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Konzert Review: Die Ärzte / 14.12.2003 Oberhausen König-Pilsener-Arena !!!

Veröffentlicht am Dienstag 16 Dezember 2003 01:27:19 von madrebel
phpnuke.gifDie beste Band der Welt war endlich wieder auf Tour und spielte an diesem Wochenende 2 vollkommen ausverkaufte Konzerte, in der Arena Oberhausen. Insgesamt 24000 Leute sahen die Berliner an diesem Wochenende.
Die Ärzte / 14.12.2003 Oberhausen König-Pilsener-Arena !!!

Jenseits der Grenze des zumutbaren Tour 2003 !!!

Schon irre, wie groß diese Band geworden ist, wenn man bedenkt, das man bei der 93er Reuniontour in kleinen Clubs gespielt hat.
Das Publikum war extremst gemischt, Punks, Rocker, Metaller, Gothic´s, hauptsähclich jedoch eher normales VIVA-Publikum, bzw. Eltern mit Kindern. Das tat der späteren Stimmung keinen Abbruch und beweist, das man vielleicht nicht immer über ein solches Publikum abziehen sollte.
Der Abend fing an mit den Hamburger Rappern „Fettes Brot“, die in 45 Minuten es wirklich schafften, die Halle anzuheizen. Auch wenn mir das Gerappe nach einer Weile gehörig auf den Zeiger ging, schlecht war es nicht, objektiv betrachtet. Ach ja, wenn was über Frikadellen am Ohr gerappt wird und vor einem 2 am Döner essen sind, sieht das schon etwas amüsant aus. Geil war dann die Version ihres 99er Hits „Schwule Mädchen“, in einer Skapunkrapversion intoniert wurde, und was dann mit einer Hubert Kah und „Radio brennt“ Einlage garniert wurde. Klang verdammt geil. Das war es dann auch und es ging in die Umbaupause.
Wie vor Konzertbeginn gab es langweilige Pausenmusik, ganz über 50´s Rock , aber das Publikum vertrieb sich die Zeit mit Fangesängen, La-Ola Wellen und so weiter.
Gegen 21.15 ging das Hallenlicht aus und ein infernalisches Gejohle ging los. Und mit dem Spruch im Intro , „Die Ärzte kommen, wenn es keinen Platz mehr in der Halle gibt !!!“ und los ging die Achterbahnfahrt, die in knapp 3 Stunden fast keine Wünsche offen ließ. Die Fahrt ging los mit“ Nicht allein“ und vom ersten Moment an war die Stimmung am kochen. Bela Farin und Rod machten Party ohne Ende, das Publikum fing auf einmal an, „Happy Birthday“ zu singen, denn der werte Herr Dirk Bela B. Felsenheimer hatte Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch auch noch mal von hier. Die erste geniale Aktion brachte Farin, als er versuchen wollte, das Publikum zu einer La-Ola zu bewegen, nach rechts, nach links und in die Mitte mit beiden Armen deutete , und es anstatt einer Welle, eine Springflut gab und es danach mucksmäuschenstill war, was Farin dazu brachte, die Menge zu lautlosem klatschen zu animieren. Dann noch mal alles in Zeitlupe, klasse. Herrlich sinnentleert, die Aktion.
„WAMMW“ wurde richtig edel dargeboten. Farin im feinsten Anzug, agiert wie Sinatra auf der Bühne, herrlicher Anblick.
Und zwischendurch immer wieder herrlich anarchistische und bekloppte Sprüche, die man nicht wiedergeben kann, ist einfach nicht möglich.
Anbei, dieser Gig wurde für eine DVD mitgeschnitten, und bei der Stimmung kann man davon ausgehen, das die DVD richtig rockbar sein wird. Die Lightshow war der Hammer, was da aufgefahren wurde, war schon cool.
Nach 100 Minuten war es dann erst mal vorbei, doch der erste von insgesamt 4 Zugabenblöcken wurde eingeleitet. Und mit einem Klavier auf der Bühne wurde die aktuelle Single „Dinge von denen“ gespielt, gefolgt von der neuen Lieblingsvokabel des rockenden Volkes. „Unrockbar!“
Ein lustiges Singspiel, was erst immer in die Hose ging, wurde bei „Meine explodierte Freundin“ untergebracht.
Das ging so:
Freundin, Freundin !!!
Oi,Oi,Oi !!!
Freundin !!
Oi!!!
Freundin !!!
Oi !!!
Freundin, Freundin,Freundin !!!
Oi,Oi,Oi !!!

