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Konzert Review: Gamma Ray - Paragon - Bochum Zeche 2002

Veröffentlicht am Mittwoch 06 November 2002 12:29:12 von madrebel
phpnuke.gifUnd nach dem ersten Stück hatte ich das Gefühl hier etwas ganz besonderem beizuwohnen, einem Konzert was man so schnell nicht vergessen wird. Und mein Gefühl täuschte mich nicht, nein, ganz im Gegenteil. Was da von der ersten Sekunde abging war pure Magie und diese übertrug sich auf die Menge in einer derart positiven Weise, das es knisterte.
Skeletons in the Closet Tour 2002

Gamma Ray / Paragon

Bochum Zeche 04.11.2002

Ein schöner kalter Montagabend und ein tolles Konzert, was will man eigentlich mehr ?
Tja, worum es sich handelt ? Um das Abschlusskonzert der „Skeletons in the Closet“ Tour der Hamburger Jungs um Kai Hansen. Im Sommer war diese Tournee schon angekündigt und die Fans konnten auf der Website die Songs auswählen, und wie man von Konzerten dieser Tour im Vorfeld schon hörte, würde dies wohl ein Hammergig werden. Nun, ich dachte erst einmal abwarten. Man will sich ja auch selbst davon überzeugen.
Der Abend wurde dann pünktlich um 19.30H von „Paragon“ eröffnet. Und die Jungs machten von Beginn an einen absolut überzeugenden Job. Das Publikum nahm sie ziemlich gut auf und man spürte mit welcher Spielfreude der Fünfer agierte. Welch ein Wunder ? Bei diesem nach True Metal hungerndem Publikum war es ein leichtes Spiel hier einzuheizen. Begonnen wurde mit dem Song „Thunderstorm“ der von Anfang zeigte wo der Hammer hängt.. Jedoch war auch der Rest nicht zu verachten, schöne Riffs, ein souverän agierender Frontmann und wie vorhin schon erwähnt, eine schon sehr gute Stimmung. Zwischenzeitlich bedankte man sich auch beim Hauptakt fürs mitnehmen auf diese Tour, bedankte sich beim Licht und Tonmeister an den Reglern und knallte noch einige Songs in die Menge, u.a. wären da gewesen:“ Dragon´s Flight“, „Across the Wastelands“, “Back to Glory“
und einige andere mehr. Nach 45 Minuten war dann aber auch Ende, man bedankte sich unter lautem Applaus noch beim Publikum und verließ die Bühne.

