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Sonstige Festivals: Fields of Rock / 18.06.2005

Veröffentlicht am Montag 20 Juni 2005 23:31:59 von madrebel
phpnuke.gifNachdem schon im Jahre 2003 mit großem Erfolg das erste “Fields of Rock” über die Bühne gegangen war, gab es in diesem Jahr eine Neuauflage. Und das Festival war wirklich namhaft besetzt.










Fields of Rock / 18.06.2005


Nachdem schon im Jahre 2003 mit großem Erfolg das erste “Fields of Rock” über die Bühne gegangen war, gab es in diesem Jahr eine Neuauflage. Und das Festival war wirklich namhaft besetzt. „Machine Head“ Metal Church“, „Gorefest“, „Motörhead“ , „Slayer“ waren nur ein paar der Namen, die es dort gab. Nebst einigen wirklich großen Headlinern. „Velvet Revolver“,“Audioslave“, „Black Sabbath“ und „Rammstein“. Das alles für 70€. Was bei dem Line-Up gerade noch in Ordnung geht.

Nun, mehr als 50.000 Besucher hatten reichlich Spaß. Kein Wunder, das Wetter spielte auch noch mit.

Den Beginn machten ziemlich pünktlich gegen 13.00h als „Metal Church die Bühne im großen Zelt betraten. Zwar spielten die Jungs nur 35 Minuten. Aber in der Zeit machten sie richtig Party. „Watch the Children pray“ und der Klassiker „Metal Church“ waren nur zwei der Songs die gespielt wurden. Aber trotz der kurzen Spielzeit, wurden die Jungs abgefeiert ohne Ende. Und dies quittierten die Jungs mit einer großen Spielfreude. Klasse Gig.

Warum „Papa Roach“ so beliebt sind, wird sich mir wohl nie erschließen. Langweilige Bühnenshow, ein vollkommen unmotivierter Fronter, der null Stimmung machte. Tja, „Broken Home“ und „Last Resort“ sind trotz ihres Hitfaktors wohl doch nicht alles. Langweiliger Gig einer schnarchnasigen band.

Rechtzeitig um den Vespertisch anzuheizen, kamen „Motörhead“ auf die Bühne. Und trotz der kurzen Spielzeit von einer Stunde, Lemmy und seine Mannen machten wieder mal alles richtig. Bei einem Topsound, einer tollen Setlist und richtig Spaß in den backen, zeigten die alten Haudegen mal wieder, was Rock n Roll bedeutet.
Kein Wunder das die drei so abgefeiert wurden. Manchmal ist es schön, wenn Dinge bleiben wie sie sind.
Hier die Setlist: Dr Rock, Stay Clean,Love Like a Reptile, Killers, Over The Top, No Class, I Got Mine,In the Name of Tragedy,Dancing On Your Grave,Power,Going To Brazil,Killed By Death, Ace Of Spades, Overkill.

Nun, wo der Kaffee heiß und der Bienenstich serviert war, spielten passend „Slayer“ zum Kaffeekränzchen. Und heidewitzka. Die Jungs hatten echt Spaß und das merkte man. Ein richtig geil aggressiv runtergeknüppelter Gig, der es echt in sich hatte. Tom Araya trägt mittlerweile einen Vollbart, leicht silbergrau meliert, der ihn wie einen sympathischen jungen Großvater wirken lässt. Trotz der Hitze wurde gemosht und gepogt, was das Zeug hält. Nun, „War Ensemble“ Reign in Blood“, „Disciple“ sind eben auch tolle Hits.
Leider waren 55 Minuten viel zuwenig. Aber wenn sie öfters so spielen, dann könnte es wieder was mit den Totschlägern werden.

Zwar bekam ich nur 10 Minuten von „Gorefest“ mit, aber der Stimmung nach zu urteilen, haben die Jungs wohl alles richtig gemacht. Mal schauen wie sie sich in Zukunft geben.

„Velvet Revolver“ sind eine interessante Band. Im Club. Auf der großen Bühne wirken die Ex- Gunners und Steve Weiland etwas verloren. Trotzdem machten die alten Rocker gute Stimmung. Sogar zwei „Guns n Roses“ Songs wurden gespielt. „Mr.Brownstone“ und Ist so easy. Ich hätte nie gedacht, diese Lieder noch mal live zu hören, aber die Hoffnung tirbt zuletzt. „Slash“ spielte allerdings seine Riffs messerscharf und „Scott Weiland“ ist ein richtig cooler Poser vor dem Herrn. Auch das eigene Songmaterial klingt sehr gut. Trotzdem glaube ich, dass das in einem kleinen Club besser kommt.

