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Sonstige Festivals: Graspop Festival 2004

Veröffentlicht am Montag 02 August 2004 18:39:15 von madrebel
phpnuke.gifWollt ihr wissen wie das Graspop war ? Ja ? Dann lest den Bericht vom Domsen.

Graspop Festival Dessel 2004

Dieses Jahr sollte uns wieder ein ganz besonderes Festivalwochenende bevorstehen. Es war unser (mein Kumpel Moritz und ich) zweites Graspop und diesmal hatten wir noch einen Festivaldebütanten dabei.
Als Saarländer, der nicht oft zu Konzerten kann, habe ich schon vor Jahren angefangen nach Festivals zu suchen, die in meiner "Nähe" waren und mit einem guten Billing überzeugen konnten. Das Graspop ist mittlerweile das größte Metalfestival in Benelux und hat jedes Jahr ein Top Billing zu bieten. Letztes Jahr waren Moritz und ich auf zu unserem ersten Graspop, es spielten u.a. Iron Maiden, Alice Cooper, Anthrax, Sepultura, Apocalyptica. Wir wussten sofort das wir dort wieder hinwollten.

So machten wir uns dann auch Freitag, den 25. Juni wieder auf den Weg nach Belgien. Gegen 10 Uhr kamen wir am Parkplatz an. Wir luden unsere Sachen aus und mussten uns schon mit der ersten Erneuerung bekannt machen: Es fuhren keine Traktoren mit Ladefläche zum Campingplatz. Der Weg betrug etwas mehr als einen halben Kilometer.
Der Einlass zum Campingplatz, wo man auch seine Bändchen erhielt erfolgte ziemlich schnell. Die Suche nach einem Zeltplatz gestaltete sich schwerer als vermutet. Unser Platz war etwa bei Abschnitt H. Das Zelt stand schnell und so konnten wir uns ein wenig ausruhen, bis die erste Band spielte die wir uns ansehen wollten.

Der Weg von unsrem Zeltplatz bis zum Festivalgelände betrug etwa eine Viertelstunde. Wir trafen während des Auftritts von DILLINGER ESCAPE PLAN auf dem Gelände ein. Am ersten Tag spielen die Bands abwechselnd in beiden Zelten auf, während die Hauptbühne am ersten Tag noch nicht benutzt wird. Das größere der beiden Zelte ist das Metalzelt, in dem anderen spielten die Hardcore Bands. Diese Aufteilung in Genres erfolgte jedoch erst Samstag und Sonntag. Leider konnten wir uns nur noch das letzte Lied der Band anschauen. Den Gesichtern der Festivalbesucher konnte man jedoch ansehen das die jungen Amis einen ganz anständigen Gig gespielt hatten.
Danach spielten CIRCLE 2 CIRCLE im Metalzelt. Zak Stevens hat ja bekanntlich eine neue Hintermannschaft. Die spielte ganz ordentlich auf, konnte jedoch nicht wirklich zu übermäßigen Begeisterungen hinreißen. Lustig sahen zudem die beiden Gitarristen aus, wobei der eine mit Bandana und der andere mit Haarreif rumliefen.
Nächste Band die wir uns unbedingt ansehen wollten war IN EXTREMO. Diese legten gleich mit "Wind" los und konnten wieder mal mit ihrer genialen Show begeistern. Überraschenderweise durften sie sogar im Zelt ihre Pyros und Flammen spielen lassen. Weitere Songs waren u.a. Erdbeermund, Stetit puella, Vollmond. Der Auftritt war das erste richtige Festivalhighlight und man merkt den Jungs nach all den Gigs immer noch den Spaß am performen an.
Dem versuchten Hypocrisy dann noch einen draufzulegen. Peter "Täg" (O-Ton Moritz) Tägtgren war dann richtig in Spiellaune und das Zelt wie schon bei In Extremo rappelvoll. Die Setlist war sehr abwechslungsreich mit Klassikern wie Final Chapter, Roswell 47 und Neulingen vom Arrival Album(Eraser). Der Sound ging völlig in Ordnung (mit ihm steht und fällt ja bekanntlich eine Hypocrisy Show), wobei man sagen muss das bei fast allen Bands dieses Jahr der Sound stimmte. Völlig durchgeschwitzt ging es dann zu ICED EARTH. Bei ICED EARTH singt ja bekanntlich mittlerweile der "Ripper". Der legte sich auch tierisch ins Zeug. Besonders erfreulich war das er auch die Matt Barlow Songs beherrschte. Unter typische ICED EARTH Standartsongs mischten sich auch einige neue von the Glorious Burden, die live viel besser klangen als auf Konserve.
EXODUS konnte ich mir leider nicht mehr ansehen, was mich sehr ärgert. Ich war einfach zu fertig. Der Weg zurück ins Zelt fiel dann leider etwas ärgerlich auf, da er sich ziemlich lang hinauszog.

