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Konzert Review: Ensiferum, Suidakra, Naildown - Rising Hate im Rockwerk zu Hof / 24.04.2007

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Veröffentlicht am Mittwoch 02 Mai 2007 20:05:05 von madrebel
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Ensiferumtour „The Tour Towards Victory“ 

Endlich gabs mal wieder ein tolles Konzert hier im Eck! Und so wäre es eine Schande gewesen , dies einfach auszulassen. Ensiferum kommen! Wochenlange Vorfreude, mal wieder so richtig Laune zu moschen und die Spannung, wie gut meine Lieblingssongs live umgesetzt werden, taten Ihr Übriges , also auf nach Hof ins Rockwerk. Als wir 19 Uhr ankamen war der Parkplatz schon prima gefüllt. Kein Wunder, Ensiferum genießen hier Kultstatus und diese Party wollte einfach Keiner verpassen. Also rein in die gute Stube und siehe da , auch die Halle war schon gut gefüllt. Schnell noch etwas Flüssignahrung organinisiert und einen gemütlichen Platz gesucht. Es hatte gefühlte Saunatemperaturen.
Tat der Sache aber keinen Abbruch, denn die Lokalmatadore RISING HATE machten sich auf der Bühne startklar. Wieder einmal war den Jungs der Platz als Opener angedacht. Meist ein schwieriges Unterfangen , denn auf vielen Konzerten bekommen die ersten Bands nicht die durchaus verdiente Aufmerksamkeit. Nicht so heute. RISING HATE enterten die Bretter und legten sofort knüppelhart los. Sie wurden , wie immer, richtig gut gefeiert. Zu recht, die Jungs beackerten alles mit Ihrem soliden Schwedentod. Das Publikum war durchaus begeistert, die vorderen Ränge gingen richtig gut ab . Leider war der Sound diesmal nicht so optimal. Aber das kann kaum der Band angelastet werden. RISING HATE machten Ihre Sache wirklich prima und zauberten von Anfang an eine prima Stimmung ins Publikum.
So gut aufgewärmt lauerten die Leute auf die noch recht unbekannten NAILDOWN. Man durfte gespannt sein , auch mir sagte diese finnische Band noch nicht viel. Die Jungs gibt's erst seit 2003, also alles noch ganz frisch. Ihr letztes Album Dreamcrusher wurde in vielen Rezensionen als zu gekünstelt eingeschätzt. Live kann man das aber nicht so stehen lassen. Der vorab als Melodic Death/Power Metal angekündigte Sound, tönt sehr urig und rockig von der Bühne stellenweise fühlte sich der geneigte Zuhörer an die guten 80iger erinnert , leicht Trashig. Ich frag mich schon , ob es die gleichen NAILDOWN sind , die auch Dreamcrusher verzapft haben?!! Natürlich sind die Children of Bodom Einschläge zu erkennen, kamen live aber viel eigenständiger daher. Grundtenor blieb aber der modern angehauchte Death True Mix mit cleanen und screamenden Vocals, sauber, solide und gekonnt gepaart. Da gabs nichts zu meckern, es kochte und rockte, die Matten flogen und wie ich von anderen Besuchern erfahren habe, waren noch einige mehr sehr beeindruckt von NAILDOWN, also ein Name der Live doch schon mal anz Herz gelegt werden dürfte.
Inzwischen herrste angesichts der Temparaturen Saharafeeling. Tropf. Überall sah man die Leute schmilzen. Also nochmal gaaaanz schnell an den Zapfhahn und schnell zurück zum angestammten Aussichtspunkt. Kaum angekommen legten auch schon SUIDAKRA vor voller Hütte los. WOW leck, die gingen ja mal richtig gut ab. Der Stil von SUIDAKRA ist hauptsächlich von Black/ Viking und Folk geprägt. Hervorragend umgesetzt. Da stand absolut keiner mehr still, sie kamen, sahen und siegten. Immer wieder feuerte der Frontkreischer die Menge zu noch mehr Action an, und die hörten aufs Wort. Vom ersten Song an sprang der Funke sofort über. Jeder Song war ein Volltreffer. Die epischen cleanen Schlachtgesänge , die brav von allen mitgegröhlt werden zauberten ein Gänsehautfeeling. SUIDAKRA sind live eine Macht, spieltechnisch über alles erhaben. Und jeder der dabei war wird mir zustimmen , das es sich immer wieder lohnt sich diese Band live anzusehen. Super Gig, überall herrschte gute Laune pur. Heimlich fragt man sich , ob Ensiferum diese Stimmung noch toppen können.
Aber ersteinmal hatte das gescheuchte Folk eine kleine Verschaufpause. Die war auch dringend nötig. Denn inzwischen brannte die Luft ;) . Was lernen wir daraus? Demnächst wird shoppen gegangen, ein Cappi mit integriertem Ventilator wird's wohl werden. Oder doch im Badeanzug zum Konzert? Wohl eher nicht. Schmunzel
Also gut, nun aber Schluss mit den unsinnigen Gedanken!
Weiter im Text.
Denn nun waren ENSIFERUM am Drücker. Es war unglaublich, die Stimmung kochte über! Bis auf einzelne Ausnahmen war der gesammte Saal am moschen und tanzen. Da behauptet man so gern , dass nur die Finnen spinnen. Diesmal zeigte das Publikum, dass die Franken es mindestens genauso gut können! Es wurde gefeiert, schon vom ersten Song an. Leider war der Sound derart bescheiden , das man ausser Schlagzeug und Gesang nichts verstehen konnte. Nur mit viel Müh und Not erkannte man dann den Song. Dies änderte sich weitere 2 Songs kaum. Zur Entschuldigung sollte angemerkt werden , dass mir von Leuten , die einen anderen Standort hatten gesagt wurde, dass der Sound etwas besser war. Aber ab „Tale of Revenge“ wurde der Sound schlagartig besser und dann konnte es richtig losgehen! Es wurden auch sofort die neuen Songs zum Besten gegeben , nach kurzer Erklärung brüllte die Meute „Ahti“ passend mit als wäre es schon immer so gewesen. Und immer weiter wurde getrieben und gegröhlt. Denn auch die allseits beliebten Klassiker wie „Iron“ und „Lai Lai Hei“ ... angekündigt alias „Lies Lies Pain“. Gänsehaut und fast Pipi in den Augen plus einer riesen Portion Spass in den Backen bescheibts wohl am besten. Natürlich wurden ENSIFERUM mehrfach wieder auf die Bühne zurückzitiert. Der Gig fand dann mit dem heiß umjubelten „Battle Song“ seinen krönenden Abschluss.
Zufrieden , durchgeschwitzt und glücklich zogen die Massen von dannen.
Bleibt anzumerken , dass ENSIFERUM einfach eine Band sind , die auf „kleineren“ Konzerten absolute Hochstimmung zaubern. Leider gelang Ihnen das auf so manchem Open Air nicht so gut.
Top Abend, jederzeit gern wieder, die Firma dankt. Das waren wiedereinmal gut investierte 15 Euronen.

ZoZi

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