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Konzert Review: Die Quietschboys - Darmstadt, Bruchtal, 5.11.2005

Veröffentlicht am Donnerstag 10 November 2005 21:09:35 von Master_of_Puppets
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Wer ausschließlich anspruchsvolle Musik mit intellektuellen Texten hört, braucht an dieser Stelle gar nicht weiterlesen. Wer hingegen rockig-metallischen Cover-Versionen mit genial-versauten Texten etwas abgewinnen kann ist bei den Quietschboys aus dem schönen Frankfurter Stadtteil Sossenheim genau richtig. Seit 17 Jahren, und mittlerweile fünf CDs begeistern die Hessen ihr Publikum mit raueren Späßen und genialen Konzerten. So auch an diesem Abend in benachbarten Darmstadt.
Wie erklärt man jemandem, der noch nie von den Quietschboys gehört hat, was diese Band musikalisch macht? Am vergleichbarsten sind sicherlich die frühen JBO-Werke, die ja mehr oder weniger reine Cover-Platten mit lustigen Texten waren. In die selbe Comedy-Schiene schlagen auch die vier technisch versierten Musiker aus Sossenheim, allerdings um einiges authentischer und versauter. Hierdurch konnten sich Ralf Deutscher (Drums), Klaus Kaffine (Gitarre, Gesang), Bernd Seibel (Gitarre, Gesang) und Thomas Schwarzer (Bass) im Rhein-Main-Gebiet einen mittlerweile recht anschaulichen Fankreis erspielen, weswegen das gemütliche Bruchtal bereits weit vor Showbeginn aus allen Nähten zu platzen schien.
Als es gegen 22:00 Uhr dann endlich losging, war auch gleich die Stimmung am Kochen, der Standardopener "Heut Nacht“ (im Orginal "Over The Hills And Far Away“) sorgte prächtig für Stimmung, ebenso die nachgelegten Stücke des neuen Albums "Sossenheim“. Im vollgepackten Laden stieg fortan die Temperatur kontinuierlich, ein selbst designtes Bettlaken eines Fanclubs war für die Musiker eine willkommene Möglichkeit sich den Schweiss abzuwischen. Ein fast schon klassisches Beispiel für die ständige Interaktion zwischen Band und Publikum, dem im Verlauf des Konzerts noch weitere lustige Einlagen folgen sollten.
Die gute Stimmung wurde gegen Ende der ersten Hälfte des Sets endgültig in schwindelerregende Höhen getrieben. Die akustische Version von "Er wird net steif“  (manchen sicher auch bekannt als "Its My Life“ von Bon Jovi) hatte zwar etwas überraschendes weil neues; die danach folgenden Hits gaben der Menge vor der Pause allerdings unwiderruflich einen Grund die Theke zu stürmen. Herheben muss man dabei "Gündä“ das stürmisch geforderte, ultimative Loblied auf den Darmstädter Schauspieler Günther Strack und die hessische Version des Beatles-Songs "Let It Be“, "Was e Vieh“, die wie immer vom Publikum laut mitgegrölt wurde.
In der Pause ging leider ein Teil des Publikums, was sich aber weder negativ auf die Stimmung, noch auf die Spielfreude der Quietschboys auswirkte. Angeheizt von einigen alkoholischen Getränken, bombardierten sich die Musiker fortan gegenseitig mit Sprüchen, und sorgten so dafür, dass die Stimmung auch in Songpausen auf einem konstant hohen Niveau blieb. Im zweiten Part der Show wurde es auch musikalisch erfreulich metallisch. Angefangen von der Rammstein Persiflage "Butter“ (im Orginal "Mutter“), über die Metallica-Cover "Breit“ und "Fetter“ ("Enter Sandman“ und "Nothing Else Matters“) ging es zum Höhepunkt der gegenseitigen verbalen Auseinandersetzungen, dem Song „Der Arsch“. Nach der inoffiziellen Bandhymne, dem Prinzen-Cover "Versaut“ und dem finalen Schunkelsong "Titten lügen nicht“, bei dem einige Damen mit entsprechendem Vorbau von Teilen des Publikums geschultert wurden, war erst mal Schluss. Doch die Band wurde nicht ohne die entsprechende Zugaben von der Bühne gelassen. Bei "Der Mogelpackung“ kamen noch mal die entsprechenden „Titten“-Sprüche von Band und Publikum, bevor die zwei Evergreens "Naggisch middm hadde Rohr“ ( "Knocking On Heavens Door“) und "Au Weia“  (Gypsy Kings) den Set beendeten. Der ursprünglich auf der Setlist stehenden Zwietracht Bankfurt-Fansong wurde angesichts lautstarker SV Darmstadt 98-Fangesänge während der Show wohlweislich außen vor gelassen.
Als Fazit des Abends bleibt nur eins festzuhalten: Die Quietschboys lieferten mal wieder ein geniales Konzert, bei dem jeder der Anwesenden seinen Spaß hatte. Wer mal die Chance hat, diese Band live zu sehen, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!
 
Setlist:
Heut Nacht
Sossenheim
Die perfekte Blähung
Dumm Ding
Kammermusik
Nimmersatt
Ich seh ihn gern
Aidstest für Stefanie
Er wird net steif
Tschonni B.
Daisy und Mosi
Gündä
Was e Vieh
 
Ewig lockt der Suff
Jacky
Doggdä
Du mieses Stück
Butter
Breit
Fetter
Der Arsch
Der Wixer
Versaut
Titten lügen nicht
 
Die Mogelpackung
Naggisch middm hadde Rohr
Au Weia

 

www.quietschboys.net


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