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Konzert Review: Doro 25 Years in Rock / 13.12.08 Düsseldorf ISS Dome

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Veröffentlicht am Montag 05 Januar 2009 15:15:47 von madrebel
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Doro 25 Jahre / 13.12.08 Düsseldorf ISS Dome

 

Hätte man das jemals erwartet? Vor 25 Jahren startete Doro Pesch ihre Karriere. Anfänglich mit Warlock und nach einigen Jahren entschloss sie sich dazu, eine Solokarriere anzustreben. Nun, 25 Jahre sind eine lange Zeit, und so lud Düsseldorfs Metalexport Nummer 1 und die unbestrittene deutsche Metalqueen zum Jubiläum in den ISS Dome. Knapp 8000 Fans folgten der Einladung und erlebten einen wahrhaft wunderbaren Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben sollte.

Dabei hatte man noch ein nettes Rahmenprogramm, beispielsweise gab es einen kleinen, aber feinen Metalmarkt, wo man von CDs, Shirts, bis zu kleinen metallenen Wohnaccesoires alles kaufen konnte, was das Herz begehrte. Dazu hatte man ein paar Bands eingeladen, die den Abend durchaus interessant gestalteten und auch sehr gut einheizten.

 

Nun, leider verpasste ich den Gig von „Holy Moses“, die recht früh aufspielten. Aber diverse Missverständnisse sorgten im Vorfeld leider für einen verspäteten Einlass und so verpasste man den Auftritt. Augenscheinlich soll er aber recht gut gewesen sein.

 

Nun, dafür sah man danach einen grundsoliden und souveränen Auftritt der Gothicmetaller

„Leaves Eyes“, die mit ihrer charismatischen und angenehmen Frontdame „Liv Kristine“ durchaus begeistern konnten. Wirkliche Partystimmung kam zwar nicht auf, daran änderten auch die Anheizersprüche von Alex Krull nichts, aber man bemühte sich trotzdem, einen guten Gig hinzulegen. Das war er dann auch, aber dennoch schien das Publikum eher desinteressiert zu sein. Nichtsdestotrotz, der Auftritt war alles andere als schlecht, aber vielleicht in diesem Rahmen eines Jubiläumskonzertes etwas fehl am Platze.

 

Ganz anders verhielt es sich danach bei „Arch Enemy“. Die Schwedenmelodeather um ihre Leverkusener Frontdame „Angela Gossow“ heizen von der ersten bis zur letzten Sekunde dem Publikum ein und nahmen in der Zeit keine Gefangenen.

Die ganze Band glänzte durch unbändige Spielfreude und Angela war nur am flitzen und rennen. Dabei machte sie in jeder Hinsicht eine Topfigur und schaffte es dabei problemlos, auch gesanglich alles richtig zu machen. Und bei Songs wie „We will rise“, „Nemesis“ und Co. kann man einfach nur gewinnen. Diese Band einzuladen war einfach ein Lottogewinn für diesen Abend und sowohl akustisch, als auch optisch ein Hochgenuss.

 

Nach einer knapp halbstündigen Umbaupause war es dann endlich soweit. „Regina Hallmich“ sagte den Auftritt an und mit dem „Earthshaker Rock“ ging dann ein dreistündiges Spektakel los, welches es wirklich in sich hatte.

Sehr beeindruckend wirkte der Warlock, (der Figur die man von den alten Warlockplattencovern kannte) der im Bühnenhintergrund Eddielike immer wieder hochgefahren wurde, die Augen leuchteten blutrot, Rauch flog aus dem Mund des Hexenmeisters und machte die Bühne schon so zu einem echten Hingucker.

Doro wie immer im schwarzen Leder machte eine Topfigur, war aufgeregt ohne Ende, was man ihr auch anmerkte. Aber sie zog ohne Pause eine wahrhaft beeindruckende Show hin.

Und sie hatte in jeder Hinsicht etwas zu bieten. Stargäste en Masse, großartige Duette, eine großartige Songauswahl und das in Perfektion.

Bei „Burn it up“, der alten Rhein Fire Hymne tanzten die Pyromaniacs eine beeindruckende Choreographie, „Bobby Blitz“ unterstützt uns „Doro“ bei „Always live to win“, und „tarja Turunen“ singt gemeinsam „Walking with an Angel“ und „The Seer“ mit ihr.

Doch auch sonst enttäuscht Frau Pesch ihr Publikum nicht. Bei „Für immer“, dem Songklassiker schlechthin von ihr, singt die ganze Halle mit. Bei „East meets West“ wird sie von „Chris Boltendahl“ und Wattenscheids Rockexport Nummer Eins „Axel Rudi Pell“ unterstützt. Doch ein absoluter Höhepunkt war dann erreicht, als sie mit „Klaus Meine“ und „Rudolf Schenker“, den beiden alten Skorpionen die Klassiker „Big City Nights“ und „Rock you like a Hurricane“ intoniert. Zwar hat „Doro“ einige Textprobleme, aber sei’s drum. Wenn man so aufgeregt ist, sei dieses verziehen. Denn so oder so, das erlebt man nicht alle Tage.

Nun, und immer dann wenn man denkt, jetzt kann es nicht mehr besser werden, wird man nochmals positiv überrascht.

„Warlock“ in der Besetzung von „Peter Szigeti“; “Micha Eurich“ und „Niko Arvanitis“ betreten die Bühne und laden zu einer Zeitreise der besonderen Art ein. So spielt man nicht nur Klassiker wie „Burning the Witches“ und „Fight for Rock“, nein, auch alte Klassiker wie „Mindnight China“ werden gespielt, was besonders die ganz alten Recken erfreute.

Doch auch „True as Steel“, im Duett mit „Warrel Dane“ ist ein Highlight der Oberklasse.

Diese kurze, aber heftige Zeitreise war alleine schon den Abend wert, aber nun folgte das furiose Finale.

Und was konnte nur noch kommen? Richtig, „All we are“. Und zu diesem Stück kamen nochmals alle auf die Bühne. Alle Vorbands, Duettgäste und viele mehr gesellten sich dazu und man sang diesen Klassiker gemeinsam. Selbst „Girlschool“, die unerklärlicherweise leider nicht als Support auftraten, stand mit auf der Bühne.  Selbstredend sang die gesamte Halle mit und machte diesen Song zu einer Finalnummer, die man so nicht mehr vergisst.

Definitiv war dieses Konzert eine würdige Geburtstagsparty und kaum einer verließ unzufrieden die Halle. Ein wirklich und wahrhaftig großartiger Abend und eine wirklich würdige Geburtstagsparty für Doro Pesch.

Auf die nächsten 25 Jahre.

 

 


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