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Konzert Review: Die Toten Hosen / Berlin O2 World 17.12.08

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Veröffentlicht am Freitag 09 Januar 2009 21:34:05 von madrebel
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Die Toten Hosen / Berlin O2 World 17.12.08

Das persönlich zweite Konzert der toten Hosen stand an und dieses Mal führte mich der Weg in die Bundeshauptstadt an die schöne Spree.
Nachdem ich und meine Begleitung uns jeweils mit guten Freunden aus Berlin getroffen hatten, ging man gemeinsam zur nagelneuen O2 World, der laut Eigenaussage modernsten Mehrzweckhalle Deutschlands. Nun, die O2 World ist ein riesiger glitzernder und blinkender knallbunter Palast, den man kilometerweit aus jeder Himmelsrichtung erspähen kann.
Nun, nach einer echt fixen Einlassprozedur(die Kunden der Firma O2 hatten einen separaten Eingang und durften auch noch jeweils eine Person mitnehmen und bekamen sogar einen Begrüßungsdrink), ging es dann auch schon los. Erstmal die Halle inspizieren. Alles recht übersichtlich. An jeder Ecke eine Imbiss und Getränkebude, wie in solchen Megaeventhallen üblich und alles glänzte und glitzerte, dass es nur so eine Pracht war.
Der Innenraum war geräumig und man hatte keinerlei Probleme in die vorderen Reihen zu kommen.

Nun, pünktlich um 20.00h betraten die australischen Nachwuchsrocker „Airbourne“ die Bühne und rockten sich in diesen 30 Minuten den sprichwörtlichen Allerwertesten ab. Bewegungsfreudig, sympathisch und agil präsentierten sich die Australier, die bei vielen Fans in der Halle sehr gut ankamen und auch für den einen oder anderen Moshpit sorgten. Netterweise, um es nicht zu vergessen, sagte Andi die Jungs auch an, was mehr als nur fair war. Das die Jungs dazu noch einen verdammt guten Sound und eine fette Lightshow bekamen, zeugt davon, dass man als Support bei den Hosen wirklich gut aufgehoben ist. Das so was natürlich zusätzlich motiviert, merkte man der Spiellaune der Jungs förmlich an und so legten sich „Airbourne“ richtig rein, um dem Publikum eine kurze und knackige Rockshow zu bieten. Dann war aber auch schon Ende und mit viel Applaus verließen die Jungs die Bühne.

Nach dreißig Minuten Umbaupause ging es dann endlich los. Die „Bis zum Bitteren Ende“-Flagge wurde hochgefahren, ein kurzes „Hey ho, let´s go“ und schon stand die Band auf der Bühne. Eine kurze Begrüßung an das Publikum und schon legten die Jungs mit „Strom“ los. Und es folgte eine mehr als zweistündige Show, die völlig energiegeladen daherkam und den Zuschauer zu einer regelrechten Achterbahnfahrt durch die Bandgeschichte mitnahm. Das natürlich der Hauptaugenmerk auf die jüngere Geschichte fokussiert war, insbesondere dem aktuellen Album, dürfte klar gewesen sein. Dennoch wurden auch die Klassiker aus der alten Zeit wurden nicht vergessen und man präsentierte sich in jeder Hinsicht dabei souverän. Und man hatte auch daran gedacht, ein paar Gäste mit auf die Bühne zu holen. So ließ es sich Arnim von den „Beatsteaks“ nicht nehmen, bei „Hand in Hand“ selbst das Mikro in die Hand zu nehmen. Selbst einen kleinen Laternenzug gab es zwischenzeitlich. Und Kuddel durfte endlich auch mal wieder singen. Und wie passend zur Weihnachtszeit trällerte er engelsgleich auf seine eigene unnachahmliche Art die alte Weihnachtsmelodie „Still,still,still“, was nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne für reichlich Gelächter sorgte.
Doch auch die ruhigen Momente haben bei den Hosen ihren Reiz. Insbesondere dann, wenn es sehr still bei „Nur zu Besuch“ wird. Ein schöner und ruhiger Moment, bevor man wieder auf das Gaspedal tritt.
Das ein Medley aus alten Hits eine schöne Idee ist, merkt man insbesondere an den Reaktionen der älteren Semester. Auch wenn man ehrlich zugeben muss, das man diese Songs gerne komplett ausgespielt gehört hätte. Aber so ist es auch in Ordnung.
Wenn man dann aber noch das „Wort zum Sonntag“ danach einschiebt, kann man nur noch gewinnen. Und alles was danach folgt, kann man als letztes Sahnehäubchen betrachten.
So präsentierten sich die Toten Hosen  auch in Berlin, in bestechend großer Form und zeigten eine Spiellaune, die ihresgleichen suchte. Campino hatte verdammt viel Spaß, sowohl auf der Bühne, als auch crowdsurfend im Publikum. Vom ist einfach ein gnadenlos guter Drummer und der Rest der Bande präsentierte sich einfach nur fit und tight. In dieser bestechend guten Form dürfte den Jungs auf lange Sicht keiner was vormachen und es bleibt zu hoffen, dass dies auch noch lange so bleiben wird.

Setlist:

01. Strom
02. Du lebst nur einmal
03. All die ganzen Jahre
04. Innen alles neu
05. Auswärtsspiel
06. Disco
07. Madelaine aus Lüdenscheid (Berlin)
08. Teil von mir
09. Liebeslied
10. Alles aus Liebe
11. Wünsch dir was
12. Alles was war
13. Cokane in my brain
14. Niemals einer Meinung
15. Bofrost-Mann
16. Paradies
17. Nur zu Besuch
18. Steh auf, wenn du am Boden bist
19. Pushed again
20. Hier kommt Alex
21. Freunde
22. The Guns of Brixton
23. Still, still, still
24. Hand in Hand (mit Arnim; Beatsteaks)
25. Ich geh mit meiner Laterne
26. Eisgekühlter Bommerlunder
27. Medley
28. Wort zum Sonntag
29. Schönen Gruss, auf Wiederseh'n
30. Worm Song
31. Bayern
32. Zehn kleine Jägermeister
33. You'll never walk alone

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