Um 20.00h ging es dann los. Mit mehreren zusammengesampleten Black Sabbath-Songs ging der wohl meisterwartete Gig des Tages los. Und wie es abging. Mit einer Topspiellaune bewaffnet, betraten die alten Herren die Bühne und zeigten, dass man auch als Großvater noch rocken kann. Ja, selbst „Ozzy“ war wider Erwarten fit wie ein Turnschuh. Auch „Geezer Butler“ und „Toni Iommi“ wirkten äußerst fit. Auch wenn letzterer immer wieder auf sein Griffbrett blickte. Man sollte nach der Zeit seine Riffs doch blind beherrschen.
Nur „Bill Ward“ wirkte sehr müde und alt. Zeitweise ließ er Drumpassagen aus und wirkte auch sonst sehr alt. Vielleicht wird es für einige wirklich Zeit, den Hut zu nehmen. Nichtsdestotrotz war die Stimmung grandios. Ozzy schüttete das Wasser im Minutentakt in die Menge, machte Faxen und Späßchen. Es war eine wahre Freude ihm zuzuschauen. Die Songauswahl war auch großartig: Intro - Sabbath Medley, N.I.B. ,After Forever ,War Pigs, Fairies Wear Boots ,Symptom Of The Universe [instrumental] / Sweet Leaf [instrumental] / Electric Funeral ,Dirty Women ,Iron Man ,Into The Void ,Black Sabbath ,The Wizard ,Sabbath Bloody Sabbath [intro] / Paranoid ,Encore: Sleeping Village [intro] / Children Of The Grave.
Schön, daß man diese Lieder nochmal live in dieser Zusammensetzung und in diesem Line-Up hören durfte. Dieses wird wahrscheinlich so schnell nicht wieder geschehen. Und auch wenn der Auftritt nur 90 Minuten dauerte, er war denkwürdig und sollte so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Die anwesenden Fans feierten die alten Recken aus Birmingham nach allen Regeln der Kunst ab. Klasse Auftritt.

Nun ging es dem Ende zu. Und der zweite Headliner machte sich daran, dem Publikum noch mal einzuheizen. „Rammstein“ betraten unter lautem Jubel die Bühne und legten direkt mit „Reise,Reise“ los. Und die Show war großartig. Die Lichteffekte kamen punktgenau, geile pyrotechnische Effekte und es war einfach perfekt. Zwar wirkte die Show sehr kalt und deutsch, aber die Niederländer schienen darauf abzufahren.
Bei „Amerika“ gab es ein langes Intro und indem amerikanischen Nationalfarben in metallenem Flitter in das Publikum geschossen wurde, gab es noch eine fein ironische Unterstreichung der Nummer.
Bei „Mein Teil“ wurde ein riesiger Kochtopf auf die Bühne gefahren, indem Keyboarder „Flake“ köchelte. Nachdem er ausgekippt wurde, hetzte „Till Lindemann“, mit Kochschürze und Mütze bekleidet und einem Schlachtermesser bewaffnet, ihn über die Bühne. Hatte was wirklich skurriles und amüsantes. Und es wirkte keineswegs peinlich.
Natürlich gab es auch noch andere Songs. „Du hast“, wo man den Refrain mittels eines Flammenwerfers sang. Kam optisch sehr gut. Auch der Flammenbogen wurde desöfteren zum Einsatz gebracht. „Du riechst so gut“, „Stein um Stein“, „Keine Lust“ waren weitere Songs, die der Berliner Pyrotechnikverein zum besten gab.
Nach einem „Rammstein sagt danke“ verließ man die Bühne und spielte als folgende Zugabe noch „Rammstein“. Leider gab es „Engel“ nur vom band. Einziger Manko, man spielte höchstens 60 Minuten, anstatt der angegebenen 105 Minuten. Was ich persönlich schade fand. Denn „Moskau“ und „Ohne Dich“ hätte man nebst einigen alten Klassikern durchaus noch spielen können. Trotzdem, spaßiger und kurzweiliger Gig.

Alles in allem war es ein gut organisiertes Festival. Bierpreise gingen für einen 0,25 Ltr. Becher für 2€ gerade noch in Ordnung. Die Essenspreise hielten sich in Grenzen. Sanitäre Anlagen waren reichhaltig vorhanden und dazu sauber. Die Securitys waren gut und hielten sich sehr bedeckt. Waren aber vorhanden. Der Ablauf auf den Bühnen war fix. Die Bedienung an den jeweiligen Ess-und Getränkebuden war auch zügig. Gute Sache. Das Müntensystem lief gut. 1€-1 Münze. Kein großes rechnen notwendig. Und für den Umweltschutz wurde auch was getan. Wer 5 Becher sammelte, bekam 1 Münze für lau. Das konnte man zum kostensparen durchaus nutzen. Clevere Idee. Sollte man anderswo auch einführen.
Alles in allem, ein gutes Festival, was den Besuch lohnt. Nächstes Jahr gerne wieder.

madrebel


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