Artikel Bewertung

Punkte im Schnitt: 2
Stimmen: 2


Bewerten Sie doch diesen Artikel:

star_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png
star_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.pngstar_yellow.png


Suche

Ihre Suchbegriffe:
Verknüpfung der Suchbegriffe:

Zur Meinung von Amazon

Sonstige Festivals: Graspop Festival in Dessel - Belgien 2002

Veröffentlicht am Mittwoch 10 Juli 2002 18:52:25 von madrebel
phpnuke.gifZum vierten Male mittlerweile hintereinander besuche ich nun das Graspop Festival in Belgien, was sich anscheinend immer mehr zum kleinen Bruder des Dynamo Open Air gemausert hat.

05.06-06.06.2002


Zum vierten Male mittlerweile hintereinander besuche ich nun das Graspop Festival in Belgien, was sich anscheinend immer mehr zum kleinen Bruder des Dynamo Open Air gemausert hat, auch wenn der große Bruder noch kränkelt, der kleine ist fit und gesund.
Und nach einer knapp anderthalbstündigen Fahrt, einem ungewollten Anhänger und dem letztendlich gefundenen Parkplatz, ging es dann endlich los. Erstmal was essen, 2 Warsteiner aus der Dose, und los zum Festivalgelände.
Und „Rage“ sollten die ersten sein, die man bestaunen durfte.
Mit einer 10-minütigen Verspätung begann dann der Gig, der von einem kurzen aber sehr geilen Drumsolo eingeleitet wurde, nunja, Mike Terrana ist nun mal ein begnadeter Drummer.
Und mit „Sent by the Devil“, „Back in Time“ und anderen Hits, hatte man das Zelt schnell auf seiner Seite. Dann jedoch kam der größte Fehler, den man machen konnte. Man spielte „Unity“, dass Instrumental vom neuen Album und auch das Titelstück. Naja, es ist zwar ein klasse Stück, aber bei einer Spielzeit von nur 40 Minuten taktisch unklug.
Wie dem auch sei, man spielte dann noch 2 Zugaben „Don´t fear the Winter“ und „From the Cradle to Enslave“, und das war es dann auch. Ein guter Gig mit einem faden Beigeschmack.
Jetzt aber trat „Doro“ auf den Plan. Leider hatte auch sie nur eine Spielzeit von 40 Minuten, doch aus dieser Zeit holte sie das beste raus. Erstmal war unsere kleine Powerqueen des Metal verdammt gut gelaunt, und die Setlist konnte sich auch sehen lassen. „I rule the World“, „Burning the Witches“, „ East meets West”, “Always”, bei “Für immer” sangen selbst unsere belgischen Nachbarn lauthals mit, und mit „Burn it up“ und „Fight“ heizte sie noch mal richtig ein. Als dann aber „All we are“ kam, war es endgültig um einen geschehen, die Nummer wurde so was von Heavy runtergerotzt, dass kaum ein Nackenwirbel stillgestanden hat. Nach kollektiven Zugaberufen, kam sie dann noch raus und brachte „Hellbound“ unter das Volk. Ein klasse Gig, zwar ein wenig kurz, aber gut.
Danach spielten auf der zweiten Zeltbühne unsere Mittelalterrocker „In Extremo“, die mit einem neuen Intro den Set begannen. , die Stimme darin hörte sich verdächtig nach „Klaus Kinski“ an, den wohl besten Schauspieler den wir je hatten.
Mit reichlich Pyros, dem üblichen, aber immer wieder gern gesehenen Bühnenbild, und der allseits bekannten Performance, wusste man auch in Belgien zu begeistern, und bei Liedern wie „Krummavisur“, „Wind“ von der aktuellen CD „Sünder ohne Zügel“, als auch alten Knallern wie „Hiemali Tempore“ oder den „Merseburger Zaubersprüchen“ wusste man , wie man das Publikum in den Griff bekam.
Zwischenzeitlich wurde auch Dr. Pymonte gratuliert, der am heutigen Tage Geburtstag hatte, herzlichen Glückwunsch auch von hier.
Mit „Vollmond“ und „Herr Mannelig“ beendete man dann auch einen leider viel zu kurzen Gig. Hätte ruhig mehr sein können.
Zwei Stunden später kamen dann endlich unsere Essener Kultthrasher „Kreator“ zum Zuge,
