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CD Review: Dark Suns - Swanlike

Veröffentlicht am Mittwoch 25 Dezember 2002 20:51:51 von maximillian_graves
Leipzig scheint ein guter Ort zu sein, wenn man düstere, harte Musik mag. Neben Disillusion kommen nämlich auch die Progressive-Dark Metaller von Dark Suns dort her...












Tracklist:
1.Swanlike
2.Infiltration
3.The sun beyond your eden
4.Virtuous dilemma
5.Inside final dreams
6.The neverending
7.In silent harmony II (Instrumental Conversion)
8.Suffering

Erschienen 2002 im Eigenverlag bei Voice of Life

Line-Up:
Niko Knappe - Gesang, Schlagzeug
Maik Knappe - Gitarre
Tobias Gommlich - Gitarre
Christoph Bormann - Bass
Thomas Bremer - Keyboards

Leipzig scheint ein guter Ort zu sein, wenn man düstere, harte Musik mag. Neben Disillusion kommen nämlich auch die Progressive-Dark Metaller von Dark Suns dort her...

Nach dem 98er Demo "Below Dark Illusion" ist "Swanlike" das erste richtige Studioalbum der aus 5 Mann bestehenden Düstermetall-Kapelle.

Und das weiß zu gefallen. Angesichts der "Versprechungen" in der Promobeilage, in der Vergleiche zu Orphanage, Anathema, Amorphis und Opeth gezogen werden, war mir zum einen etwas schwummrig, weil ich nur bedingt Gefallen an den genannten Bands finde, zum anderen war ich natürlich aber auch etwas amüsiert über das Selbstvertrauen der Jungs.

Nachdem ich das Album aber mehrmals gehört hatte, war ich überzeugt.
62 Minuten guter, düsterer Unterhaltung finden sich auf dem Album.
Der Opener "Swanlike" und das anschließende "Infiltration" überzeugen mich dabei noch am wenigsten. Gut, aber nicht überragend schweben die Songs an einem vorbei und Niko Knappes Gesang scheint das eine oder andere Mal etwas zu melodisch für die doch recht noisige Instrumentaluntermalung.

Wirklich gut wird es dann aber ab Track Nummer 4.
"Virtous Dilemma", in welchem erstmals auch ein Death Metal-Anspruch der Band deutlich wird, weil aus dem Gesang auch schon mal ein Grunzen wird und dieses deutlich besser zum aggressiven Grundton des Songs passt. Leider aber wurden die wirklich taugliche Vocals hier hinter die Soundwand der Instrumente gemischt, was sie teilweise kaum hörbar macht.

Der Oberhammer für mich persönlich ist dann aber "Inside Final Dreams". Ein wirklich hammermäßiger Song, stellenweise mit erzählendem, gesprochenem Text und den mit Abstand atmosphärischsten Melodiepassagen des ganzen Albums. Der abwechslungsreichste und meiner Meinung nach stärkste Track des Albums.

Nachdem "Inside Final Dreams" einen nun auf eine Traumreise geschickt hat, holt "The Neverending" einen erstmal recht schnell wieder von dort zurück, mit herrlichem Gegrunze im Intropart um dann anschließend die Traumreise wieder fortzusetzen. Die Mischung aus Aggressivität und Energie und zeitgleich Nikos in diesem Fall superb passenden Gesang bauen in dem knapp 6minütigen Stück eine traumhafte Atmosphäre, in welche sich dann sogar das wiedergekehrte Grunzen etwa zur Halbzeit des Songs nicht weiter stört. Der Aufbau des Songs erinnert mich ein klein wenig an härtere Stücke von Lacuna Coil.

"In Silent Harmony II" ist dann die kleine Verschnaufpause, der erste Bonustrack des Albums. Ein reines Instrumentalstück, ruhig und atmosphärisch, dabei aber doch sehr lebendig und interessant.

Klasse auch "Suffering", in welchem Meister Knappe das volle Potential seiner Stimme zum Tragen bringen kann - und zeigt, dass da einiges an Potential vorhanden ist. Von extrem melodischem Gesang nur von einer Gitarre unterlegt bis hin zu bösem Gegrunze in den immer wiederkehrenden schnellen, heftigen Passagen des Songs ist wirklich alles dabei. Der Song selbst weiß durch seinen epischen, beinahe monumentalen Aufbau sehr zu gefallen.

Das Fazit: Wer mit einer der genannten Bands etwas anfangen kann, wer also auf teilweise komplexen und technisch versierten Düster-Metal steht, der nicht nur heftig dahinbretzt sondern auch die eine oder andere träumerische Passage gönnt, der ist hiermit sicherlich richtig bedient. Tolles Debutalbum einer Band die - um bei der Promobeilage zu bleiben - "es im Auge zu behalten gilt".

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