Klang ziemlich cool. Danach eine Explosion, „Schrei nach Liebe“, im Laufband erschienen 2 Fäuste, die ein Sonnenrad eines durchgeknallten drittklassigen Österreicher Malers zerschlugen, das Umbaupausenlied und eine schöne kleine Kneipenatmosphäre wurde hier vorgeführt. Nunja, es wurde versucht, klappte nicht so. Aber ein netter Akustikset, der bei „Langweilig“ u.a. „Nights in Black satin“ und „Somewhere over the Rainbow“ beinhaltete. Die „Monsterparty“ wurde durch einen genialen Break unterbrochen. „Hells Bells“ von „AC/DC“. Wieder so eine Überraschung, mit der man nicht rechnet. Währendessen wird alles abgebaut, alles hört auf, Bela trommelt wie ein Irrer weiter und wird mitsamt Schlagzeug weggetragen, die Bühne ist fast leer, das andere Schlagzeug wird vorgefahren, 3 fette Brote entern die Bühne, erzählen uns was von „Nordisch by Nature“, die „Ärzte“ schlecihen sich an, und brüllten sie nur an:“Verpisst euch!!!“. Die Hamburger rappten weiter, verpisst euch, weiter, verpisst euch, Security erscheint und trägt die Jungs von der Bühne. Brüller.
Die letzte halbe Stunde brach an, jedoch liess man es sich nicht nehmen, das schon müde, aber immer noch feiernde Publikum so richtig hochzupeitschen .
„´Zu spät“ wurde zeitweilig verdeathmetalt, und nochmals wurde Bela B. ein Ständchen gebracht. Zusätzlich wurde dann noch ein alter Gag wiederholt, den „KISS“ hier 7 Jahre zuvor brachten, mit „Die Ärzte“ als Support. „Your Hausen is my Hausen!!!“ Aber den haben nur die wenigsten verstanden.
Nach knapp 3 Stunden war es dann aber auch jetzt Zeit die Fahrt zu beenden, die Band verabschiedete sich, ließ sich aber immer noch nach allen Regeln der Kunst abfeiern, bevor endgültig das Hallenlicht anging und 12000 Besucher, erschöpft aber glücklich die Halle verließen.
Alles in allem sei nur gesagt, ein geiles Konzert voller Spielfreude, Stimmung, positiver Vibes und Energie. Eindeutiger Beweis, daß hier die beste band der Welt zugegen war. Beenden wir es mit dem Kultspruch des Abends:
„Ist der Penis angeschwollen, wird es Zeit, Tribut zu zollen!!!“
In diesem Sinne, bis zur nächsten Tour.

madrebel


Hier noch mal die Setlist, nicht vollständig:

Intro
Nicht allein
2000 Mädchen
Richtig schön Evil - Polizei-SA-SS
Hurra
Geld
Motherfucker 666
Der Optimist
Deine Schuld
T-Error
Komm zurück
Angeber
Grace Kelly
Nichts in der Welt
Anti Zombie
Geisterhaus
Die Klügsten Männer der Welt
Gib mir zeit
WAMMW
Yoko Ono
Bravopunks
Ein Sommer nur für mich
Die Nacht
Rebell
Wie es geht
-- Zugabe Block 1---
Dinge von denen
Unrockbar
Schrei nach Liebe
-- Zugabe Block 2--- Unplugged--
Langweilig
Medley
Monsterparty
-- Zugabe Block 3---
FaFaFa
Ist das Alles?
-- Zugabe Block 4--- Manchmal haben Frauen
Westerland
Teenager Liebe
Rock Rendezvous
Du willst mich küssen
Don´t let me be Missunderstood
Meister aller Votzen
Paul
Elke
Zu Spät



THX an Gianluca Gragnini für die Bilder.

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