Die direkt mit „Violent Revolution“ einstiegen. Und hier ging es dann Schlag auf Schlag, ein Knaller jagte den nächsten, die menge tobte, und Mille schien sehr gut drauf zu sein, was man an seinen Reaktionen immer wieder feststellen konnte. Zusätzlich warteten die Jungs noch mit einer fetten Lightshow auf. Und was da gesoielt wurde, sollte jedem Thrashgourmet , das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, „Requonquering the Throne“, „Extreme Aggresions“, „People of the Lie“ , „All of the same Blood“,“Phobia“, „Pleasure to Kill“ oder auch „Renewal“ ließen die Matten schwingen,. „Servant in Heaven / King in Hell“, „Lag of hate“ und „Tormentor“ beendeten dann einen gnadenlos geilen Gig, dem immer noch „Toxic Trace“ fehlte, wann spielt ihr das endlich mal wieder ?
Trotzdem, Superspitzenklasse, die Jungs werden in Zukunft noch eine Menge reißen.
Headliner des Abends waren dann „Saxon“ die ein ziemlcih volles Zelt hatten.
Leider ging einiges an Show in dem Zelt unter, der „Eagle“ beispielsweise, hing in vielleicht dreieinhalb Metern Höhe, und ließ wenig showtechnischen Spielraum, was sehr schade war, denn einem solchen Showelement sollte man mehr Spielraum geben.
Die Setlist war die selbe, wie eine Woche zuvor in Balingen, hatte also eigentlich keine Überraschungen. Biff war mal wieder super drauf, und heizte das Publikum noch mal richtig an, und alles jubelte begeistert beim „Eagle“, dem Riesenvogel mit 134 Lichtern, wovon die rechts unten kaputt war, was aber auch wohl nur mir auffiel, nun, wie gesagt, die Jungs rockten das Zelt. Nach knapp 2 Stunden entliessen die Herren Saxon dann auch in die Nacht, und nach einem wunderbar tiefen Schlaf, ging es dann auch schnurstracks zum Gelände, um sich „Edguy“ die für „Symphony X“ eingesprungen waren anzusehen.
Und die Band um unser smpathisches Großmaul „Tobias Sammet“ rissen einen direkt mit. Auch wenn der Großteil des Publikums erst verhalten war, nach einer kurzen Zeit hatte sich auch dieses erledigt, und die Haare flogen zu „Wake up“ oder „Out of Control“ im Takt.
Mit der Ansage, dieser Song war für den kommerziellen Erfolg geschrieben, aber leider hat es nicht hingehauen, spielte man „Painting on the Wall“, was gut ankam, und als letztes kam dann noch „Fairytale“ zum Zuge, was bei vielen abgefeiert wurde.
Souveräner Gig, der einfach in Ordnung war.
Von „Dismember“ bekam ich nur „I don´t scared“ mit, genau wie „Tristania“, die ich auch nur aus der Ferne bestaunen konnte, da man einige Bekannte traf, die begrüßt werden mussten.
„Arch Enemy“ knüppelten einem dann den Kitt aus der Brille, und Angela Gossow, die Frontfrau der Schweden, röhrte , dass es eine Freude war, leider ist mir kein Song mehr in Erinnerung, aber der Gig war mehr als hammergeil.
Nun jedoch ging es zur Hauptbühne, wo sich „Halford“ die Ehre gab. Sollte er eine ähnöliche Pleite wie in Balingen liefern ? Nein, er verschonte uns, und kam mit guter Laune auf die Bühne und startete direkt mit „Painkiller“. Dazu gesellten sich dann „Resurrection“, „Betrayed“ und „Cyber World“. „Exciter“ wurde abgefeiert, und der Metalgod zeigte viel Kontakt zum Publikum. Wie ein Begleiter spöttisch bemerkte, „Was er in balingen nicht gesagt hat, daß lässt er hier raus“. Leider kam es gegen Ende zu immer massiveren Soundproblemen, was die band immer aggressiver werden ließ, Rob zeigte sich äußerlich jedoch unbeeindruckt, und setzte sich ersteinmal. Jetzt begannen sie mit “The Hellion/Electric Eye“, wo die Menge ausflippte, mitten im Song jedoch „Peng“, der Ton war weg, keiner wusste warum, und mit einem Abschiedsgruss, verließen die Jungs dann entnervt die Bühne.
Es hätte eigentlich noch „Breaking the Law“ kommen sollen, aber es kam nur noch „Break the Guitar“, da einer der beiden Gitarristen auf die Bühne kam, mit voller Wucht seine Gitarre zertrümmerte, und in die Menge warf. Der Mann war wohl extrem sauer und angepisst, was ich durchaus verstehen kann. Schade, daß ein so guter Gig so kaputtgemacht wurde.
