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Konzert Review: Dark & Mystery Music Nights - 20.11.2004 Düsseldorf Philipshalle

Veröffentlicht am Sonntag 21 November 2004 15:07:22 von madrebel
phpnuke.gifEin ganz neues Tourkonzept wurde in diesem Jahr unter die Dark & Mystery Music Nights in das Leben gerufen. Und zwar kam man auf die Idee, die derzeit angesagtesten Mittelater und Mittelalterrockacts zusammen touren zu lassen.



Dark & Mystery Music Nights – 20.11.2004 Düsseldorf Philipshalle


Ein ganz neues Tourkonzept wurde in diesem Jahr unter die Dark & Mystery Music Nights in das Leben gerufen. Und zwar kam man auf die Idee, die derzeit angesagtesten Mittelater und Mittelalterrockacts zusammen touren zu lassen. Tourabschluß war nun in der Düsseldorfer Philipshalle, die alles andere als gut gefüllt war. Trotz 4 wirklich guter Acts und auch noch einem Samstagabend. Mehr als 2000 Besucher dürften kaum dagewesen sein. Eigentlich schade, denn diejenigen, die nicht da waren, haben ein richtig gutes Konzert verpasst.

Der Reigen begann mit „Cultus Ferox“, die von Anfang an Stimmung machten ohne Ende. Zwar wirkte es bei den 7 Spielleuten, könnten auch 8 gewesen sein, recht routiniert und wenig spontan. Dennoch heizten die Jungs einem höllisch ein und die gutaussehenden Tänzerinnen, die mal mit einer wirklich erotischen Schmetterlingstanzperformance, mit jonglieren von Feuerstäben sorgten insbesondere beim männlichen Publikum für Stielaugen.
Die Bühnenperformance war über jeden Zweifel erhaben und sehr professionell. Nun, kein Wunder, hier sind ja auch Ex-Mitglieder von „Corvus Corax“ und anderen Mittelaterbands am Werke und die dürften ihr Handwerk ziemlich gut verstehen.
Für mich persönlich ein sehr guter Opener, der ruhig etwas länger hätte spielen können, aber laut der Aussage von „Strahl dem Animator“, den ich auf der Toilette traf, war die Stimmung doch nicht gut genug um länger zu spielen. Tja, Publikum, da hätte mehr kommen müssen.
Nichtsdestotrotz, ein klasse Auftritt !!!

Die nächsten in der Runde waren „Saltatio Mortis“. Und selbige hatten von Anfang an leichtes Spiel. Ein Knaller nach dem anderen. Die Menge tobte,moshte, pogte, hüpfte und tanzte wie die wilden Derwische. Die Truppe machte aber auch Stimmung. Sowohl musikalisch, als auch von der verbalen Interaktion mit dem Publikum passte es wunderbar.
„Falk Irmenfried von Hasenmümmelstein“ wurden desöfteren sexuelle Handlungen an Schafen vorgeworfen, deswegen hat der Rest der Band es sich zur Aufgabe gemacht, einen dunklen Engel für ihn zu suchen, um ihn von dieser boshaften und gotteslästerlichen Sodomie fortzuführen. Man suchte deswegen nach weiblichen Personen im Bikini, das Unterteil in der einen und das Oberteil in der anderen Hand , um dann die qualitativ besten herauszusuchen. Dies erzeugte allgemeine Heiterkeit.
Musiktechnisch gab es nichts zu meckern. Es wechselten sich mittelalterliche Klänge mit Rock und Elektroklängen ab, vermischten sich und forderten wirklich alles an Energie aus den Fans heraus. Als man dann zum Schluß noch der Erschaffung des Sex und der Rockmusik dankte, dabei eine obergeile Kiss Coverversion spielte, gab es gar kein halten mehr. So ziemlich jeder sang „God gave Rock n Roll too u“ aus vollster Kehle mit und ging noch mal so richtig aus sich heraus.
Auch hier, ein schweißtreibender und glücklich machender Auftritt, eine der zur Zeit angesagtesten Mittelalterrockcombos.