Graspop 2. Tag Samstag

Der 2. Tag wurde erst mal mit einem schönen Jupiter (belgisches Bier) und zwei 5Minuten Terrinen begonnen, die ich nur jedem als Festivalfutter empfehlen kann ( schön billig, nur schnell Wasser warm machen ).

Die erste Band die wir sehen wollten waren Oomph!, die aber erst um viertel vor drei spielten. So machten wir uns nach unsrem Frühstück erst mal aufs Gelände um eine Runde zu shoppen. Die T-Shirt Preise gingen für solch eine Veranstaltung eigentlich in Ordnung. Neben den offiziellen Graspop Merchandiseständen gab es wie immer eine coole Shoppingmeile. Besonders haben mir die kultigen Voodoostäbe gefallen die man für 25 Euro dort kaufen konnte. Da wir grade auf dem Gelände waren und uns das ein oder andere Maes (das offizielle Festivalbier) reinpfeifen wollten haben wir uns auch gleich noch EVERGREY angesehen, die auf der Hauptbühne um neue Hörerschaft kämpften. Man merkte den Jungs richtig den Spaß an vor einer großen Menge zu spielen und handwerklich war alles perfekt, nur wollte bei mir der Funke nicht so recht überspringen.
So gegen viertel vor drei spielten dann endlich Oomph! auf. Die Jungs wussten es richtig zu begeistern. Dero mimte mal wieder (sehr erfolgreich) den Frontpsychopathen und man merkte den Jungs ihre jahrelange Bühnenerfahrung deutlich an. Hier wirkte alles gut einstudiert. DAS Highlight natürlich der Single Hit "Augen auf" den die ganze Halle mitgröhlte. Alles in allen ein seeeehr unterhaltsamer Auftritt.
Als nächstes spielten dann die Florida Death-Kings MORBID ANGEL die mit infernalischem Geschrei begrüßt wurden. Steve Tucker war gut bei Stimme und Pete Sandoval prügelte mal wieder alles filigran in Grund und Boden, bei einem glasklaren Sound, bei dem die Bandhighlights klasse zur Geltung kamen.
Leider konnte ich mir den Auftritt nicht ganz zu Ende ansehen, denn es galt einen guten Platz für SOULFLY zu sichern. Bei bestem Monitorsound legten Soulfly ( ja jetzt in neuer Besetzung) gleich mit dem Titeltrack der aktuellen Scheibe los. "Prophecy" und direkt "Living Sacrifice" vom neuen Album. Ins Set mogelten sich wie immer Sepulturasongs wie "Roots Bloody Roots" oder "Inner self". Bei "Bleed" durfte dann auch Maxes Sohnemann auf die Bühne. Wenn sie noch "Arise" gespielt hätten wäre es wohl der beste Auftritt des gesamten Festivals geworden! Danach hieß es laufen, denn ANTHRAX baten zum Moshen im Zelt.
Joey Vera konnte leider auch nicht ganz die LivePower von Bello übertragen. Auch die Setlist war im Vergleich zu letztem Jahr etwas umgestellt. Da ich sie letztes Jahr schon auf der Hauptbühne gesehen hatte musste ich auch deren Gig leider früher verlassen (denn es war bald Zeit für Motörhead).
MOTÖRHEAD starteten gleich mit dem Jahrhundertsong "Ace of Spades". Die Leute waren direkt begeistert und dann ging es weiter mit "shoot you in the back". Eine typische Motörheadshow wurde geboten. Man fragte ob es "loud enough" war oder ob Punks im Publikum waren ( "god save the Queen" ). Eigentlich dominiert von Standartsongs konnte das Set doch begeistern. Kann Lemmy eigentlich enttäuschen? Ich glaube nicht, denn dafür ist er viel zu cool. Zwischendurch wünschte Mickey Dee noch seinen Schwedenjungs (es war ja EM-Zeit) noch viel Glück für das an dem Abend stattfindende Spiel. Und nach einem furiosen "overkill" watschelte Lemmy zufrieden mit den Jungs von der Bühne.
Da unser Begleiter Max ein großer Slipknotfan ist mussten wir uns leider die Masken-Jungs ansehen. Vor Beginn des Gigs drängelten sich lauter kleine Kids (13 Jahre vielleicht) nach vorne. Als es dann losging und die richtigen Metaller und Hardcoreleute anfingen zu moshen kamen einem plötzlich Hunderte von Kids entgegengerannt. Einige mit Tränen in den Augen. vielleicht wussten die nicht das es vorne bei Metalkonzerten immer am meisten abgeht??? Jedenfalls waren Slipknot gutgelaunt und spielten eine unterhaltsame Show auch wenn ich ihre Musik nicht mag.
Das Unterhaltungshighlight war dann gekommen als alle Zuschauer sich niederknien mussten und bei dem Stichwort “Jump“ losmoshen sollten.

