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Konzert Review: Dimple Minds - Planlos im Benrather Hof in Düsseldorf 2003

Veröffentlicht am Samstag 15 März 2003 15:23:29 von madrebel
phpnuke.gifDie 4 Werderaner und Beck´s Fanatiker von den „Dimple Minds“ luden zum Tanze und es kamen verdammt viele Leute aus ihren Löchern gekrochen, um mal wieder richtig rumzuasseln und rumzupogen.
Dimple Minds / Planlos

Düsseldorf / Benrather Hof 14.03.03

Ein schöner frischer Freitagabend lud ein, zu einem Konzert zu gehen, was es als solches schon länger nicht mehr in Düsseldorf gab.
Die 4 Werderaner und Beck´s Fanatiker von den „Dimple Minds“ luden zum Tanze und es kamen verdammt viele Leute aus ihren Löchern gekrochen, um mal wieder richtig rumzuasseln und rumzupogen.
Nun, angekommen und eine riesige lange Schlange stand schon vor der ehemaligen In-Kneipe im Benrather Bahnhof um eben dem Punk zu huldigen.

Nach einer Dreiviertelstunde drängten sich dann ca. 500 Nasen, in der ziemlich engen Hütte und gegen 21.00 h standen dann ersteinmal die Grevenbroicher Punkrocker von „Planlos“ auf der Bühne. Und man merkte schon jetzt, weswegen ein Großteil der sehr jungen Punks anwesend war. Nun, in mehr als einer Stunde wussten die Jungs echt zu überzeugen und entfachten ein Feuerwerk der guten Laune. Mit Songs wie „Totgesagte leben länger“, „Spiel des Lebens“ und Coverversionen von „Wizo“ , „Kopfschuss“, der „Misfits“ Coverversion von „Die,die my Darling“, die verdammt rotzig rüberkam, wussten die Jungs echt zu begeistern. Der Massenpogo in den vorderen Reihen sprach Bände. Als man dann noch zum Schluß „Rock´n´Roll“ von „Motörhead“ coverte, hatten die Jungs bei mir endgültig gewonnen.
Ein verdammt cooler Gig einer verdammt geilen Punkcombo, die echt Laune auf ein rasches Wiedersehen macht.

Nach einer ca. 20minütigen Umbaupause, kamen dann die „Dimple Minds“ auf die Bühne und stiegen ohne Umschweife direkt mit „Prollsport“ ein.und versuchten dem Düsseldorfer Publikum zu zeigen wo der Hammer hängt. Doch man merkte nach kurzer Zeit schon, das würde nicht funktionieren. Denn im Laufe des Gigs merkte man immer mehr, wie hacke Fronter „Ladde“ eigentlich war. Nun, es nichts dagegen einzuwenden wenn man besoffen wie eine Haubitze über die Bühne torkelt, auch sind dann diverse Peinlichkeiten, wie nackt ausziehen nicht wirklich schlimm, den beiden Punkmädels neben mir gingen auf jeden Fall die Augen ziemlich auf, und an ihrem breiten grinsen merkte man deutlich, dass es den beiden gefiel, was sie dort sahen.
Wenn man aber die Hälfte der Texte vergisst und dauernd in irgendwelche Ecken fällt, um dort auch liegenzubleiben, zeugt nicht gerade von großer Bereitschaft, ein cooles Konzert abzuliefern. Nun, die Jungs sind nicht gerade für Ernsthaftigkeit berühmt und das erwartet auch niemand wirklich, aber man sollte sich trotzdem bemühen, dem zahlenden Kunden einen ordentlichen musikalischen Gegenwert für sein Geld zu bieten.
Auch war die Songauswahl sehr lasch und bot nichts wirklich tolles. So ziemlich jeder Besucher erwartete alte Knaller wie „Blau auf´m Bau“, „Nonnentanz“ „Trinker an die Macht“ oder „Ausser Rand und Band“ zu hören. Leider wurden diese Stücke nicht gespielt.
Außer „Wir sind debil“ und dem abgefeierten „Somebody put something in my Drink“ (ob das der Grund für Ladde´s Blackout war ?), kam nichts wirklich gutes bei dem Auftritt raus, auch wenn sich der Rest der Band redlich bemühte, Schadensbegrenzung zu betreiben.
Gut, auch wenn deren größter Hit „Durstige Männer“ gespielt wurde, wäre auch schlimm gewesen, wenn man es nicht gespielt hätte, es verlieh dem gesamten Gig keinen guten Anstrich mehr. Irgendwann lag der Fronter alle viere von sich gestreckt auf der Bühne, und nur der Gesang „Steh auf, wenn du Werderaner bist“, konnte ihn allmählich wieder hochbringen. Zur Zugabe war er jedoch nicht mehr fähig. Deswegen übernahm der Gitarrist kurz und stimmte „Im Suff sind alle Frauen schön“ an , und der Rest des Publikums sang dann selber. Tja, danach war endgültig Ende und die Beck´s Jünger verließen die Bühne.
Viele Besucher waren nach diesem stockmiserablem Auftritt auch stinksauer machten verbal ihren Unmut kund.
Schade, denn trotz eines relativ günstigen Eintrittspreises von 10€, war das heute nichts. Nun, außer „Planlos“, die auf voller Linie bei einer Menge Leute überzeugen konnten.
Fazit: Eine Top Vorband, die den Headliner gnadenlos an die wand gespielt hat, ein stolzer Bierpreis. 0,3 Ltr für 2€ und ein versauter Gig einer meiner Favebands aus meiner Jugendzeit. Das war nicht viel.
Zusätzlich positiv hervorzuheben, waren die günstigen CD-Preise, 8€ für die alten Scheiben und Shirtpreise von 12€ für ein qualitativ gutes T-Shirt.

Madrebel


Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Dimple Minds / Planlos im Benrather Hof in Düsseldorf !!!
Naja ich sag mal so man merkte mal wieder das Punks doch ne ganze ecke mehr "Assi" sind als Metaller o_O