Nach einer 20minütigen Umbaupause und einem kurzen Warten ging es dann aber richtig los. Futuristische Sounds kamen aus den Boxen geschossen, ein Lasergewitter das man sich vorkam wie bei „Star Wars“ und auf der Bühne erklang das Schlagzeug. Und von diesem Moment an gab es in der Menge kein halten mehr. Mit „Welcome wurde der Gig passend eröffnet und es war die Hölle. Im positiven Sinne. Kai und seine Mannen standen in schwarzen Anzügen nebst Zylinder auf der Bühne, was wie ich fand recht edel aussah, und in diesem Outfit rockte man erst einmal die Halle .Und nach dem ersten Stück hatte ich das Gefühl hier etwas ganz besonderem beizuwohnen, einem Konzert was man so schnell nicht vergessen wird. Und mein Gefühl trog mich nicht. Nein, ganz im Gegenteil. Was da von der ersten Sekunde abging war pure Magie und diese übertrug sich auf die Menge in einer derart positiven Weise, das es knisterte.
Gamma Ray hatte wirklich das Publikum von Anfang an im Griff und bei dieser positiven Stimmung konnte es ja nur klasse werden. Als nächstes folgten „Gardens of the Sinner“ und “Rich and famous“, was ich besonders klasse fand, einer meiner Lieblingssongs der Truppe. Und danach begrüsste Kai erst mal die Menge und saget das es schön sei wieder zuhause zu sein, man würde ja hier schon seit über 100 Jahren regelmäßig spielen. Und weiter ging es : Gamma Ray griffen ganz tief in die Kiste und haute einen Knaller nach dem anderen heraus. Und das Publikum dankte es ihnen mit einer grandiosen Partystimmung, reichlich mitsingen und sogar ein derber Moshpit, wie man ihn eigentlich nur von Konzerten der ganz harten Art kennt wurde hier eingeleitet. Zwischenzeitlich musste ich aber immer manchmal nach oben auf die Tribüne schauen, wo am Gitter ein kleiner Junge, höchstens 10 Jahre alt richtig losrockte, war immer wieder nett anzusehen. Da sag noch mal einer , unsere Musik hätte keinen Nachwuchs.
Bei „Heavy Metal Universe“ wurde die Halle zu einem großen Chor und das darauffolgende „Heart of a Unicorn“ war dann die Überraschung schlechthin, es wurde wie ich hörte noch nie live gespielt, aber sie spielten es, als würde es zu ihrem Standard-Repertoire gehören. Nach einer knappen Stunde war dann für die meisten ersteinmal Pause, doch Daniel Zimmermann kannte so etwas nicht. Was jetzt folgte war das wohl beste Drumsolo was ich seit langem gesehen hatte. Nicht nur das der sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellte, nein er machte auch noch dabei eine gigantische Stimmung und baute das Publikum mit in das Solo ein. Und zum Schluß dachte ich nur noch „Wieviele Arme hat der Kerl eigentlich?“ : Klasse Drumsolo, absolute klasse.
Und dann ging es weiter. Man knallte mal eben „Last before the Storm“ in die Menge und dann kam die wirkliche Überraschung. Mit dem Spruch das er das Stück damals für eine andere Band wo er mal war geschrieben hatte, wurde dann “Victims of Fate“ gespielt. WOW !!! Also, da hätte ja wirklich keiner mit gerechnet und die Stimmung war am Siedepunkt. Zwischendurch erklärte unser lieber Kai was es mit der Tour auf sich hatte und er erklärte die Bedeutung des Tourmottos: O-Ton :“Die Tour nennt sich Skeletons in the Closet, nee, dat heißt nicht Skledde inne Toledde oder Geribbe im Klou, nee dat heisst soviel wie Leiche im Keller“. Soviel zu einer Lehrstunde in englischen Sprichwörtern. Auch ein Kollege einer anderen Band bekam eine kleine Frotzelei ab. Kai hatte sich eine mit Leopardenfellmustern gemusterte Weste angezogen und daraufhin ein wenig über den Tobias Sammett von „Edguy“ gefrotzelt. Auch „Dirk Schlächter“ bekam immer wieder einen ab und man merkte hier endgültig wie die Chemie in dieser Band stimmt. Kai ließ noch weitere urkomische Ansagen ab, die aber hier den Rahmen sprengen würden. Auf jeden Fall waren diese Ansagen urkomisch.br> Langsam kam es dann aber auch zum Ende und es wurde „Rising Star/Shine on“ gespielt. Dann war es aber auch zu Ende. Doch frenetischer Applaus, Zugaberufe und „Happy,Happy Gamma Ray“ Gesang erweichten die Jungs noch mal auf die Bühne zu kommen. Danach ging es weiter mit“ The Silence“, „Heaven or Hell“ und „Guardians of Mankind“. Die Stimmung war nicht mehr zu überbieten und Kai stellte dann das Publikum vor die Wahl welchen Song sie als letztes spielem sollten. Zur Wahl standen „I want out“ und „Ride the Sky“. Es wurde letzteres gewählt und es ging noch mal richtig gut ab. Nach ca. 2 Stunden war dann aber auch endgültig Ende. Die Band ließ sich nocheinmal richtig abfeiern, schüttelte 1000 Hände und verbeugte sich immer wieder bevor es dann Backstage ging.

Fazit am Ende: ein megageiles Konzert, eine verdammt gut aufgelegte Band und ein super Publikum machten dieses Konzert zu einem tollen und unvergesslichem Erlebnis. Und ich kann nur noch sagen danke, ihr habt meine „Gute Laune Batterie“ bis zum Anschlag wieder aufgeladen.

Madrebel


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