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Konzert Review: Desaster Release Party - AJZ Bahndamm Wermelskirchen 20.08.2005

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Veröffentlicht am Dienstag 06 September 2005 15:31:17 von madrebel
phpnuke.gifMeine Fresse, war das eine geile Party. Die Undergroundthrashkönige „Desaster“ luden zur Releaseparty ihres aktuellen Albums „Angelwhore“ im legendären Bahndamm zu Wermelskirchen und alles kam.








Desaster Release Party / AJZ Bahndamm Wermelskirchen 20.08.2005


Meine Fresse, war das eine geile Party. Die Undergroundthrashkönige „Desaster“ luden zur Releaseparty ihres aktuellen Albums „Angelwhore“ im legendären Bahndamm zu Wermelskirchen und alles kam.
Nahezu 400 Nasen tummelten sich in und um der Hale und schon um 20.00h musste man das Konzert als ausverkauft betrachten. Dazu gab es noch lecker Freibier, leider lein Alt, aber der tolerante Düsseldorfer ist auch bereit, ein solches Manko hinzunehmen, nimmt es wie ein Mann und schüttet sich das obergärige Früh literweise in den Schädel. Einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht in sein Maul. Das innerhalb kürzester Zeit das Publikum dementsprechend hacke durch die Hütte wankte, dürfte niemanden ernsthaft überraschen.
Sehr früh spielten die Opener „Nocturnal“, die einen wahrhaftig grottenschlechten Sound hatten, der sich irgendwie nach einer Mischung aus billigem Proberaumgerumpel, sympathisch dilettantischem Thrash mit Punkeinlagen anhörte und mit einem kultig schreienden Fronter aufwarten konnten. Waren auf jeden Fall lustig, aber auf Platte brauchen das echt nur hartgesottene Sammler.

„Metal Inquisitor“ sind und bleiben eine der geilsten 80er Jahre orientierten Metalbands Deutschlands. Gebt mal einen Stinkefinger in Richtung diverser überproduzierten und überbewerteten Metalhelden Deutschlands. Die Jungs aus Koblenz machen das wirklich ehrlich und oberkultig. Knappe 80 Minuten, oder kam mir das nur so vor? Jedenfalls rockten die Chaosbrüder mal wieder die ganze Hütte weg. Ob es alte Brecher waren oder die Songs von der in Kürze neu erscheinenden Platte. Da ging eine Menge. Die Truppe hätte es echt mal verdient auf einem größeren Festival zu spielen. Mit Holzpfahl in Richtung Zollern-Alb-Kreis schielt.

Nervenarsch des Abends war im übrigen ein hackebreiter Vollidiot mit „Razor“-Backpatch, der scheinbar nicht nur jedem Besucher durch unnötiges Rempeln, sondern auch den Bands permanent durch auf die Bühne stiefeln, Mikro klauen etc, auf den Nerv fiel. Ob der Geselle im Laufe des Abends noch eins mit der Faust bekommen hat entzieht sich meiner Kenntnis, wäre allerdings nicht verwunderlich.
„Pentacle“ sind geil und machen Spaß und sie spielen immer wieder mit „Desaster“ zusammen. Außerdem sind die Jungs immer wieder für geile Songs und eine sympathische Show bekannt. Fünf Lieder durfte ich das selbst miterleben und war wie immer begeistert. Sollte mal wieder die alten Scheiben von denen raussuchen, lange nicht mehr gehört.
War auf jeden Fall ein cooler Gig und die Jungs wurden abgefeiert ohne Ende.

Über „Desaster“ große Worte zu verlieren, wäre Eulen nach Athen tragen. Jeder, der die Truppe schon mal live erleben durfte, wird bestätigen das die Jungs eine göttlich geniale Liveband sind, die immer eine super Show abliefern, vollkommen hinter ihrer Musik stehen und die auch leben. Das spürt man in jeder Sekunde wenn die spielen und genau deswegen sind die auch so verdammt gut.
Man knüppelte sich durch die gesamte Historie, sei es „Teutonic Steel“, „Profanation“, „Tyrants of the Netherworld“, etc, oder auch die Songs des neuen Albums „Angelwhore“. Jede Nummer wurde abgefeiert, es wurde gepoged, gedived, pure Energie in der Hütte. Frontsau „Sataniac“ poste sich ein Wolfsrudel, sah einfach geil aus. Und auch „Odin“ und „Infenal“-Kuschke standen dem in nichts nach. Und was „Tormentor“mal wieder an seinem “Sodomized drum-chaos and double cannon-fire” brachte, war schon derbst geil.
Mal nebenbei angemerkt, der Herr hat ziemlich abgespeckt und sieht echt fit aus.
Der Gig wird definitiv als einer der wirklich geilen in deren Historie eingehen und keiner, wirklich keiner der Besucher war vom Auftritt enttäuscht. Hat derbst viel Spaß gemacht.

Hacke wie Einer saß ich danach noch eine Stunde glückselig meditierend im Konzertsaal um mir danach noch mal derbst die Kante zu geben. So schön können Konzerte sein.
Gruß an die Neckbreakerkollegen, Tom und Susanne, und den Rest der Bastards, Tequila, GRinder, Lord Aresius, Thökk Urd, Snome, Callisto, Schmendrick, Don Promillo und allen anderen Irren, mit denen ich gegrölt und gesoffen hab. War wieder geil mit euch.
In diesem Sinne:
Bang or be Banged !!!

madrebel


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