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Zur Meinung von Amazon

Sonstige Festivals: Dynamo Open Air 2005

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Veröffentlicht am Donnerstag 12 Mai 2005 11:56:15 von madrebel
phpnuke.gifTja, man kann sich natürlich vorstellen, dass vor diesem Markenverkaufsstand gar nix los war, denn wer will auf einem Open Air zur Mittagszeit schon was essen, geschweige denn trinken? Also, ab an die Fressbude, da noch kein Frühstück gehabt. Somit war die erste Band schon mal fertig, danke für die tolle Organisation.
Dynamo Open Air 2005


Ich bin zwar immer noch müde, aber ich hau jetzt mal in die Tasten. Die Hochzeit am vorhergehenden Abend war das erwartete Besäufnis, ich war um 5 Uhr im Bett und wurde um kurz vor 6 dann wieder geweckt, da um 7 Uhr Abfahrt zum Dynamo war. Meine Fresse, so beschissen ging es mir selten, ich war noch dermaßen besoffen, kaputt und natürlich vollkommen übermüdet, die anderen Mistratten ließen mich im Bus noch mal eine Stunde pennen, mehr war aber nicht drin. Der Busfahrer hat sich in Holland dann erstmal geschickt verfahren und so gerieten wir in einen von der Polizei angeführten, kilometerlangen LKW-Korso, keine Ahnung, was das für eine Aktion war, scheint da aber ein Riesenereignis zu sein, wenn ganz gewöhnliche LKWs in einer Schlange im Schneckentempo durch die Gegend kriechen, an den Straßen und in den Häusern standen ordentlich Leute zum Winken, denen ich bei einem Blick auf die Uhr am liebsten den Stinkefinger gezeigt hätte. Nunja, beim Dynamo angekommen, raus aus dem Bus, rein in den Nieselregen. Tore auf, Abtasten, irgendwer sülzt einen auf Holländisch voll, weitergehen. Dann die erste wunderbare Überraschung: man bewegt sich nicht auf annähern festem Boden, sondern eher auf einem Schlackeplatz. Stellenweise war Rindenmulch verteilt, aber der bedeckt ca. 1% des Platzes. Dementsprechend lustig sollt es dann später auch noch werden. Immerhin waren die Bühnen (gab 2) komplett überdacht, so dass man im Trockenen stehen konnte. Zweitens: Ich weiß ja nicht, ob das schon immer so war, aber zum Bezahlen an den Fress- und Saufbuden benötigte man spezielle Dynamomarken, die man sich an EINEM EINZIGEN Stand auf dem ganzen Gelände kaufen musste. Tja, man kann sich natürlich vorstellen, dass vor diesem Markenverkaufsstand gar nix los war, denn wer will auf einem Open Air zur Mittagszeit schon was essen, geschweige denn trinken? Also, ab an die Fressbude, da noch kein Frühstück gehabt. Somit war die erste Band schon mal fertig, danke für die tolle Organisation.

Still Remains
Von den Jungs ist das Debütalbum ja gerade mal seit Montag draußen. Die Band spielt eine Mischung aus Soilwork, In Flames, Trivium und Shadows Fall. Hätte ich sehr gerne gesehen, da mir das Album immer besser gefällt, aber war mir aufgrund oben genannter Umständen leider nicht möglich. Habe dann zwei der Jungs dann aber später noch auf dem Gelände getroffen und mit denen kurz geschnackt, sind echt sympathisch und haben sich gefreut, wie die Schneekönige, dass ich sie erkannt habe und bei der Lobpreisung ihres Albums sind sie fast an die Decke gehüpft. Schade, dass ich ihren Auftritt nicht sehen konnte.

Mercenary
Da war ich kurz im Metal Markt und den Rest hab//’ ich mir von der Bierbude aus angehört, das Album gefällt mir ja stellenweise ganz gut, aber live brauch ich das nicht unbedingt. Da war die Bierbude schon die richtige Entscheidung.

