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CD Review: CRADLE OF FILTH - Live Bait For The Dead

Veröffentlicht am Sonntag 15 Dezember 2002 11:41:25 von Zombie_Gecko
Am 14. April 2001 gastierten die Vampirfans um Frontgiftzwerg Dani Filth im Rock City in Nottingham. Ohne das der Sheriff störte, zimmerte man einen amtlichen Gig über 75 Minuten auf`s Parkett und veröffentlicht das Ganze nun mit einer Bonus-CD.
Wer bereits Zeuge eines Gigs der Engländer war, dürfte sich im Klaren sein, das ein Live-Album nie auch nur annähernd die Intensität eines Live-Auftrittes der Schwarzkittel erreichen kann. Denn vor allem Dani wird hier logischerweise mit seiner energiegeladenen Performance vermisst. Folglich kann „Live Bait For The Dead“ für Cradle-Jünger allerhöchstens ein halbseidener Ersatz sein, dürfte aber auf Grund mangelnder Live-Aktivitäten trotzdem ein feiner Zwischenhappen sein. An erstklassigem Material mangelt es den Blutsaugern nun wahrlich nicht, und um wirklich alle Wünsche zu erfüllen müsste auch die zweite CD noch mit einem Live-Gig mit den restlichen Hits gefüllt sein. Aber auch die hier vorhandenen Songs lassen das Herz eines Fans von Cradle Of Filth höher schlagen, da alle Alben berücksichtigt wurden und man die geballte Power des Schaffens der Engländer um die Ohren geballert bekommt: Nach dem unvermeidlichen Intro kreischt sich Dani der Reihe nach durch „Lord Abortion“, „Ebony Dressed For Sunset“, „Cthulu Dawn“, „Dusk And Her Embrace“, The Principle Of Evil Made Flesh“, „Cruelty Brought Three Orchids“, „Her Ghost In The Fog“, „Summers Dying Fast“, „From The Cradle To Enslave“ und zum Abschluß natürlich den Übersong „Queen Of Winter, Throned“! Dazwischen gibt`s dann noch ein paar Ansagen des offensichtlich gut aufgelegten Dani und der Sound klingt für ein Live-Album eigentlich schon zu gut, während das Publikum für meinen Geschmack etwas zu leise ist. Dadurch bekommt man manchmal den Eindruck, COF hätten das Teil in einer nahezu leeren Halle eingespielt, und es fällt etwas schwer Live-Feeling am heimischen Herd aufkommen zu lassen. Wer also alle Scheiben von „The Principle Of Evil Made Flesh“ bis zur (noch?) aktuellen „Midian“ im Schrank hat, muß sich also „Live Bait For The Dead“ nicht unbedingt holen. Wer mit COF noch nicht so vertraut ist, kann sich hiermit aber einen guten Überblick verschaffen, wobei COF andererseits eine Band ist, bei der ein hervorragender Sound sehr viel ausmacht, und der ist logischerweise bei einem Live-Konzert nicht so perfekt wie auf Platte. Als letzten Kritikpunkt würde ich persönlich noch anbringen, daß die geniale Coverversion von „Hell Awaits“ nicht den Weg auf das Album gefunden hat – dafür entschädigt dann aber eine mehr als gelungene Version von „Her Ghost In The Fog“, das zu den absoluten Highlights zählt, und „Queen Of Winter, Throned“ ist an sich schon über jeden Zweifel erhaben! Zusammen mit dem recht aufwendig gemachten Booklet also gewohnt hübsche, aber nicht essentielle Geschichten aus der Gruft. Da Cradle Of Filth aber ihre herausragende Rolle im Musikzirkus nicht verlieren wollen, serviert man dem Käufer noch etliche interessante Extras: neben einem Bildschirmschoner und dem Promo-Video zu „No Time To Cry“ gibt es noch acht rare und mehr oder weniger essentielle Tracks – die wiederum für Neueinsteiger relativ bedeutungslos sind. Wer auf einem Live-Album 2, wenn auch gute Aufnahmen vom Soundcheck („Funeral In Carpathia“ und „Nocturnal Supremacy“) braucht, ist mir nicht so ganz begreiflich, dafür sind aber die Coverversionen von „No Time To Cry“ von den Sisters Of Mercy und „The Fire Still Burns“ von Twisted Sister“ wirklich gelungen und vor allem zweitere recht witzig. „Deleted Scenes Of A Snuff Princess“ und „From The Cradle To Enslave“ (Under Martian Rule Mix) rollen dagegen jedem auch nur ansatzweise intoleranten Fan der Engländer die Zehennägel mit einigen BPM rauf und runter - denn ich kann mir nicht vorstellen, das diese EBM-Remix-Dinger irgendwem sonderlich gefallen. Die „Original Demo(n) Version“ von „Scorched Earth Erotica“ ist da schon eher interessant, kann aber nicht das Steuer herumreißen, um die Bonus-CD zum begehrenswerten Sammlerstück zu machen. Fazit: im Vergleich zu den Meisterwerken eher Durchschnitt, aber trotzdem gut – muß man aber nicht haben um in die Metallerhölle zu dürfen.

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