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Konzert Review: D-A-D - Stuttgart, Die Röhre 19.09.2006

Veröffentlicht am Freitag 22 September 2006 20:54:09 von madrebel
Dieser Artikel wurde von Redtotem mitgeteilt
phpnuke.gifDie Dänischen Hard Rocker von D-A-D sind immer eine Live Show wert. Jetzt habe ich D-A-D schon einige Male erleben dürfen und sie haben mich bisher noch nicht enttäuscht. Deshalb habe ich mich auch an jenem Dienstag auf den Weg gemacht, um die Band wieder einmal live zu erleben.

Als ich in Stuttgart bei der Location ankam, war ich schon etwas überrascht. Die Röhre war wirklich ein Durchgangsrohr, oder so was, das umgebaut wurde. Ich war das erste Mal dort und es ist wirklich eine recht kultige Location. Als Anheizer wurde die irische Band The Answer verpflichtet. Die Band war wirklich gut und machten gut Stimmung. Ihr Blues angehauchter Hard Rock erinnerte etwas an The Black Crowes und das war genau das Richtige zur Einstimmung auf D-A-D. Nach etwa 40 Minuten beendeten The Answer ihren guten Auftritt und hinterließen ein tolles, angeheiztes Publikum.

Um 22:15 Uhr betraten Disneyland After Dark die Bühne der ausverkauften Röhre. Während die Dänen auf die Bühne kamen, war die Beleuchtung noch fast aus. Lediglich ein paar schwach rot leuchtende Scheinwerfer waren auf der Bühne an. Man hörte schon einige Klänge von Indianergesang als Laust Sonne, Stig Pedersen, Jesper Binzer und Jakob Binzer die Bühne betraten und ich dachte D-A-D beginnen mit „Evil Twin“. Doch dieses war nicht richtig, denn der Show Opener war „Lawrence Of Surburbia“ vom aktuellen Album „Scare Yourself“. Von der ersten Minute an war super Stimmung im Publikum und die Hände waren alle gen Himmel gestreckt. Auch D-A-D waren in guter Stimmung und feuerten die ersten drei Songs gleich nacheinander ab.
Bei fast jedem Song waren die Fans am toben und nahmen singend und klatschend jeden Song der Band auf.

Dann kam natürlich der D-A-D live Kracher „Sleeping My Day Away“ und die ganze Röhre sang „Mumbling good morning and raising my head, A bad breath kiss to my pillow pet. I take a look at the day turns and stay in bed”. Das ist auch nach 17 Jahren immer noch ein Song, den man immer wieder hören kann und will, vor allem auf einem D-A-D Konzert. Beeindruckend auch die Version, die D-A-D an diesem Abend spielte. Jakob Binzer war hier völlig im Mittelpunkt mit seiner Gitarre und er lies das auch völlig in die Show einfließen. Dann war die Freude bei mir zumindest sehr groß, als die Dänen „Little Addict“ und "Everything Glows“ spielten. Mann, ich liebe diese beiden Titel. Der offizielle Teil wurde mit „Bad Craziness“ beendet.

Die erste Zugabe bestand aus dem Akustik Stück „Laugh N 1 ½ “, bei dem der Shouter Jesper Binzer von den Fans fast übertönt wurde. Fans, die mit voller Eifer diesen Song mitsangen. Bei „Overmuch“ wurden die Fans aufgefordert der Band zu helfen. Jeder dachte wohl, dass jetzt der Refrain gesungen werden soll. Aber dem war nicht so. Jesper Binzer forderte die Leute in gebrochenem Deutsch auf, „bitte laut Schlagzeug spielen“ zu rufen. Das wiederholte sich drei oder vier mal, worauf auch Laust Sonne auf die Felle eindrosch. Der letzte Song auf einem D-A-D Konzert ist eigentlich immer „Its After Dark“. So auch an diesem Abend in Stuttgart. Doch nachdem die Band die Bühne verlies, wurden die D-A-D Rufe immer lauter. Ich schätze etwa zehn Minuten lang kochte die Location und die Menge ließ sich nicht dazu bewegen die Röhre zu verlassen. Die Kabel waren schon aus den Instrumenten entfernt und auch das restliche Equipment ohne Strom. Plötzlich kam die Band noch einmal auf die Bühne. Jesper Binzer bedankte sich beim Publikum und sagte, dass es so super wie an diesem Abend schon lange nicht mehr gewesen wäre. Gut, das sagen die vielleicht auf fast jedem Auftritt, aber diesmal musste es wohl stimmen, denn sonst hätten D-A-D nicht doch noch mit „Jihad“ einen Song gespielt. „Jihad“ kam auch richtig rau und dreckig rüber. Eine der besten Live Versionen die ich von diesem Song jemals gehört habe.

D-A-D lieferten in Stuttgart wieder einmal einen wahnsinnig geilen Gig ab und zeigten warum sie zu einer der besten Live Bands im Business zählen. Auch wenn zumindest zwei Songs fehlten, die D-A-D normalerweise immer im Set haben. Aber auch ohne „Rim Of Hell“ und „I Wont Cut My Hair“ war es super. Immerhin haben D-A-D schon so viele Alben und dadurch jede Menge guter Songs, dass die Auswahl immer schwieriger wird. Die Fahrt nach Stuttgart hat sich richtig gelohnt und es war mir auch egal, dass ich am nächsten Tag arbeiten musste und dadurch nur zwei Stunden schlafen konnte.


D-A-D Setlist

Lawrence Of Surburbia
The Road Below Me
Girl Nation
Scare Yourself
Soft Dogs
Riding With Sue
Reconstrucdead
Little Addict
Everything Glows
Sleeping My Day Away
Evil Twin
Bad Craziness


Laugh N 1 ½
Overmuch
Its After Dark
Jihad



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