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Konzert Review: DIMMU BORGIR / HYPOCRISY / NORTHER -- 19.10.2003, Stuttgart / LKA

Veröffentlicht am Montag 20 Oktober 2003 04:43:01 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifWürden Hypocrisy Dimmu Borgir an die Wand spielen? Würde der Altersdurchschnitt über 16 liegen? Spannende Fragen, die im Laufe eines sehr unterhaltsamen Konzertes geklärt wurden!





Nachdem die Karten organisiert waren und in der Halle noch nicht der Eindruck wurde, als wollte man demnächst anfangen (im LKA geht`s in der Regel etwas später los…), beschlossen wir, eine amerikanische Fastfoodkette mit unserem Geld zu unterstützen und nebenbei auch noch unseren Hunger zu stillen. Was sich als Fehler erweisen sollte – erstens taugt der Monopoly Mäc geschmacklich nicht wirklich, zweitens war die Schlange am Einlass nicht einen Deut kleiner und drittens musste ich endlich in der Halle angekommen feststellen, dass NORTHER noch kurz winkten und sich damit verabschiedeten! Sehr lange konnten sie jedenfalls nicht gesielt haben, und laut den umstehenden hatte man mit dem Gig die Anwesenden nicht gerade von den Socken gerissen. Wobei natürlich jede Band, die vor zwei solchen Bands wie HYPOCRISY und DIMMU BORGIR auf die Bühne muss, von vorne herein gestraft ist…

Nach kurzer Umbaupause konnten HYPOCRISY schon mit ihrem Erscheinen Beifall ernten, was der Band sichtlich Freude bereitete. So weit als möglich nutzte vor allem Peter Tägtren den spärlich vorhandenen Platz (Hypocrisy hatten diesbezüglich nur Supportact-Status, d. h. Lars Szökes Drumkit wurde vor Keyborad / Drumkit von Dimmu Borgir gequetscht), grinste von einem Ohr zum anderen, forderte das Publikum immer wieder mit „Come on Stuttgart“ und hatte ordentlich Spaß, während seine Mitstreiter vorwiegend die Matten kreisen ließen, um dem Meister nicht im Weg zu sein. Lars Szöke bließ zwar schon vom ersten Song an, als würde er demnächst einen Asthmaanfall haben, verdrosch sein Drumkit aber mit der Präzision eines Uhrwerks. Wer wie Hypocrisy keine schlechten Songs hat, kann eh spielen was er will, und erntet trotzdem noch Beifall – auffallend war aber, dass man mit „Destroyed“ eindeutig die heftigsten Resonanzen erzielte – das hatte schon fast etwas von einem Popkonzert! Und auch wenn man „Penetralia“ nicht spielte, konnten Hypocrisy den Gig locker auf der Habenseite verbuchen – unter anderem auch wegen dem vorgestellten Song vom im nächsten Frühjahr erscheinenden Album. Nach ruhigem Beginn entpuppte sich „Razor“ als typische Hypocrisy-Midtempo-Hymne, die (was auch am Sound gelegen haben könnte…) grob als Mischung aus „Into The Abyss“- und „Catch 22“-Phase beschrieben werden konnte. Zumindest bei mir stehen Hypocrisy damit schon auf dem Einkaufszettel, wenn die neue Langrille erscheint, denn das neue Stück klang wieder deutlich mehr nach älteren Hypocrisy! Licht und vor allem Sound waren mehr als gut, und einziges Manko war die Spielzeit von etwa 45 Minuten und die nicht gegebene Zugabe trotz ordentlichem Applaus! Eine Band wie Hypocrisy hätte auf jeden Fall mehr verdient – trotzdem klasse Gig!

