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Konzert Review: Carnivore - Raging Speedhorn / 30.11.2007 Essen Weststadthalle

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Veröffentlicht am Montag 03 Dezember 2007 22:10:49 von madrebel
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Carnivore - Raging Speedhorn / 30.11.2007 Essen Weststadthalle

Niemand hätte es für möglich gehalten. Als jedoch im Spätsommer die Tourdaten für die erste Europatour von „Carnivore“ bekannt gegeben wurden, ging ein raunen durch die Szene.
Scheinbar hat man nach dem umjubelten Auftritt auf dem Wacken 2006 doch Blut geleckt und nun das erste Mal eine Tour in Europa gebucht. Nun, man harrte also der Dinge dir dort kommen sollten.

Zu allererst erstaunte allerdings die Halle. Die Essener Weststadthalle ist recht lang gezogen, allerdings steht die Bühne quer zur Wand, was der Bühne eine große Länge verleiht, allerdings ist die Halle dementsprechend schmal geschnitten, was doch recht gewöhnungsbedürftig erscheint.

Nun, jetzt wurde es allerdings erst einmal Zeit für den Supportact „Raging Speedhorn“, die in einem völlig verändertem Line-Up auftraten. Nun, die Jungs hatten viel Spaß am Gig, es gab eine Menge Bewegung, die beiden Shouter brüllten sich die Seele aus dem Leib, man poste wie die Weltmeister und hatte reichlich Spaß in den Backen. Jedoch nicht das Publikum, die dem Metalcore der Briten nicht viel Wohlwollen entgegenbrachten. Erstmal lag es an dem wirklich üblen Sound, den man den Jungs gab, dazu allerdings schien die Band den meisten auch völlig unpassend zu erscheinen. Nichtsdestotrotz fand ich persönlich den Gig recht cool, allerdings verließ man schon nach 40 Minuten die Bühne. Nun, in einer anderen Tourkonstellation dürfte das für „Raging Speedhorn“ durchaus erfolgreicher sein. Heute war dieses allerdings nicht so.

Eine halbstündige Umbaupause später war es soweit. Das Licht erlosch, Pre-Intro und dann das Thema von „Jaws aka Der weiße Hai“. Die Jungs kamen auf die Bühne, kurz in die Saiten hauen und tschüss. Haha, wie witzig. Remember Wacken 06?
Nur eine Minute später kamen die Spaßrabauken zurück und es ging direkt fett ab. Man spulte ienen Klassiker nach dem anderen herab und man konnte der Band die Spielfreude regelrecht anmerken. Dieses allerdings konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Pete Steele sichtlich angeschlagen war. Nicht mehr arg so schlimm, wie beim „Type o´Negative“-Gig auf dem diesjährigen Wacken, aber er wirkte auch alles andere als fit. Nicht umsonst verließ er nach nahezu jedem dritten Song die Bühne, um sich kurz zu setzen. Dieses hielt ihn jedoch nicht davon ab, einen recht coolen Auftritt zu spielen. Allerdings musste der Mann zwischenzeitlich auf das Textblatt schielen. Ja, nach so langer Zeit kann man eben nicht mehr alle Texte wirklich. Dennoch feierten die ca.700 Gäste die Jungs so richtig ab und man merkte, wie viel Freude „Carnivore“ der Auftritt machte. Lieder wurde „Male Supremacy“ um den endgeilen Mittelteil gekürzt und auch „USA for USA“ und „Thermonuclear Warrior“ fehlten wieder einmal. Allerdings hatte man echt den Mumm, das Intro zu „Jesus Hitler“ zu spielen, was mich doch etwas verwunderte. Aber wenn, dann richtig. „Race War“ ging gut ab, „World War III + IV“ war der Oberhammer, „Inner Conflict“ große Klasse und „Sex and Violence“ kommt einfach immer gut. Leider war nach etwas mehr als 70 Minuten alles vorbei und auch weitere Zugabenrufe erreichten nichts. Schade eigentlich, da hätte man doch gerne mehr gehört.
Dennoch war der Gig durchaus zufrieden stellend, auch wenn Pete Steele nicht mehr der Mann ist, der er mal war, allerdings wirklich denkwürdig war der Auftritt dennoch nicht. Da hätte man von der allerersten Eurotour doch etwas mehr erwartet. 
Trotzdem, man hat sie endlich mal live gesehen, das ist doch auch mal was wert.


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