3 Inches Of Blood
Saugeil! Da saß absolut jeder Ton und Anschlag,es hat ordentlich Power gegeben und kam absolut authentisch rüber. Bei Deadly Sinners als Rausschmeißer ging es dann auch ganz gut ab vor der Bühne und die gelungene Performance wurde mit reichlich Beifall belohnt. Ich glaub//’, die haben auch noch einen mir unbekannten Song gespielt, bin mir aber nicht ganz sicher (verfluchter Alkohol). Geil fand es glaube ich auch der Götz, den ich kurz sichten konnte. Die drei Zoll Blut würde ich mir auf jeden Fall jederzeit wieder angucken und kann es auch jedem empfehlen! Sehr gut. Während des Auftritts fing es dann endlich an zu schütten, als ob es kein Morgen mehr gäbe.

Masterplan
Kam ich leider nicht drum herum, da es immer noch aus Kübeln goss und mein Arsch nicht noch nasser werden sollte, als er eh schon war. Nun ja, nicht meine Baustelle, die können natürlich was und bei den schnelleren Songs kann man schon mal mit dem Fuß wippen, aber brauchen tu ich das nicht. Ich weiß, steinigt mich.

Trivium
Eine kleine Überraschung für mich, wie voll es vor der Bühne war, da ja zumindest hier leider viele die Band ob des aufgedrückten Metalcore-Stempels ignorieren. Fataler Fehler meiner Meinung nach. Ich konnte mir noch mühsam einen überdachten Platz ergattern, um sie mir anzusehen. Der Auftritt: Hammer! Mann, die Jungs sind teilweise noch jünger als ich und gehen ab für 2 Pfennig. Der Sänger und Gitarrist haut mit seinen 19 Jahren ein gigantisches Maiden-Solo nach dem anderen raus, dass muss man gesehen und gehört haben. Ich fand es fast unglaublich und meinem Kumpel, (der die Band nicht kannte) und einigen anderen klappte förmlich die Kinnlade runter. Das Ganze kam sehr fett und thrashig rüber, die ganze Zeit Vollgas, das begeisterte Publikum fest in der Hand. Sehr souverän, stark, gerne wieder und thumbs up für diesen sehr genialen Auftritt.

Laaz Rockit
Leute, mein Auftritt des Tages! Man hat richtig gemerkt, was die bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt seit über 10 Jahren für einen Spaß in den Backen hatten, atemberaubend geil war das. Hab genau mitbekommen, wie der Sänger einmal zum Gitarristen gewatschelt ist und ihm im Vorbeigehen gesagt hat "Its so fuckin great". Das war es in der Tat. Wer Laaz Rockit nicht kennt, eine geile Kombo aus den Achtzigern, die sich irgendwo zwischen Power- und Thrash Metal bewegen. Mann, ich bin immer noch begeistert, wie hammermäßig geil das war. Einziger Wermutstropfen war, dass das übelst geile Suicide City nicht gespielt wurde. Naja, man kann nicht alles haben, gibt trotzdem 11/10 Punkten für dieses Ereignis. Da fehlen die Superlative, ich hab//’ noch geguckt, ob ich Götz irgendwo finde, dann halt hier: HOLT DIE AUFS ROCKHARD-FESTIVAL NÄCHSTES JAHR !!!

Evergrey
*gähn* Wem es gefällt, ich bin lieber noch was saufen und essen gegangen. Der Platz war übrigens mittlerweile nahezu unbegehbar und erinnerte eher an einen Sumpf, als an eine Rasenfläche (war auch gar keiner mehr zu sehen). Man sackte zentimetertief in dieser braunen Scheiße ein, die Socken waren nass und schlechte Laune machte sich breit, da es wirklich DIE GANZE VERFICKTE ZEIT REGNETE UND ARSCHKALT WAR!

Gorefest
"Mächtig" beschreibt es wohl ganz gut. Kannte ich vorher nicht wirklich was von, live aber sehr geil und leider war es meiner Meinung nach ein wenig zu laut, da flogen einem ja fast die Ohren weg. Wahnsinnsdrummer, den hab//’ ich erstmal eingehend beobachtet und der Sänger hat ja ein Organ, wo man Angst bei bekommen hat.. Waren so was wie die Publikumslieblinge heute, da ja auch Holländer. Muss ich mir mal was von besorgen, der Auftritt war ein echtes Brett.