In der folgenden circa halbstündigen Umbaupause wurde dann allerlei Schnickschnack auf der Bühne verteilt, um den Hauptakteuren von DIMMU BORGIR auch die passende Spielwiese zu bieten – inklusive Totenschädeln, umgedrehten Kreuzen und so weiter… Blieb die Frage wozu der ganze Aufwand, den erfreulicherweise hielt sich der Teenieanteil in Grenzen, und die größtenteils anwesenden gestandenen Metaller im proppevollen LKA konnte man damit eh nicht beeindrucken – aber immerhin hatte man hier schon den Eindruck, dass den Fans etwas geboten werden sollte! Als das Hallenlicht dann dunkler wurde - und die Höschen der zahlreichen weiblichen Gäste feuchter - fuhr man bereits zur Begleitung des mit bombastisch nur unzureichend beschriebenen Intro eine Licht-Show auf, die andere Bands während eines kompletten Gigs nicht zur Verfügung haben! Groß natürlich auch der Jubel, als sich endlich Stars des Abends blicken ließen, eine Runde posten – und dann ein hammermäßiges Konzert ablieferten! Gut – Shagraths Fransenhemd hätte jeden Countrystar vor Neid erblassen lassen (und sah genauso albern aus wie bei der letzten Tour) und das Corpsepaint ließ vermuten, dass Shagrath vorher oder nachher auch einen Auftritt bei „Cats“ haben würde (beim nächsten Mal stecke ich eine Dose Whiskas ein…), aber das machte der Dimmu Borgir-Sänger durch seine Performance wieder wett. Denn ihm und seinen Mitstreitern merkte man an, dass man sich ordentlichst auf die Welttournee vorbereitet hatte (und dabei auch das eine oder andere Interview vergessen hatte!), und Dimmu Borgir zimmerten ein Konzert hin, dass sich gewaschen hatte! Im Gegensatz zur letzten Tour war der Sound hervorragend (und nicht nur im Vergleich!), die Band spielte arschtight zusammen und zeigte, dass Dimmu Borgir definitiv zum besten gehört, was die norwegische Szene zu bieten hat! Songs kann ich mir von Dimmu Borgir kaum merken, weil ich mir die CD´s immer am Stück anhöre, aber das war auch vollkommen egal! Dimmu Borgir hätten wohl jeden begeistert, der sich auch nur ansatzweise mit solcher Musik anfreunden kann – denn hier passte einfach alles! Die Songs - unter anderem „Cataclysm Children“ - gingen perfekt ineinander über, der Band war die Spielfreude deutlich anzumerken und über das Songmaterial braucht man eh nicht zu diskutieren. Nach knapp über einer halben Stunde machte man ein paar Minuten Pause, um im zweiten Teil mit „Progenies Of The Great Apocalypse“ meinen persönlichen Favoriten von „Death Cult Armageddon“ zu spielen und nach weiteren zwanzig Minuten wieder die Bühne zu verlassen. Als Zugabe gab`s dann noch „Spellbound (By The Devil)“, einen älteren Song und natürlich „Mourning Palace“ – und dann war (leider) Schluß!

Unterm Strich angesichts des Preises von nicht mal zwanzig Euro im Vorverkauf ein schlicht und einfach geiles Konzert, mit dem Dimmu Borgir allen Kritikern an den (Live-) Fähigkeiten der Band den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt haben! Danke an Hypocrisy und Dimmu Borgir, die einfach jede Menge Spaß gemacht haben! Jederzeit gerne wieder!

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Re: DIMMU BORGIR / HYPOCRISY / NORTHER -- 19.10.2003, Stuttgart / LKA
In Köln war es ähnlich!
Norther waren der Hammer die haben enorm reingehauen man kann zwar echt sagen daß die sich etwas stark an children of bodom orientieren aber es hat kaum gestört der sänger sieht sogar ein wenig aus wie alexi laihu kann ihm bloß nicht das wasser reichen

hypocrisy waren enorm gut aber leider viel zu kurz dran und haben leider auch keine zugabe gegeben.

dimmu waren enorm übertrieben! musikalisch erste sahne die show war auch besser als 2001 endlich hat der stian mal mit dem publikum geredet aber irgendwie klangen die neuen lieder alle gleich ich konnte die puritanical euphoricgedöns schon nicht leiden.

positive aspekte bei dimmu waren die ganzen kleinen kinder die man nur böse anschauen musste und schon konnte man ein stück weiter richtung bühne. allerdings als sie dann nur noch neue stücke gespielt haben bin ich gegangen und musste dann am nächsten tag hören sie hätten auch noch stormblast gespielt...tse egal ich war auf jeden fall zufrieden mit allen drei bands am meisten mit hypocrisy das allerbeste am abend war eh die lockere frau am t-shirt stand die leider kein wort deutsch konnte (was ich erst nach 5 minuten merkte ich dachte erst sie wär einfach nur dumm) mit ihr hab ich immer in den pausen geschäkert war sehr angenehm

bleibt nur zu hoffen daß so ein nettes konzert bald wieder kommt