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Zur Meinung von Amazon

Konzert Review: Eminem Live in Essen Georg-Melches-Stadion 2003

Veröffentlicht am Donnerstag 19 Juni 2003 23:37:17 von madrebel
phpnuke.gifJa, wir waren da, und wir schämen uns nicht dafür, wir fanden es sogar gut und fühlen uns dazu noch mehr Metal als je zuvor.
Eminem Live in Essen !!!

Essen / Georg-Melches-Stadion / 13.06.2003


Von vorne und von hinten. Nein, nicht das was ihr denkt ihr Perverslinge.*fg*


Ja, wir waren da, und wir schämen uns nicht dafür, wir fanden es sogar gut und fühlen uns dazu noch mehr Metal als je zuvor.
Aber fangen wir mal an. Was soll man als ahnungsloser Metaller zu einem HipHop-Event eigentlich sagen ? Am besten gar nichts, werden einige denken. But, who cares ?
Vermutlich habt ihr dabei sogar etwas verpaßt. Und zwar folgendes, Familien mit Kindern, harte Biker die am rappen waren, aufgebrezelte Tussis in rauhen Mengen, dazu noch ein Haufen geklonter VIVA-Interaktiv Komparsinnen denen man, wenn man, wenn man nur etwas heftiger an ihren Spaghettiträgern gezogen hätte,
zur unverdienten Aufmerksamkeit verholfen hätte und natürlich die obligatorisch pickelgesichtigen Fubu tragenden Möchtegernvorstadthiphopgangstas, die sich mal wieder wie der "Tupac Shakur" Gedenkverein verhielten.
Nun aber erstmal zur Musik. Den Anfang machte "Xzibit". Sämtlichst einiger seiner Homies, unter denen auch ein völlig unbekanntes grotesk häßliches Weißbrot, von dem einen nicht mal die HipHopper sagen konnten, wer das eigentlich war. Aber wenn "Eminem" einen schwarzen Hund hat, sagte eine nebenstehende Anbeterin, müsse "Xzibit" wohl einen weißen haben.
Zur Show, es waren leider keine brennenden Mülltonnen auf der Bühne, dafür jede Menge Waschbrettbäuche und gut sitzende weiße Unterwäsche. Was er gerappt hat, keine Ahnung. Es kam aber an, und vom Stageacting her scheint er großes Publikum gewöhnt zu sein. Es mangelte zumindest nicht an gesundem Selbstvertrauen.Besonders die Interaktion mit der Menge funktionierte hier ausgesprochen gut. Die Lautstärke, verglichen mit einem Metalkonzert entsprach eher Zimmerlautstärke, aber offenbar sprang der Funke trotzdem über beim Anblick all dieser gekreuzten Arme. (Erinnerte an eine sehr beliebte muskulöse motorrisierte Conankapelle.) Gespielt hat er ca. 40 Minuten, das war es dann.

Nach kurzer Umbaupause stiegen dann "Cypress Hill" auf die Bretter. Die ja durchaus auch genreübergreifend ihre Fans haben. Gebt´s ruhig zu, ihr habt euch auch schon mal die eine oder andere Bong zu deren Musik gegeben. Und eben diese Lieder wurden auch gespielt. "Hits from the Bong", "I wanna get high" (ich auch), "Insane in the Brain" und "Dr.Greenthumb" und "Rap Superstar" aus neueren Releases der Band. Leider konnten die meisten der anwesenden Chartsurfer mit der Band nichts anfangen. Was aber auch gleichzeitig an der, für die Jungs viel zu großen Bühne lag, in einem Club käme das ganz anders. Trotzdem schafften es die Kalifornier aus South Central L.A., sich einen gewissen Achtungserfolg bei den Leuten zu erspeieln. Schade eigentlich, denn die Jungs sind doch schon vom Niveau her, musikalisch anspruchsvoller, als das inflationär kursierende Chartfutter, zumal sie ihren eigenen Drummer dabei hatten.
Auch die einzigen, die ein Liveinstrument auf der Bühne hatten, wenn man vom DJ_Mischpult bei allen absieht.
Schade nur, dass gerade hier viel vom Sound verloren ging.

