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CD Review: EKTOMORF - Destroy

Veröffentlicht am Sonntag 07 März 2004 22:41:02 von zombie_gecko
Für alle die Sepultura seit knapp 10 Jahren nur noch langweilig finden dürfte „Destroy“ ein Geschenk des Himmels sein. Und eine mehr als ernstzunehmende Konkurrenz zu Sepultura!





01. I Know Them
02. Destroy
03. Gypsy
04. No Compromise
05. Everything
06. From Far Away
07. Oainful But True
08. Only God
09. You Are My Shelter
10. A.E.A.
11. From My Heart
12. Tear Apart

(47:51 min)


2004 Nuclear Blast (www.nuclearblast.de)



Line-Up:
Zoltàn Farkas - Vocals, Guitar
Tomas Schrottner - Guitar
Csaba Farkas - Bass
Jòsef Szakàcs - Drums



Discographie:
Hangok (1996)
Ektomorf (1998)
Kalyi Jag (2000)
I Scream Up To The Sky (2002)
Destroy (2004)



Bereits der Vorgänger „I Scream Up To The Sky“ konnte mich begeistern, und mit einem Label wie Nuclear Blast und einer Scheibe wie „Destroy“ in der Hinterhand sollte dem ungarischen Vierer nichts mehr im Wege stehen auf dem Weg recht groß zu werden. Denn Ektomorf könnten an die Stelle der seit dem Weggang von Max Cavalera vor sich hion schwächelnden Sepultura treten. Während auf „I Scream...“ die Sepultura / Soulfly-Anleihen zwar offensichtlich, aber noch nicht ganz so ausgeprägt waren, geht „Destroy“ locker als bestes Sepultura-Album seit 10 Jahren durch! Den Vergleich mit (alten) Sepultura und Soulfly kann man sich in Verbindung mit Ektomorf zwar kaum sparen, aber die Band als bloße Kopie abzutun wäre unfair. Natürlich klingt die Stimme von Mastermind Zoltàn heftigst nach seinem (keineswegs geleugneten) Vorbild Max Cavalera, und auch die Gitarren klingen oft verdächtigst nach Sepultura bzw. Soulfly, das Einflechten von folkloristischen Parts gab`s auch schon (ratet mal bei wem...) und textlich tendiert man auch in eine ähnliche Richtung.
Fakt ist aber auch, daß „Destroy“ sowohl produktionstechnisch als auch musikalisch verdammt heftig Arsch tritt! Die ganze Scheibe groovt von vorn bis hinten, klingt herrlich wütend und eignet sich prima zum Frustabbau. Songs wie „Everything“ mit fettem Moshpart im Mittelteil, der mit der Wucht einer Dampfwalze aus den Boxen drückende Titeltrack, das nach einer Minute abgehende Groovemonster „I Know Them“ (bestimmt klasse Live-Nummer!), das eher ruhige und aus dem Rahmen fallende „From Far Away“ oder das punkige „A.E.A.“ – „Destroy“ ist herrlich ungezügelt, rau und voll pulsierendem Leben. Zoltàn steht Max Cavalera was Wut und Ausdruck betrifft in nichts nach, musikalisch ist man zwar weniger experimentiell veranlagt als Soulfly, schafft es aber genauso die rohe Energie eines Livekonzertes einzufangen und hat mit Tribalansätzen angereicherte Thrashcore-Songs am Start, wie sie Sepultura zuletzt auf „Chaos A.D.“ fertig gebracht haben. Ektomorf sind vielleicht nicht gerade originell – aber inzwischen besser als das Original!
Wie man es auch dreht und wendet: Fakt ist, daß „Destroy“ ein verdammt geiles Album geworden ist – und das ist schließlich alles was zählt! Sepultura ist tot, es lebe Ektomorf!

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