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CD Review: DIMMU BORGIR - Death Cult Armageddon

Veröffentlicht am Sonntag 07 September 2003 15:26:48 von Zombie_Gecko
Auch “Death Cult Armageddon” werden eingefleischte Black Metaller meiden wie der Pferdefüßige das Weihwasser. Alle anderen, die sich auch nur halbwegs für bombastische, düstere Metal-Epen begeistern können, können hier bedenkenlos zuschlagen!






01. Allegiance
02. Progenies Of The Great Apocalypse
03. Lepers Among Us
04. Vredesbyrd
05. For The World To Dicate Our Death
06. Blood Hunger Doctrine
07. Allehelgens Dod I Helveds Rike
08. Cataclysm Children
09. Eradication Instincts Defined
10. Unorthodox Manifesto
11. Heavenly Perverse
12. Satan My Master (Bathory-Cover, Bonustrack Digi, DVD-Audio, 2-LP)


(65:55 min)


2003 Nuclear Blast (www.nuclearblast.de )


Line Up:
Shagrath - Vocals
Silenoz - Guitar
Galder - Guitar
Vortex - Bass / Vocals
Mustis - Keyboard
Nick Barker - Drums


(www.dimmu-borgir.com)



1994 Inn I Evighetens Morke
1995 For All Tid (7”)
1996 Stormblast (CD)
1996 Devil`s Path (MCD)
1997 Enthrone Darkness Triumphant (CD)
1997 Live & Plugged
1998 Godless Savage Garden (CD)
1999 Spiritual Black Dimensions (CD)
2001 Puritanical Euphoric Misanthropia (CD)
2002 World Misanthropy (DVD)
2003 Death Cult Armageddon (CD, 2-LP, DVD-Audio)



Manchmal fragt man sich, was die Plattenfirmen bei der Planung zur Promotion reitet: Iron Maiden kommen als 5-Track-Promo (was hier natürlich dann nicht besprochen wird), und Nuclear Blast packen ausgerechnet jene Band, die mit Abstand am meisten auf guten Sound angewiesen ist, auf ein Tape! Zu gut deutsch auch Kassette!!! Im Jahr 2003… Doch das sollte nicht der erste Schock sein: zum Glück habe ich noch ein Tapedeck (wenn auch kaum mehr benutzt), komme aber nicht drum herum, mir „Death Cult Armagedon“ auf CD zu brennen, um es in dem kurzen verbleibenden Zeitraum auch besprechen zu können. Dabei durfte ich dann feststellen, dass das verwendete Tape von absolut liderlicher Qualität war und schon beim ersten Durchlauf rauschte. Da mein Rechner auch die Songs nicht alle auseinander halten konnte, verzichte ich auch darauf, auf einzelne Songtitel ein zu gehen, da die Zeit zu knapp war, um heraus zu finden, was nun welcher Song ist.
Nachdem nach den oben beschriebenen Anlaufschwierigkeiten dann „Death Cult Armageddon“ endlich im Player rotierte, war ich dann doch froh, mir das Original schon bestellt zu haben. Denn natürlich hat der Sound unter der Transportverpackung Billigst-Tape arg gelitten und klang für Dimmu Borgir-Verhältnisse schon undergroundig. Da ich es für unwahrscheinlich halte, dass man den BM-Underground zurück erobern will, gehe ich davon aus, dass der Sound auf dem Endprodukt wiederum glasklar ist. Und das passt dann auch perfekt zum neuen Material, welches man teilweise mit dem Philharmonic Orchestra Prague (immerhin 46 Musiker) aufgenommen hat. Unabhängig vom Orchester finden sich in den neuen Kompositionen aber auch sonst allerhand bombastische Elemente, die „Death Cult Armageddon“ auf alle Fälle für jene interessant machen dürfte, die sich vorstellen können, auf eine Mischung aus „Puritanical Misanthropic Euphoria“ und neueren – speziell den letzten - Cradle Of Filth-Outputs ihren Rotwein zu trinken. Auch sonst erinnert „DCA“ mich oft an „Damnation And A Day“: durch das Songwriting und die orchestralen Parts erinnert die aktuelle Scheibe von Dimmu Borgir eher an einen Soundtrack als an ein normales Metal-Album. Was natürlich nicht heißen soll, dass „DCA“ kein Metal wäre! Dimmu Borgir sind immer noch unverkennbar Dimmu Borgir, haben ihren Sound aber erneut etwas verändert, um siich nicht zu wiederholen. Erinnnerte mich der Vorgänger durch seine teilweise beinahe kalt-maschinelle Produktion irgendwie an Blade Runner, erinnert mich „DCA“ eher an eine sehr heftige Version von Tanz der Vampire (Musical!) oder an eine Soundtrack für einen modernen Horrorfilm mit jeder Menge klassischer Elemente – oder um es anders zu sagen: „Death Cult Armageddon“ malt Bilder im Kopf.
Über die musikalischen Qualitäten braucht man bei Dimmu Borgir eh nicht zu diskutieren. Wie bereits oben erwähnt: Dimmu Borgir-Fans und Fans düsterer Musik können / müssen sich „Death Cult Armageddon“ bedenkenlos in den Schrank stellen. Denn „Death Cult Armageddon“ ist ein hervorragendes Album, welches im Schrank Bombast Metal direkt neben „Damnation And A Day“ seinen Platz findet (ohne damit direkt etwas zu tun zu haben!!!). Underground Blackies spielen dann lieber mit ihrem Schminkköfferchen…


NACHSCHLAG: Inzwischen liegt mir das hübsch aufgemachte Digipack vor, in dessen Booklet sich einige gelungene Fotos finden. Musikalisch klingt "Death Cult Armageddon" blitzsauber und mir schon fast zu glatt poliert - mir hätten ein Paar Ecken und Kanten mehr gut gefallen! Nichtsdestotrotz - Symphonic Black Metal at its best!

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