartner hatte, der mir sehr viele aufschlussreiche Dinge berichten konnte. Freut euch einfach schon auf die Veröffentlichung von (N)Utopia!!!! Vielen Dank nach Italien

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