Den Headliner durfte dieses Jahr ALICE COOPER machen, der im vorherigen Jahr schon begeistern konnte. Er zog seine Horrorshow etwas spartanisch durch (als Headliner hatte ich mir von ihm NOCH MEHR Showelemente erwartet) und 2 meiner Alice Cooper Lieblingslieder ( "lost in america" , "Feed my Frankenstein") wurden leider nicht gespielt. Trotzdem war es ein sehr gutes Konzert. Höhepunkte waren wie immer "poison", "schools out" und "no more mr. nice guy".
Mit ein paar Maes und einem sauteuren Stück Pizza ließen wir dann den Abend schön ausklingen.

Sonntag – Tag 3:

Der letzte Tag begann dann etwas stressig. Da wir etwas zu lange gepennt hatten (danke an die Holländer die uns mit ihrem Fußballspiel um unser Zelt wachgehalten hatten) mussten wir etwas laufen. Es war nicht mal Zeit für ein leckeres Bierfrühstück. Die Eile hatte einen besonderen Grund: SHADOWS FALL. Die wollte ich unbedingt sehen. Die Band, die mit ihrem Sound etwas an Testament erinnert, spielt eine besonders coole Mischung aus Thrash und ein wenig Hardcore. Die legten dann auch gleich los als wären sie von einer Tarantel gestochen. Und wie die abgehen! Mittelpunkt der Band ist Sänger Brian der seine arschlangen Dreads fliegen lässt. Die Stücke waren größtenteils vom aktuellen Album, wobei natürlich "Destroyer of Senses" und "thoughts without words" die Höhepunkte waren. Dazu gesellten sich eins, zwei alte Schoten (darunter auch das geniale "first noble truth"). Die Band nutze natürlich auch die Gelegenheit um auf ihr bald erscheinendes Album "the war within" aufmerksam zu machen. Die 2 neuen Songs, die sie vorspielten klangen jedenfalls wieder sehr vielversprechend. Am Ende sah man jedenfalls sehr viele glückliche Gesichter.
Anschließend spielten DESTRUCTION von denen ich aber nicht viel mitbekommen hab. Es war Zeit sich endlich mal wieder Nahrung reinzufahren. Die Pizza war wie die meisten Nahrungsmittel jedoch VIEL zu teuer!
Satt und mit ein paar Bier intus ging es dann auch gleich weiter zum nächsten Hochkaräter. Es war zeit für KILLSWITCH ENGAGE, die mittlerweile jedem Metaller und Hardcoreler ein Begriff sein sollten. Nach kurzem Soundcheck legten die Jungs gleich mit dem neuen Song "A Bid Farewell" los. Die Jungs haben vom ersten Ton an das ganze Publikum im Griff und NEU-Sänger Howard singt genauso klasse wie sein Vorgänger. Highlights waren die neue Single "Rose of Sharyn", "Temple from within", "Self Revolution".
Der absolute Höhepunkt war aber das von allen im Zelt mitgesungene "My Last Serenade" ("This next song, hm you all know the words"). Definitiv einer der besten Auftritte.
Danach beschlossen wir uns TESTAMENT von etwas weiter weg anzuschauen. Wir saßen etwas weiter hinter dem Mischpult. Anfangs hatten wir dort ein wirklich grottigen Sound. Man hörte nur Schlagzeug und Gesang, was sich im Laufe des Auftritts merklich verbesserte. "D.N.R" , "the Ritual" kamen jedenfalls ziemlich cool.
Nach Testament waren die nächsten Thrash-Götter an der reihe. DEATH ANGEL boten eine Klasse Show mit Viel Bewegung und einer Mischung aus altem Material und Hits von dem klasse Comebackalbum "the art of dying".