Obituary
Mittlerweile hatte ich übelste Rückenschmerzen, da man sich ob der Witterungs- und Platzverhältnisse nirgends hinpflanzen konnte und in unserer Vierercombo machten sich bei allen die ersten Erkältungserscheinungen breit. Um nicht auch noch rumgeschubst zu werden, hab//’ ich mir Obituary von weiter hinten angeguckt. War super, habe von einigen gehört, dass das für sie der beste Gig des diesjährigen Dynamo war, mag wohl stimmen, wenn man der Band was abgewinnen kann. Muss ich mich endlich mich auch mal intensiver mit befassen, die World Demise und The End Complete hab//’ ich hier schon liegen. Haben auch noch einen neuen Song gespielt, der sehr gut ankam und mir persönlich auch sehr gut gefallen hat. Für Fans: freut euch auf das Album, die können es noch.

Testament
*huld* Ge-ni-al! Leider Curse of the Legends of Death und D.N.R. nicht gespielt, aber dennoch der Hammer in Tüten. Chuck Billy ist ja mal eine sympathische Erscheinung, anlegen würde ich mich mit dem aber nicht *g* . Der Mann macht echt ordentlich Stimmung, hat den Mikrofonständer auseinander genommen und die ganze Zeit als Luftgitarre benutzt, ist ein Banger vor dem Herrn und wenn der brüllt, bleibt keine Hose trocken. Alex Skolnick wusste auch zu begeistern, gab zahlreiche Versuche meinerseits und einiger anderer seine Soli mitzuzocken, ist aber gehörig in die Hose gegangen. Sehr auffallend war, dass das Publikum vornehmlich aus der älteren Garde bestand, ich bildete vorne eher die Ausnahme. Auf einmal waren die 40-jährigen wieder 16 und man konnte die Begeisterung förmlich spüren, einige hatten sogar Tränen in den Augen. Spätestens bei Over the Wall brauchen alle Dämme und es ging unglaublich ab. Saustark, Note 1!

Jon Olivas Pain
Mittlerweile war es ca. 5 Grad kalt und, Überraschung, es regnete. Mir ging es echt beschissen, total durchnässt, durchgefroren, meine Finger und Zehen steifgefroren, schier unglaubliche Rückenschmerzen, wir wollten eigentlich nach Hause, aber Abfahrt mit dem Bus sollte ja erst um 1 Uhr sein. Mist. Und dann auch noch Jon Olivas Pain. Pain in meinen Ohren. Schrecklich. Furchtbar. Unsere Laune wurde immer schlechter. Okay, Gutter Ballet ist ja noch ganz geil, danach hätte der Strom aber auch ausfallen können, ich habeecht überlegt, einen Eimer Wasser in die Soundmaschine zu kippen. Jedes zweite Wort von der Wurst auf der Bühne war "fuck",die minutenlangen Gitarrensoli nerven mal nur und so Metal finde ich mal einfach nur Scheiße. Auf dem RHF bekommt mich bei denen keiner vor die Bühne, da schieß ich mir lieber in den Fuß oder lass mir den Augapfel piercen. Hätte ich nicht zwischendurch noch einen heißen Kaffee (!) getrunken (vor der Bühne standen glaube ich mehr Leute mit Tee und Kaffee in der Hand, als mit Bier), wäre ich auch noch vom Fleck weg erfroren. Hätte mir vor JOP auch besser gepasst...