Nach einer halbstündigen Umbaupause kam dann der heimliche Headliner auf die Bühne. „Subway to Sally“ aus Potsdam rockten von Anfang an los ohne Ende und spielten in den darauffolgenden 80 Minuten ein Best Of… Programm, was es in sich hatte. „Traum vom Tod II“, „Sag dem Teufel“,“2000 Meilen unter dem Meer“,“Kleid aus Rosen“,“Mephisto“,“Braut und Bräutigam“ und vieles mehr. Eric und seine Bande gaben mal wieder alles, rockten alles in Grund und Boden und auch das Publikum gab noch mal so richtig Gas. Man merkte „Subway to Sally“ die Spielfreude richtig an und die gute Bühnenstimmung übertrug sich dann auch auf die Fans, die gar nicht genug bekommen konnten. Auch die Pyros waren wieder vom feinsten. Ein Auftritt, der nur wenig Wünsche offen ließ. Als man noch als Zugabe „Julia und die Räuber“ spielte, bebte die Halle. Hat echt Spaß gemacht, den Potsdamer Folkrockern wieder zuzusehen. Hoffentlich bald wieder, denn die neue Scheibe ist ja schon in der Mache.

Leider leerte sich die Halle merklich nach dem Gig von „StS“. Lag wohl entwder daran, dass ,am die letzten öffentlichen Verkehrsmittel erreichen musst, oder auch an der Müdigkeit der Leute. Nun, die vielleicht noch 500 anwesenden erlebten dann noch einen sehr guten Auftritt von „Corvus Corax“, die mal wieder zu Recht bewiesen, dass sie die wahren Könige der Spielleute sind. Routiniert,äußerst professionell, aber auch spontan und spaßig präsentierten sich die Berliner Kolkraben den restlichen anwesenden und rockten noch mal so richtig die Hütte.
Insbesondere die Sekttaufe diverser Bandmitglieder sorgte für Heiterkeit sowohl auf, als auch vor der Bühne. Das „Platerspiel“ war wieder mal ein Höhepunkt des Auftritts, und der vehement geforderte Fruchtbarkeitstanz sorgte als Zugabe noch mal für letzte schweißtreibende Tänze.
Der Achter verabschiedte sich dann noch mal und entließ ein sichtlich erschöpftes, aber glückliches Publikum in einen klaren und kalten Düsseldorfer Nachthimmel.

Fazit: Ein tolles Konzept, was man durchaus wiederholen sollte. Dann aber zu einem etwas günstigeren Eintrittspreis. Denn selbiger dürfte dann doch viele abgeschreckt haben, dieses Event zu besuchen. Nichtsdestotrotz, ein wirklich grandioser Konzertabend.

Madrebel


Kommentare zu diesem Artikel
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Re: Dark & Mystery Music Nights – 20.11.2004 Düsseldorf Philipshalle
Hallo!

Ich finde den Konzertbericht super!
Auch ich war eine von jenen, die leider nach den ersten drei Liedern von Corvus Corax gehen mussten, fand dieses Konzert aber total geil!

Nur wollte ich noch sagen, dass ich den Preis ganz angemessen fand, 30€ kann man ohne zu zögrn investieren!
Re: Dark & Mystery Music Nights – 20.11.2004 Düsseldorf Philipshalle
Nun, das kann man sehen wie man will. Aber es gab eben Leute, die der Preis verschreckt hat und auch ein Musiker einer der bands den ich kurz sprach, war der Auffassung, das es zuviel war.
Aber jeder, wie er meint.
Re: Dark & Mystery Music Nights – 20.11.2004 Düsseldorf Philipshalle
jepp ich bin auch der meinung dass es zu teuer war. ich habe eine karte geschenkt bekommen, ich bin mit sicherheit nicht dazu bereit 35€ für 4 bands hinzublättern, von denen ich die erste und die letzte noch nichtmals gesehen habe ;)
aber es war wirklich eine richtig gute stimmung, STS hatten eine prima setlist, obwohl ich mir noch grabrede gewünscht hätte. man kann nicht alles haben ;)
aber das bier war zu klein und zu teuer :(
LG julia
Re: Dark & Mystery Music Nights – 20.11.2004 Düsseldorf Philipshalle
geträmke sind ja immer zu teuer ich fand die 30 euro (vorverkauf) haben sich echt gelohnt bei den geilen bands die gespielt haben ich fand auch das leider einige leute nur wegen subway da waren und dashalb weniger bei anderen bands mitgemacht haben auf jedenfall war der abend echt der hammef
Re: Dark & Mystery Music Nights – 20.11.2004 Düsseldorf Philipshalle
Nur eine kurze Aufklärung: Subway haben gar nicht "die Braut" und "die Bräutigam" gespielt.

Maija