Nun gab es eine knapp einstündige Umbaupause, während an der vorderen Absperrung das festivaltypische Geschiebe losging. Viele der weitestgehenden konzertuntauglich gekleideten H&M Werbeträgerinnen empfanden dieses als sehr unangenehm, all die Ellenbogen, die Hitze, die Pickel auf den Dekolletes der Mitbewerberinnen (..."da kann ja kein Mensch seinen Fotoapparat richtig halten", wie jemand rumjammerte), die männlichen Kleiderschränke in der ersten Reihe hatten so große Bretter vor dem Kopf, dass sie wirklich fürchten mussten, gar nichts mehr zu sehen, wenn man die 11-13 jährigen nach vorne gelassen hätte.
Dazu hatten die Leute wohl sehr viel Berührungsängste mit Besuchern, die der Hitze nicht standhielten, denn als die ersten Mädchen umkippten mussten die Sicherheitskräfte die Personen über die Absperrungen schleifen, da sich keiner der Anwesenden zur Hilfe verantwortlich fühlte.
Witziges gab es aber auch. Im hinteren Stadionbereich rannte auf einmal ein Pole mit seinen Bootleg-Eminem Shirts für 10€ das Stück herum, wovon er auch reichlich verkaufte, bis er von der Sicherheit geschnappt wurde. das habe ich auch noch nicht gesehen.
Dazu der Dialog, als zwei etwas betagtere Damen(ca. Ende 30) jammerten, dass sie auch ein Shirt haben wollten.
Ich nur zu denen:"Machen sie sich keine Sorgen. Wenn es vorbei ist mit dem Konzert, können sie sich vor Shirts vor´m Stadion kaum retten."
"Sind sie sich da sicher?" "Klar, da können sie Gift drauf nehmen."
"Darf der das denn nicht ?" Ich nur grinsend:"Sicher nicht, das ist illegale Ware. Natürlich darf er das nicht."
Und was passiert mit dem Mann?" "Tja, Stadionverweis, Polizeiwache. Auf jeden Fall gibt das Ärger".
Allmählich wurde die Menge immer ungeduldiger und vertrieb sich die Zeit mit La-Ola Wellen.
Aber schließlich war es dann endlich soweit. Nach einem 5miütigem Videointro, mit Nachrichten und Talkshowausschnitten, die alle nur zum Thema hatten, Eminem=Böser Watz, Eminem=Staatsfeind Nr.1 und Eminem=Randgruppenhasser (Frauen sind doch Randgruppen oder ?), setzte der Raphalbgott vom Riesenrad seine Füsse auf die Erde (Sichtlich vom Jetlag gezeichnet) und begann mit "Square Dance". Das ganze Stadion bebte, sang mit, machte Stimmung ohne Ende und übertönte zeitweilig sogar Mr.Marshall Bruce Mathers III. Hit folgte auf Hit, auch wenn der "Real Slim Shady" leider fehlte. So eine plakative Nummer ist Pflicht. Ob es eben "Superman", "The way I am", "Business", "Sing for the Moment" und das vom 8 Mile Film bekannte "Lose yourself". Gleichzeitig machte er den Eindruck, als würde ihn jede Nummer ziemlich schwitzen lassen, denn nach jedem 2ten Stück erschien er mit neuem Outfit. Fast vergleichbar mit einem gewissen W.Axl.Rose, der das auch ganz gut konnte. Allerdings hat sich der nette Herr Superrapper die Hälfte des Auftrittes von "D12" und "50Cent" abnehmen lassen. Letzterer spielte ca.20 Minuten und hinterließ mit Sicherheit so manchen feuchten Schlüpfer bei der jungen als auch älteren Damenwelt.
Lustig kam auch die nette Mobyeinalge, mit einem nett eingespielten "Look, i can fly" er flog hoch, und dem Gegenkommentar "Shoot that Fucker down", blähm und peng und unten war er. Amüsant.
Leider war der Sound sehr miserabel abgemischt, denn bei einer Musik, dessen Hauptinstrument eben die Sprache darstellt, sollte man nicht einen Sound haben, der klingt als würde man seine Bettdecke über die Boxen legen. Ganz abgesehen davon, dass Mr.Shady streckenweise kaum zu hören war, dafür aber der Bass infernalisch wummerte.
Alles in allem war es jedoch eine lohnenswerte Erfahrung. Nochmal müssen wir das zwar nicht mitmachen, aber intereesant war es doch.
Ach ja, die Merchandisepreise waren der Hammer. 30€ für Shirt oder Käppi, 40€ für eine Spielfigur des Stars, die in jedem Comicshop ein Drittel dessen kostet und den Kapuzenpullover für 110!!!!!!!!€ brauchten wir nach reiflicher Überlegung dann doch nicht.
Dafür gab es reichlich günstige Ware auf dem polnischen Aftershowbasar, während man sich auf dem Weg nach Hause begab.
Auf jeden Fall war das Konzert so schlecht nicht, aber auch nicht besser.
Ob wir es bereuen ? Nie im Leben. Yo Baby !!!

Madrebel & D.Rockin`



Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Eminem / Live in Essen !!!
Ich hab zwar immer noch keinen Plan, warum zum Teufel du da hin bist und was dich geritten hat, den Bericht auf diese Page zu setzen! Aber witzig isses allemal und ich hab ,mich köstlich amüsiert... *loooool* Du gehst nicht zufällig zu Justin Timberlake und Dingsfick Aguilera oder wie auch immer die Trulla heißt falls die hier spielen??? *gggg*
Re: Eminem / Live in Essen !!!
Also was dich da geritten hat versteh ich zwar auch nich ,aber mal einen bescheidenen applaus von mir für so viel mut an dich
Re: Eminem / Live in Essen !!!
yeah ey find ich ja ma cool dass auch metl0r auf ein eminem konzert gehen..ich war auch da und fands sowas von geil..ich mein ich hab die rapper gesehen deren musik ich fast jeden tag höre..peace