Auf der Zeltbühne spielten dann „Hypocrisy“, die einen absolut miserablen Sound hatten, wodurch man auch kaum was verstand. Außer „A coming Race“ „Buried“ und „The Final Chapter“ bleib mir auch nichts in Erinnerung, weil man die Songs nur schwer erkannte.
Auf der Hauptbühne machte sich dann auch „Bruce Dickinson“ bereit, der eine Stunde spieln sollte. Aber bis auf ein paar Lichtblicke, herrschte hier gepflegte Langeweile, nicht das die Songs schlecht waren, auf gar keinen Fall, aber irgendwie kam trotz „Revelations“, „Tears of a Dragon“ und“Bring your Daughter to the Slaughter“, nicht die rechte Stimmung auf,
Ein wenig aufhellende Laune gab es dann jedoch noch bei “Tattoed Millionare“ und „Powerslave“. Trotzallem, ein langweiliger Auftritt, der eines Dickisnon nicht würdig war.
„Cannibal Corpse“ waren dann die nächsten auf der iste, und es ging ab im Zelt. Alles pogte und moshte vor sich hin, Crowdsurfing überall, und die Floriadadeather knüppelten im Takt dazu, „Stripped, Raped and Strangled“, „Pit of Zombies“ vom neuen Album, aber auch mit „Unleashing the Beerthirsty“ ließ man das Zelt beben. Und, man kann die hier in Deutschland verbotenen Songs live hören, denn „Hammer Smashed Face“ wurde gnadenlos abgefeiert .
Hier stimmte dann auch der Sound, und zusätzlich die Publikumsreaktionen, die wirklich fantastisch waren, einfach ein guter Gig.
Von „Machine Head“ bekam ich dann nur „Burn my Eyes“ mit und als Zugabe „Creeping Death“ was wohl gut kam, wenn man das Gejubel deuten konnte.
„Dream Theater“ schenkte ich mir dann, weil ich da lieber mich schlafen legen wollte, „For whom the Bell tolls“ weckte mich dann aber rchtzeitig, um mir noch „My Dying Bride“ anzuschauen. Und Aaron Aedy litt mal wieder wie ein geprügelter Hund, der Sound dazu war dann auch klasse, und die Lightshow dementsprechend geil gemacht, „The Cry of Mankind“ wurde zelebriert, und alle anderen Nummern wurden auch von der Menge bejubelt.
Das Ende bekam ich dann leider nicht mehr mit, da die Hauptbühne gleich beben würde.
Und zwar durch „Slayer“. Und bei diesem dunklen Himmel wirkte der Gig absolut bedrohlich und teuflisch, was besonders die intensive Lightshow verursachte.. Auch hier war die Setlist keine Überraschung, man spielte die gleichen Songs wie auf dem „Bang your Head“, aber hier wirkte es einfach besser, der Sound war klasse, im Gegensatz zum Nachmittag bei anderen Bands, und nocheinmal wurde hier richtig gefeiert, „Slayer“ Rufe überall, ein Riesenmoshpit, wo es abging wie nix gutes. Besonders die Gäste der Hardcorebühne tobten sich hier nocheinmal richtig aus, „Postmortem“, „Raining Blood“ und „Hell awaits“ wurden auch hier ohne Pause durchgeknüppelt, und „Dave Lombardo“ trommelte wie ein Gott.
Nach anderthalb Stunden war dann mit „Angel of Death“ auch Schluß, und die Jungs ließen sich noch mal abfeiern, hier aber merkte man, daß Dave Lombardo nur Aushilfsdrummer ist, da Jeff Hannemann, Kerry King und Tom Araya zusammenstanden, und Dave Lombardo die ganze Zeit abseits stand..
Trotzdem war dieser Gig ein würdiger Abschluss für ein sehr gutes Festival, was immer wiedrr empfehlenswert ist.
Man sollte aber noch an der Parkplatzsituation etwas ändern, da dieses durch die Strassenrandparkerei doch etwas nervte, und es einfach besser ist, wenn man am Zelt parken kann. Jedoch waren die sanitären Anlagen vorbildlich, immer sauber und dann auch noch mit fließend Wasser. Die Merchandising Preise werde ich hier nicht kommentieren, die Getränkepreise waren fair, die Essenspreise jedoch nicht, eine Pommes mit Soße kostete 2,50 €, das ist dann doch etwas happig.
Hoffen wir, daß dieses bis zum nächsten Jahr sich bessert.
Trotzdem :Prädikat empfehlenswert.

Grüsse gehen noch an Thorsten, den Metal Bastards und Dirk und Higgins.

Madrebel



Kommentare zu diesem Artikel
Zur Zeit sind noch keine Kommentare vorhanden, Sie können der Erste sein.
Schreibe jetzt einen weiteren Kommentar!