Finally: Anthrax
Formerly mighty Anthrax, eigentlich eine meiner Lieblingsbands, haben es sich durch ihre Reunion-Geschichte gehörig verscherzt. Und nun musste man auch noch eine total überzogene Umbaupause über sich ergehen lassen. Naja, war ja schließlich kuschelig warm, man war bester Laune und wollte auch nicht möglichst schnell nach Hause. Immerhin gab es in der Umbaupause ordentlich auf die Lauscher, Carcass, Dark Tranquillity, Arch Enemy, Hatesphere und noch viel mehr, da konnte man sich wenigstens ein bisschen bewegen. Die Pause war trotzdem //’ne Frechheit. Dann, die ersten Klänge von Among the Living, die Band stürmt die Bühne, Joey Belladonna hüpft wie ein Pudel auf Acid über die Bühne, singt, wie ich das auch ohne Drogenkonsum kann, sieht einfach nur Kacke aus und wäre bei „Pimp my Spasti“ besser aufgehoben. Dan Spitz wäre bei Mötley Crüe oder im örtlichen Schwulentreff für Klischeeschwuchteln besser aufgehoben, (sorry), und kloppt ab und an wie ein Irrer auf seine Gitarre, gebt dem mal etwas Morphium. Leute, es tut mir im Herzen weh und ich sag es wirklich mit einer Träne im Auge: Anthrax ist eine Poserband geworden und soviel Metal wie Hämorrhoiden mit Tabasco zu bestreichen. Das Getue von Frankie Bello wirkt total künstlich und Scott Ian ist von meinem Metalsympathieträger Nr. 1 schon fast zum Feindbild geworden. Der Mob tobt aber natürlich, zu mir will der Funke aber nicht so recht überspringen, möchte am liebsten kotzen. Leute, was versprecht ihr euch von dieser Reunion? Ich weiß es nicht. Da es mein erstes Anthrax-Konzert ist, ich mich bewegen muss und nicht die ganze Zeit wie eine beleidigte Leberwurst in der Ecke stehen will, geht es wenigstens zu „Deathrider“, „Antisocial“ und „Caught in a Mosh“ ein bisschen rund. Zwischendrin erzählt Belladonna noch, wie toll er ist und fragt, ob wir es toll finden, dass er wieder da ist. Meine Antwort: Nein! Es gibt immerhin vereinzelte Buhrufe, aber viel zu wenig in meinen Augen. Bei „Indians“ zog sich Frollein Donna dann ein Eishockey-Trikot und eine bescheuerte Mütze an, die ihn nur noch vertrottelter aussehen ließen. Chuck Billy enterte die Bühne und riss die Performance zum Glück noch mal raus, der Kerl ist Dynamit, den heirate ich. Danach war dann erstmal Schluss, ich hatte eh keinen Bock mehr und wollte einfach nur noch weg da, auf die Zugaben geschissen. Übrigens könnt ihr euch freuen, wurde alles aufgezeichnet, gibt wohl tatsächlich //’ne Reunion DVD. Sind dann zu den Klängen von „Metal Thrashing Mad „abgehauen.

Natürlich fing es nun wieder an zu nieseln und die Orga-Experten vom Dynamo haben die Straße zu beiden Seiten abgesperrt, so dass kein Bus durchkommen kann und einen Busparkplatz gibt es auch nicht. Also, wo ist der Bus? Straße zum linken Ende runter, kein Bus da, also wieder zurück, ab in die andere Richtung. Auch kein Bus da. Dazu ist zu sagen, dass es sich nicht um einen kurzen Weg handelt, sondern es von einem Ende zum anderen bestimmt 1-1,5 km sind. Holländer lernen anscheinend auch kein Englisch, Kommunikation gescheitert. Also wieder zurück zum anderen Straßenende und es fängt an zu pissen. Immer noch kein Bus. Langsam Panik. Wir sind dann EINE GANZE STUNDE LANG im strömenden Regen hin und her gelaufen bei Temperaturen nahe dem Nullpunkt, und das ohne Kilometergeld. Wisst ihr, was ich für eine Laune hatte? Das war keine Laune, sondern ein Zustand. Ich war so sauer, ich habe richtig Bauchschmerzen bekommen. Haben uns schon ausgemalt, wie wir ohne Kohle in einem Hotel absteigen und die Organisatoren unserer Tour auf Schadensersatz verklagen. Um kurz nach eins stand der Bus dann wie aus dem Nichts an einem Ende der Straße, mir lief die Nase, ich konnte meine Finger nicht bewegen und ich war auf 190. Die Spaten haben den Bus einfach nicht durch die Absperrungen gelassen und so musste er immer um den Pudding fahren, bis sie sich irgendwann erbarmt haben, dass er kurz vor der Absperrung Halt machen darf, Holländer haben echt die Pfanne heiß, ich hätte am liebsten alle zusammengeschlagen. Das Ende vom Lied: ich bin erkältet und habe Fieber. Von den Bands her ein feiner Event, aber nächstes Jahr heißt es wohl: Dynamo, ohne mich...

Dew-Scented Busch


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