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Konzert Review: Fear Factory - Misery Index - Delirious / Köln Live Music Hall / 26.03.2006

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Veröffentlicht am Dienstag 28 März 2006 21:00:50 von madrebel
phpnuke.gifAusverkaufte Hütte, Nieselregen, eine völlig überhitzte Halle und Luft, die man höchstens mit der Motorsäge hätte schneiden können. Das sind Eindrücke, die man sich als erstes in Erinnerung ruft, wenn man an dieses Konzert zurückdenkt.

Aber, Musik wurde auch gespielt.











Fear Factory - Misery Index - Delirious / Köln Live Music Hall / 26.03.2006


Und den Anfang machten die Bay-Area Thrasher „Delirious“ aus Hamm/Westfalen, die kurzfristig auf die Tour gebucht wurden. Eine gute Chance für eine verdammt gute Band, die diese aber auch redlich nutzten.
Die Jungs um Frontschwergewicht „Betty“ hatten zwar nur eine knappe halbe Stunde Spielzeit, in dieser kurzen Zeit knüppelte sich der Ruhrpottfünfer verdammt fett durch einen echt klasse Gig. Die Truppe versprühte Energie ohne Ende, hatte sichtlich Spaß am Gig und auch wenn der Sound abgrundtief übel war und der Gesang teilweise recht miserabel abgemischt war, man bemühte sich redlich und hinterließ einen sehr guten Eindruck. Sehr cool nebenbei, das der kurzfristig eingesprungene Gitarrist(der andere konnte aufgrund Arbeit nicht.), innerhalb einer Woche die Songs draufhatte und dem verrückten Haufen wirklich eine große Hilfe war.

„Misery Index“ kannte ich bis dato nur vom Namen her, aber das hier ehemalige Musiker von „Dying Fetus“ und „Fear of God“ zockten, ließ mich dann doch hellhörig werden.
Zwar konnte ich nur knapp 20 Minuten vom Gig sehen, jedoch hinterließ der geile Mix aus extremen Death und Thrash bei den meisten einen guten Eindruck und viele schienen extra wegen den Jungs gekommen zu sein.

Nach einem kurzen Intro betraten dann „Fear Factory“ die Bühne und ginen direkt ab wie eine Granate. Man spielte recht wenig neues, dafür wurde aber zum Teil stark in der alten Kiste gekramt und Bomben wie bspw. „Shock“, „Linchpin“, „Demanufacture“ und auch „Martyr“ fanden ihren Weg in die Setlist. Lieder war der Sound auch hier sehr durchwachsen. Zwar recht laut und fett, aber teilweise klang es recht übelst. Nichtsdestotrotz ging das Publikum richtig heftig ab und eine Dunstwolke von Schweiß durchströmte schon kurz danach die kleine Halle.
Burton C.Bell hatte scheinbar auch verdammt gute Laune, was die Ansagen, sein kleinen Michael Jackson Einlagen und sein Dauergrinsen kaum verbergen konnten. Allerdings muss man sagen, dass der Herr nach einer knappen Stunde arge stimmliche Probleme hatte. Er traf zwar vorher schon kaum einen Ton bei den cleanen Vocals, was zu verschmerzen war, aber in der letzten halben Stunde klang seine Stimme nicht mehr sehr aggressiv, sondern eher bemüht, angestrengt und langsam versagender Luftpumpe. Schade eigentlich. Wird der Mann langsam alt?
Trotzdem, der Auftritt war sonst soweit in Ordnung, zwar nicht wirklich denkwürdig, aber sonst okay.

Cool im Übrigen die Aktion von „Delirious“ die Preisschilder von 25€ für die eigenen Shirts abzureißen und diese dann für 5€ bzw. 10€ zu vertickern. Respekt und ein gleichzeitiger Effe an die Preistreiberei der Merchandiser.
Und die Betreiber der LMH sollten sich mal überlegen, zwischenzeitlich die Halle zu lüften, denn was da an einer Luft herrschte, spottete jeder Beschreibung.

madrebel


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