Als nächstes schauten wir uns dann die wiedererstarkten FEAR FACTORY an. Zwischen Klassikern wie "Replica" und "Edgecrusher" spielten die Jungs auch Zeugs vom aktuellen "Archetype" Longplayer. Viel Stageacting gab es bei Fear Factory leider nicht. Es war auf jeden Fall cool die Band mit Byron am Bass zu sehen.
Nach Fear Factory spielten CHILDREN OF BODOM im übervollen Metalzelt.
Nach dem Intro wurden die Finnen stürmisch begrüßt. Mit Hits wie "Everytime I Die","Hate me" und "Angels dont kill" kann man nur gewinnen. Und die fiesen Keyboard/Lead Gitarren Duelle waren live noch viel beindruckender als auf CD. Besonders Tastenmann Janne der seine Soli spielerisch locker runterzockte. Einfach Wahnsinn!
Nach den Bodomkiddies spielten dann "meine" Headliner auf der Hauptbühne: LIFE OF AGONY. Zum glück hat sich diese Band wieder zusammengerauft. Keith Caputo ist einfach nur genial. Der kleine Mann lebt seine Songs, das kann man von der ersten Minute an sehen/fühlen. Lustiges Detail nebenbei: Während den songs tanzt er mit seinem Mirko wie ein Schlangenbeschwörer. Auch der Moshpit ist riesig ( ich hab während des ganzen Festival die gefüllten Bierbecher nicht so hoch und so weit fliegen gesehen, wie während dem Auftritt). Neben ÜBERSONGS wie "Underground","Through And Through", "Weeds" stellte die Band auch 2 neue songs vor, die es zwar nicht mit den schier übermächtigen Bandhighlights aufnehmen können aber trotzdem sehr vielversprechend klingen. Nach dem Auftritt sieht man sowohl bei alt-Metaller als auch bei Jung-Hardcorelern nur glückliche Gesichter. Ich ziehe danach Hatebreed, Dimmu Borgir aufgrund der Lage des Hardcorezeltes vor, das es sehr viel näher an der Hauptbühne ist. Hatebreed füllen wie letztes Jahr das ganze Zelt. Live Kommt mir deren Musik jedenfalls noch monotoner als auf Platte vor. Jamey fordert die ganze Zeit Moshpits, was nach einer gewissen Zeit tierisch nervt. Trotzdem ein guter Auftritt, an dessen Rande jemand 5 Meter neben uns tierisch kotzen muss und bewusstlos umfällt (Zum glück war die security sofort zur Stelle). Nach der Bandhymne "I will be heard" zieht es uns dann schnell vor die Hauptbühne. Wahnsinn wieviel Platz man dort hat. Will den niemand "Judas Priest" sehen? Jedenfalls waren Samstags bei Alice mehr leute zugegen. JUDAS PRIEST sind in super Spiellaune, Rob klingt hervorragend. Da haben ein paar Leute wirklich was verpasst. Wirklich jeder Hammersong wird gespielt. Von "breaking the law","green manalishi", "Living after midnight" zu "Diamonds and rust" und natürlich "Painkiller". Eine super Lightshow und Rob Halfords Auftritt mit der Harley lassen ein klasse Festvialwochenende ausklingen. Wir trinken noch ein paar Maes und gehen dann richtung Zelt. Fazit: Keine der gesehenen Bands hat enttäuscht. Der Sound ging auch vollkommen in Ordnung, war manchmal jedoch auch ein bisschen zuuu laut, was die ganze Sache etwas verzerrte. Die Preise für Essen und Getränke dort gehen nicht in Ordnung ( ALLES VIEL ZU TEUER). Und ich hätte mir gewünscht mehr Deutsche dort anzutreffen. Naja und die Latscherei wzsichen Campingplatz und Festivalgelände ging mir nicht so ab, vielleicht bin ich auch einfach zu faul...

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